Sauna: Der heiße Fitness-Tempel

Artikel vom 19. August 2008
Saunalandschaft mit Sitzgruppe | Foto: Henne BäderSaunalandschaft mit Sitzgruppe | Foto: Henne Bäder

Die Saunakultur ist (fast) so alt wie die Menschheit. Und sie ist hierzulande lebendig wie nie.

Jedes Jahr bauen 40.000 Deutsche den gesunden Schwitzkasten in Ihr Haus ein. Schon die Steinzeit-Menschen brüteten in beheizten Erdgruben. Im Mittelalter breiteten sich Bade-häuser in ganz Europa aus, verschwanden jedoch um 1700 wieder. Allein in Finnland blieb die Sauna Bestandteil der Alltagskultur. Die Deutschen entdeckten erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts ihre heiße Leidenschaft wieder.

Heute besitzen 1,1 Millionen Bundesbürger eine Heimsauna. Je nach Platzangebot können Interessenten zwischen großzügigen Wellness-Oasen im Keller und Kompaktsaunen, die ins Badezimmer passen, auswählen. Die günstigsten Modelle gibt es ab 2500,- Euro inklusive Installation. Das Herz der Sauna ist der Ofen. Während die Finnen, die Erfinder des Saunierens, ihre Öfen gernnoch traditionell mit Holz beheizen, kommt hierzulande die Wärme überwiegend aus der Steckdose.

Das Tepidarium | Foto: Saunabau GeigerGenießen im Saunabad | Foto: RAL Gütegemeinschaft Sauna

Das Tepidariumist ein Soft-Dampfbad und stellt eine Sauna-Variantedar dar. Es wird in der Regel mit einer Raumtemperatur von etwa 39 Grad betrieben.

Sauna, Dampfbad und Dusche entspannen den Körper. Lassen Sie Ihre Seele baumeln.

Die Installation

Es versteht sich von selbst, dass die Elektroinstallation Sache des Fachmanns ist. Jede Saunakabine muss über zwei voneinander getrennte Schaltkreise verfügen. Ein Schaltkreis steuert die Saunatemperatur, der andere verhindert Überhitzung, indem sich bei Erreichen der Höchsttemperatur die gesamte Stromzufuhr sofort abschaltet. Je nach Größe der Kabine hat der Ofen eine Heizleistung zwischen drei und neun Kilowatt.

Saunieren mit der ganzen Familie | Foto: Klafs

Wenn die Sauna für einen Neubau eingeplant wird, ist es ratsam, gleich ein separates, ausreichend dimensioniertes Stromkabel oderzumindest ein Leerrohr an den geplanten Saunaplatz hin zuführen. Begabte Handwerker können ihre Sauna mit  Material aus dem Baumarkt einrichten. Beim Einbau muss der Heimwerker auf eine ausreichende Belüftung und den korrekten Stromanschluss achten. Weil der Saunabau einem wohnwirtschaftlichen Zweck dient und den Immobilienwert steigert, kann zur Finanzierung auch ein Bauspar-darlehen genutzt werden.

Dampfgrotte | Foto: weinsberger

Dampfgrotten

Als Abwandlung der bereits vonden Römern benutzten Dampfbäder, finden sich bereits in der Antike - vor allem in Griechenland oder der Türkei - in felsigen Gegenden die sogenannten Dampfgrotten. In der Dampfgrotte beträgt die Temperatur zwischen 40°C und 55°C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80-100%. Das typische Klima in den heutzutage künstlich errichteten Höhlengrotten wird durch die Erzeugung von übersättigtem Wasserdampf miteinem Dampfkessel erreicht. Die ideale Kombination von Wärme und Feuchtigkeit entkrampft, reinigt, pflegt und entspannt insbesondere bei Atemwegs-erkrankungen. Gegenüber der Sauna haben Dampfgrotten den Vorteil, dass der gesättigte Wasserdampf hartnäckige Verschleimungen beichronischen Erkrankungen der Atemwege löst. Weitere Informationen unter: www.weinsberger.de


Harmonisch und richtig saunieren

Richtig saunieren | Foto: EOS WerkeJetzt ist wieder die Jahreszeit für Saunieren und Fitness. Aber: Rein in die Sauna, schwitzen, was das Zeug hält, raus und weiter geht der Stress. So nicht! Der richtige Saunafan hat hier einige Regeln,die er beachtet: Zur Vorbereitungsollte sich der Saunagast zunächst im Umkleidebereich der Saunaeinrichtung vollständig entkleiden. Gegebenenfalls ist ein Gang zur Toilette notwendig. Danach geht es zum Duschen und, wichtig, sich gänzlich abzutrocknen. Auch ein warmes Fußbad ist nützlich. Nach dem Betreten in der Sauna wählt man den gewünschten Platz z.B. auf der mittleren oder oberen Bank und setzt sich vollständig auf das mitgebrachte ausgebreitete Handtuch. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, legt man sich zunächst hin, ansonsten hockt man mit leicht angezogenen Beinen. Weiter ist beim Saunieren zu beachten: ggf. Aufguss, wobei man meist ca. 5-10 Minuten vor dem Aufguss vorschwitzt, den Aufguss als „Höhepunkt“ca. 6-8 Minuten erlebt und evtl. noch ca. 1-2 Minuten nachschwitzt. Üblicherweise dauert ein Aufenthalt im Saunaraum (finnische Sauna) i.d.R. ca. 10-bis 15 Minuten. Die letzten 2 Minuten sollte man aufrecht sitzend verbringen. Ein ruhiges Verlassen der Sauna (nicht während des Aufgusses) ist rücksichtsvoll. Nach der Sauna: Einstieg ins kalte Wasserbecken oder unter die Dusche. Danach Abkühlphase (ggf. mit Ruhephase): ca. 2 Minuten an die frische Luft zum Sauerstoff-Tanken und kühlen der Atemwege.

Design-Sauna Die Sauna für den heißen Freizeitspaß | Foto: Knüllwald DuoTop

Design-Sauna„Proteo“ von Klafs:
Innen heiß, außen schön.

Die Sauna für den heißen Freizeitspaß
zu zweit. 

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