Sicherheit: Machen Sie Ihre Wohnung kindersicher

Artikel vom 08. Februar 2008
Schutzgitter  für BlumentöpfeVergiftungsgefahr, bei vielem, was so herumsteht Schutzgitter für Blumentöpfe sollen verhindern, dass Kinder die Erde ausbuddeln können. Diese Plastikringe lassen sich aber nicht unter jeder Pflanze anbringen | Foto: Baby-Walz

Jährlich verunglücken in Deutschland fast 350.000 Kinder bei Unfällen im Haushalt. Gut zwei Drittel dieser Unfälle könnten verhindert werden. Begutachten Sie Ihre Wohnung mal aus der Kinderaugenhöhe und Sie erkennen gefährliche Situationen.

Unsere Kinder sollen spielen und toben, ohne sich zu verletzen. Unfälle lassen sich leider nicht immer verhindern, aber sie lassen sich minimieren:

 

TischkanteTreppen

Ecken bei Nacht noch gefährlicher

Gerade haben Sie die Kleinen im Bett, kommen sie  auch schon wieder aus dem Zimmer gelaufen. Nicht immer verläuft dies reibungslos. Oft laufen sie in der Dunkelheit gegen Tischkanten, Türrahmen oder fallen die Treppen ihres Hochbettes hinunter. Kleben Sie leuchtende Elemente auf alle gefährlichen Ecken und Kanten – bei größeren Kindern mit Hochbett auf die Stufen und Bettkanten. So sehen die Kleinen, wo sie hinlaufen und die Verletzungsgefahr wird minimiert.

WickelkomodeBettgitter

Sturz von der Wickelkommode

Selbst bei einem Baby, das sich kaum bewegt und längst noch nicht
krabbeln kann, gilt es, den Nachwuchs immer im Auge zu behalten und sich nicht ablenken zu lassen. Stürze von der Wickelkommode – nachdem es z.B. an der Tür klingelte und Mutter oder Vater nur für einen Moment aus dem Raum gingen – passieren leider immer wieder. Oft fallen sie auch aus dem Bett, weil die Kleinen schlafen ohne Gitter noch nicht gewohnt sind.

Gefahr in der KücheGefahr in der Küche

Gefahrenzone Küche

Was auf einem Tisch liegt, den man nicht überblicken kann, weckt Neugier und ist für Kinder zunächst viel aufregender als für uns. Der Nachwuchs muss sich, wenn er Einblick gewinnen will, erst einmal auf eine riskante Klettertour über recht ansehnliche Höhen einlassen. Auch herunterhängende Kabel oder hervorstehende Pfannengriffe sehen Kinder als Kletterhilfen an und halten sich gerne daran fest. Solche Geräte sollten sicher und uneinnehmbar verstaut werden.

Herd-SchutzBackofen-Schutz

Die Vielfachfalle Herd

Da man als Kind nicht so einfach in Töpfe und Pfannen gucken kann, wird schnell mal nach den Griffen und den Stielen gefasst und das Ganze heruntergezogen. Deshalb möglichst auf den hinteren Herdplatten kochen und ein Herdgitter anbringen, es verhindert ein Herunterziehen. Gerade für kleine Kinder können auch Backofentüren heimtückische Fallen sein. Es leuchtet hinter der Tür und riecht gut. Schützen Sie die Backofentür mit einem Schutzgitter.

SteckdosenleisteGefahrenquelle Strom

Gefahrenquelle Strom

Elektrogeräte haben im Bad nichts zu suchen. Selbst Haartrockner und Rasierapparat müssen nach dem Gebrauch wieder kindersicher weggepackt werden. Jedes angeschlossene Gerät – selbst wenn es abgeschaltet ist – steht  unter Spannung. Es muss nicht einmal komplett ins Wasser fallen, sondern nur mit Flüssigkeit in Berührung kommen, um einen elektrischen Schlag abzugeben. Damit es jedoch gar nicht erst zum Kontakt mit Strom kommt, gehören Kindersicherungen in jede Steckdose – und zwar auch in Verteilersteckdosen.

KlemmschutzKlemmschutz

Schloss in der Schranktür schützt Kinderhände

Kinder haben schon früh einen Entdeckerdrang, der sie hinter jede Tür schauen, Schubladen aufziehen, Schränke öffnen und klettern lässt. Gerade in einer Küche sollten Sie darauf achten, gefährliche Substanzen weit oben aufzubewahren und untere Schränke mit einem Schrankschloss zu sichern. Für Schubladen gibt es eine Vorrichtung gegen das Aufziehen. Damit sich die Jüngsten nicht aus versehen die Finger in der Türe einklemmen, gibt es einen speziellen Stopper.

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