Komfort im Bad: Für alle Generationen ein Thema
Für die eher traditionelle Lösung für bodengleiches Duschen gibt es auf dem Markt Duschwannen aus Stahl oder Sanitäracryl, die nur wenige Zentimeter hoch aufbauen beziehungsweise völlig plan sind.
Foto: Sanitär Wahl/Livinghouse
Variantenreich sind schmale Duschrinnen, die die Ablauftechnik in die Badarchitektur integrieren. Der Fußboden kann so durchgängig gestaltet werden. In diesem Fall ist die von TECE stammende Duschrinne im Eingangsbereich der Dusche als Übergang vom Nass- in den Trockenbereich positioniert.
Foto: TECE
Ein breiterer, gemauerter Rand erleichtert den Einstieg in die Badewanne: Man kann sich bequem darauf setzen und drehen. Außerdem gibt es hier viel Platz für Kerzen und Lesestoff.
Foto: Sanitär Wahl / Livinghouse
Beim Bauen im Bestand sind bodengleiche Duschen häufig wegen der Höhe von Siphon und Abfluss nicht umzusetzen. In dem Fall bietet es sich an, die Dusche auf einem wenige Zentimeter hohen Podest zu platzieren. Damit das Bad großzügiger wirkt, empfiehlt Wahl, das Podest in Form eines Riegels zu planen, so dass auch noch das WC darauf Platz findet. Das schafft wohldimensionierte Achsen im Raum.
Foto: SanitärWahl/Livinghouse
Luxus im Bad definiert sich immer mehr über das Thema Komfort. Dazu gehören beispielsweise bodenbündige Duschen...
...rutschsichere Bodenbeläge, ein beheizter Sitz in der Dusche oder auch der bequeme Einstieg in die Badewanne. Jede Altersgruppe empfindet solche
Lösungen als angenehm – zumal dabei niemand mehr auf Design und
gestalterisch schöne Ideen verzichten muss. Die Experten von Sanitär
Wahl/Livinghouse zeigen Beispiele auf.
Der Wunsch nach Komfort ist vom Alter unabhängig
„Sie sind bereits mehr als ein Trend: Bodenebene Duschen sind in Neubauten heute fast schon Standard“, sagt Matthias Freimuth, Innenarchitekt bei Sanitär Wahl/Livinghouse. Er kennt den Grund für diese Entwicklung: „Jeder möchte Komfort im Bad – angefangen beim 20jährigen Single über die Familie mit kleinen Kindern bis hin zu Senioren. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Ja mehr noch: Wer Komfortfaktoren bei der Planung berücksichtigt, hat bereits die Grundlagen für ein barrierefreies Bad gelegt.“
Bodenebene Duschwannen
Die bodenebene Dusche steht dabei ganz oben auf der Wunschliste vieler Bauherren, denn sie erlaubt einen bequemen und rutschsicheren Einstieg in das Duschvergnügen. Außerdem schafft sie einen fließenden Übergang zwischen Trocken- und Nassbereich und wird so zu einem raumprägenden Gestaltungsmittel. Es gibt heute eine ganze Reihe von Produkten, mit denen sich bodenebene Duschen realisieren lassen, angefangen bei traditionellen Duschwannen aus Stahl oder Sanitäracryl, die vor allem aus hygienischen Gründen gerne gewählt werden. Unter gestalterischen Aspekten rät Freimuth allerdings zu Duschtassen, die sich befliesen oder mit anderen Materialien versehen lassen. „Ein Bad wirkt einfach großzügig, wenn sich der Bodenbelag des Raumes auch in der Dusche fortsetzt“, sagt Freimuth. Damit diese Lösung auch bei einem für den Wasserablauf notwendigen Gefälle umsetzbar ist, sollten die Bodenplatten aber nicht zu groß sein. Denn dies könnte heißen: Rutschgefahr. Wahl empfiehlt, den Fugenanteil im Duschbereich durch passende kleinere Steine oder Riemchen aus dem gleichen Material zu erhöhen.
Dem Auge bleibt verborgen, wo das Duschwasser abläuft
Moderne Duschrinnen lassen sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise einbauen: in der Mitte der Dusche, an der Wand, an der Duschtür entlang oder auch als Ecklösung. Der Gestaltung sind dabei heute kaum Grenzen gesetzt, bei manchen Lösungen ist sogar nur noch ein schmaler Entwässerungsschlitz sichtbar.
Wer eine fertige Wohnung oder ein Haus bezieht, muss ebenfalls nicht auf eine bodengleiche Dusche verzichten. Auch dann nicht, wenn die Höhe des Siphons und die Lage des Abflusses dagegen sprechen. In dem Fall lässt sich die Dusche auf einem wenige Zentimeter hohen Podest positionieren, das Freimuth wegen der Optik gerne großzügig in Form eines Riegels dimensioniert: So findet neben der Dusche auch noch das WC darauf Platz.
Der Innenarchitekt: „Das schafft wohldimensionierte Achsen im Raum.“
Steigern lässt sich der Duschkomfort noch durch eine Sitzgelegenheit für die Körperhygiene:Nägel schneiden, Hornhaut entfernen oder auch das Rasieren der Beine gelingen so ohne abenteuerliche Verrenkungen. Auf dem Markt gibt es dafür mittlerweile auch designorientierte wasser- und standfeste Duschhocker, die sich im Bad ansonsten auch als Ablagefläche verwenden lassen. Noch angenehmer ist aber eine gemauerte Sitzgelegenheit, die Sanitär Wahl/Livinghouse gerne beheizt, so dass sie wohlige Wärme ausstrahlt.
Eine gemauerte Stufe vor der Wanne
lässt sich gestalterisch einbinden
Trotz komfortabel gestalteter Duschen will so mancher aber nicht auf ein Vollbad verzichten.Der Einstieg in die Badewanne erweist sich indes oft als schwierig, da der Wannenrand in der Regel höher ist als die normale Sitzhöhe. Um auf eine bequeme Sitzhöhe zu kommen, schlägt Freimuth vor, die Wanne tiefer zu setzen und den Estrich des Raumes dagegen laufen zu lassen. Eine weitere Möglichkeit: Vor oder neben die Wanne wird gestalterisch eine Stufe gesetzt. Diese lässt sich bei vorausschauender Planung auch später noch realisieren.
Und schließlich erleichtert auch ein breiterer, gemauerter Rand den Einstieg in die Wanne: Man kann sich bequem darauf setzen und drehen. Außerdem bietet diese Lösung für Kerzen und Bücher genügend Ablagefläche – und kommt somit Romantikern sehr entgegen.
Auch bei Waschtisch und WC
bestimmen die Höhe den Komfort:
Statt der Standardhöhe von 86 oder 87 Zentimeter rät Wahl in der Regel, Waschtische auf einer Höhe von 90 Zentimetern anzubringen. Wandhängende WCs sollten eine Sitzhöhe von 45 bis 47 Zentimetern haben oder in Einzelfällen sogar noch höher hängen, um das Aufstehen zu erleichtern. „Doch letztlich planen wir dies alles sehr individuell“, sagt Freimuth. Dies betrifft auch das
Anbringen von Haltegriffen. Dabei kann man durchaus für die Zukunft planen: Indem man nämlich bei Trockenbauwänden Verstärkungen hinter den Fliesen anbringen lässt, eröffnet sich die Option, später an dieser Stelle verstärkte Haltegriffe anbringen zu können. Auch hier bieten die Hersteller inzwischen sehr schöne, edle Edelstahlgriffe an. Freimuth: „Die Planung von barrierefreien Bädern nach DIN-Normen macht für öffentliche Gebäude Sinn, nicht aber im privaten Bereich. Hier steht die individuelle Badplanung klar im Fokus – und zwar in enger Zusammenarbeit zwischen Innenarchitekten und Sanitärfachleuten. Nur so lassen sich die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden letztlich erfüllen.“
Mehr Infos unter: www.unverwechselbad.de




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