Wieviel Stauraum brauchen Sie?

Artikel vom 24. Juni 2008
Effiziente Küchenplanung mit kurzen Arbeitswegen und individuellen Arbeitsabläufen. | Foto: BlumEffiziente Küchenplanung mit kurzen Arbeitswegen und individuellen Arbeitsabläufen. | Foto: Blum

Pro Tag fallen in einer Küche durchschnittlich 360 unterschiedliche Handgriffe, Arbeiten und Wege an. In 20 Jahren (erfahrungsgemäß die durchschnittliche Lebensdauer einer Küche) macht...

das ca. 2,6 Millionen solcher Aktivitäten aus. Wenn bei jeder dieser Tätigkeiten etwas Mühe, etwas Wegstrecke und Zeit gespart werden, macht das einen gewaltigen Unterschied aus. Deshalb ist genügend Platz zum Verstauen besonders wichtig.

Sichere Lagerung der Lebensmittel. | Grafik: BlumBevorraten
In dieser Küchenzone werden typische Verbrauchsgüter wie zum Beispiel Konserven, Reis oder Nudeln sicher gelagert.   

Aufbewahrung der Gebrauchsgüter. | Grafik: BlumAufbewahren
Diese Küchenzone dient der Aufbewahrung von Gebrauchsgütern wie Geschirr, Gläser oder Besteck.  

Neben der Spüle finden sich viele Abstellmöglichkeiten. | Grakik: BlumSpülen
Neben der Spüle und dem Geschirrspüler finden sich hier Abstellflächen und Platz für Abfallsammler, Putzmittel, Utensilien.     

Küchenutensilien sollten immer  in Reichweite sein. | Grafik: BlumVorbereiten
Der Hauptarbeitsbereich: Küchenmaschinen, Arbeitsbesteck, Gewürze sollten hier in Reichweite untergebracht werden.

Kochen und Backen ist in dieser Zone vorbehalten. | Grafik. BlumKochen und Backen
Diese Zone ist Kochfeldern, Backofen, Dampfgarer, Mikrowelle, Dunsthaube, Töpfen, Pfannen vorbehalten.


Etwa 66 Prozent aller Küchenkäufer wünschen sich im Nachhinein mehr Platz zum Verstauen. Deshalb: den exakten Stauraumbedarf vor dem Küchenkauf von einem Küchenspezialisten ermitteln lassen, damit die neue Einbauküche optimal geplant ist und Freude macht. Die Küchenbranche hat neue Standards entwickelt, die in keiner modernen Einbauküche fehlen sollten: dazu zählen effiziente Küchenplanungen mit kurzen Arbeitswegen und individuellen Arbeitsabläufen, die sich an den fünf Tätigkeitsbereichen Bevorraten, Aufbewahren, Spülen, Vorbereiten, Kochen und Backen orientieren, sowie intelligente Stauraumkonzepte und Inneneinteilungs- und Organisationssysteme, die jeden Zentimeter Platz in der Küche sinnvoll nutzen.

Vollauszüge

Bis zu 55 % mehr Stauraumvolumen bieten Vollauszüge mit höheren Rückenwänden und geschlossenen Seitenwänden. Ein weiterer großer Vorteil: sie lassen sich soweit herausziehen, dass der Inhalt des Schubkastens bzw. des Schrankes bis in den hintersten Teil vollständig einsehbar ist. Zum Aufbewahren von großen Töpfen, Pfannen und Brätern werden extrabreite und hohe Vollauszüge angeboten. In breiteren Schränken lässt sich bis zu 18 %, in Schränken mit einer größeren Tiefe sogar bis zu 30 % mehr Füllgut unterbringen. Auch Eckschränke lassen sich optimal nutzen – z.B. durch spezielle Eckauszüge oder Karussellschränke mit drehbaren Böden, die um eine Mittelachse gelagert sind, aber auch durch eine clevere Kombination von Schwenk- und Auszugstechnik.

Apothekerschränke

Apothekerschränke und Hochschränke mit frei zugänglichen Innenauszügen können den Platz vom Boden bis zur Deckenhöhe voll nutzen und sorgen für einen optimalen und bequemen Zugriff auf das Füllgut von allen Seiten. Auch sogenannte Aufsatzschränke mit eleganten Jalousien aus Metall oder in Metall-Optik sind wahre Stauraumkünstler, in denen sich beispielsweise elektrische Küchenhelfer unterbringen lassen.

Nischensysteme

Clevere Nischensysteme nutzen jeden Zentimeter Platz hinter Spüle, Kochstelle und Arbeitsplatte sowie zwischen Ober- und Unterschränken für die meistgenutzten Kochutensilien und Kleingeräte. In einem großräumigen Vorratsschrank mit Innenauszügen und variablen Einteilungen lassen sich große Teile sinnvoll verstauen. | Foto: Blum   

Zweckmäßiges Zubehör…

…macht den Küchenalltag noch angenehmer und funktionsgerechter. Steckeinteilungen bieten viel Übersicht und mehr Ordung im Schubkasten. Variable Steck-Systeme bieten Platz für Ess-, und Arbeits- besteck und die vielen Kleinigkeiten, die es in der Küche gibt.

Kochgeschirr

Kochgeschirr, das Sie regelmäßig verwenden, sollte am besten direkt beim Herd untergebracht werden. Großraumauszüge mit Quereinteilungen schaffen Übersicht und Töpfe, Deckel und Pfannen sind schnell zur Hand, wenn Sie gebraucht werden.

Flaschenauszüge

Praktisch und komfortabel sind Flaschenauszüge für Essig, Öle, Saucen, Würzen etc.. Achten Sie darauf, dass der Boden leicht zu reinigen ist, da Tropfen, die an den Flaschen herunterlaufen auch Spuren hinterlassen.

Tellerhalter

Zum sicheren Verstauen Ihres Geschirrs. Auch beim Öffnen und Schließen sorgen die Tellerhalter für festen Stand und bis zu zwölf  Teller können gestapelt werden.

Mülltrennsysteme

Hoher Bedienkomfort und direkter Zugriff erleichtern das Entsorgen von Abfall und das Trennen von Wertstoffen. Ideales Handling spielt hier eine besondere Rolle, da  erfahrungsgemäß kein anderer Auszug mehr geöffnet und in Anspruch genommen wird.

Einspar-Chancen in der Küche:

Die Küche ist nicht nur in zahlreichen Haushalten ein wohnlicher Familientreffpunkt bzw. ein Schauplatz kulinarischer Kreationen, sie ist neben dem Badezimmer leider auch der Raum mit dem höchsten Energiebedarf. Dies hängt damit zusammen, dass bei den meisten Küchenarbeiten vor allem Wärme in den unterschiedlichsten Erscheinungs-formen gebraucht wird. Darüber hinaus steht in vielen Küchen auch die Waschmaschine, ebenfalls mit hohem Warmwasser- bedarf. Und je nach Jahreszeit muss eine intensiv genutzte Küche natürlich auch beheizt werden. Wer durch Modernisierungs- maßnahmen seine Nebenkosten senken möchte, sollte deshalb stets der Küche besondere Aufmerksamkeit widmen. So lässt sich z. B. der Einspareffekt einer Umstellung der Heizenergie auf Gas speziell hier noch erheblich verbessern. Naheliegend für Haushalte mit Gasanschluss ist es zunächst einmal, diese Energie auch fürs Kochen, Braten und Backen zu verwenden. Moderne Gasgerätetechnik ist zu dem leitungsunabhängigen Brennstoff im Tank nämlich voll kompatibel – ohne jegliche Leistungs- und Komforteinbußen. Dies gilt ebenso für eine weitere kostensenkende Variante der Gasnutzung: Wenn auch Spül- und Waschmaschine an die gasbetriebene Warmwasser-bereitung angeschlossen werden, ist ein elektrisches Aufheizen des Wassers in den Geräten nicht mehr erforderlich. Bei jedem Spül- und Waschvorgang lässt sich auf diese Weise bares Geld sparen. Viele Küchenmaschinen verfügen bereits über eine direkte Anschlussmöglichkeit, bei älteren Modellen sorgt ein spezielles Vorschaltgerät für die Anbindung an das warme Wasser vom Gasheizkessel.

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