(K)ein kleines Problem:  Maximaler Komfort für Minibäder

Artikel vom 04. Mai 2010
In herkömmliche Mini-Bäder lassen sich schlecht separate Duschen einbauen. Das Sanitärhandwerk bietet aber praktikable Lösungen an, beispielsweise machen kleinere Waschbecken Platz für eine Eckdusche. Bei der faltbaren Eck-Duschwand, kann man sogar völlig auf die Duschtasse verzichten. | Foto: Diana BadIn herkömmliche Mini-Bäder lassen sich schlecht separate Duschen einbauen. Das Sanitärhandwerk bietet aber praktikable Lösungen an, beispielsweise machen kleinere Waschbecken Platz für eine Eckdusche. Bei der faltbaren Eck-Duschwand, kann man sogar völlig auf die Duschtasse verzichten. | Foto: Diana Bad

Zu hoch, zu schmal, zu kurz: Viele Bäder haben einen unglücklichen Schnitt und viel zu wenig Quadratmeter. Dennoch muss man bei ihrer Einrichtung nicht gleich klein beigeben.

Etwas Geschick gehört allerdings dazu, denn gerade bei Grundrissen, bei denen es auf jeden Zentimeter ankommt, sind gründliche Über­legungen gefragt. Wer wichtige Grundsätze bei seinen Planungen beachtet, kann ungünstige Verhältnisse positiv beeinflussen und dem Eindruck von Enge entgegenwirken.

Baden und duschen in einem | Foto: www.gutesbad.de

Baden und duschen in einem, die Kombiwanne dabei quer gestellt, ein großzügiger Waschtisch mit Stauraum sowie ein mit Bambusstäben optisch abgetrennter WC-Bereich – das sind die Merkmale, mit denen das rund sechs Quadratmeter
große Standard-Schlauchbad auf den ersten Blick gewinnt. Zur „offenen“ Planung gehören ferner eine Glasabtrennung, die den Waschtisch vor Wasserspritzern abschottet, sowie großformatige Fliesen in Sand­tönen, die gemeinsam mit
dem Spiegel über der Vorwand­installation Weite „vorgaukeln“.

Helle Farben, dunkles Holz und große Fliesen

So rät der Sanitär-Fachverband zu hellen Farben an Wand und Boden. Sie lassen den Raum größer wirken. Zu den Favoriten zählen neben Weiß auch alle Grau- oder Sand­töne. Möbelfronten in dunkler gemaserten Holzfurnieren oder glanzvoll lackiert in Braunnuancen wie Nuss oder Cappuccino schmeicheln dem Auge und bringen Leben ins Ambiente. Großformatige Fliesen an Boden und Wänden genießen Vorrang gegenüber kleineren Varianten, da sie weniger Fugen erzeugen und Flächen insgesamt homogener erscheinen lassen. Außerhalb der Nassbereiche kann zudem auf eine deckenhohe Verfliesung verzichtet und stattdessen zu wasserab­weisendem, mineralischem Putz gegriffen werden. Das trägt zur wohnlichen Atmosphäre bei.  

Spezielle Sanitärkeramik mit kompakten Maßen

Markenhersteller bieten spezielle Sanitärkeramik mit geringer Ausladung und kompakten Ab­messungen. Kombiwannen laden gleichzeitig zum Duschen und Baden ein und zeigen, dass auch im Kleinbad beides geht.

Ein Waschplatz dominiert das Schlauchbad bei dieser etwas „zugeknöpfteren“ Planungsvariante. Der Raum wirkt drei­geteilt und erhält dadurch ein „separates“ Gäste-WC. Wer viel Besuch bekommt, weiß das zu schätzen. Das gegenüber­liegende Handwaschbecken rundet diese Idee ab. In der raumhohen Vorwand­installation für das WC wurde eine Nische für Deko eingelassen. Stellfläche und Stauraum bietet der Waschtisch. Im Unterschrank kommt sogar eine 45 Zentimeter breite Waschmaschine zu ihrem Recht.

 

 

Clevere Zusatztipps

Für die Duschabtrennung ist transparentes Material ein Muss. Das dient dem Weitblick. Große Spiegel oder komplett verspiegelte Wände schummeln optisch Platz hinzu. Wer ein Beschlagen durch Wasserdampf fürchtet, lässt sich zum Beispiel im Bereich des Waschplatzes hinter der Spiegelwand eine Elektrofußbodenheizung installieren, lautet ein cleverer Tipp. Ein besonderes Augenmerk unter den Kleinbädern gilt den häufig rund sechs Quadratmeter großen, sogenannten Standard-Schlauchbädern. Dem Schlauchcharakter wird durch das Querstellen der Wanne entgegengewirkt.
Mit Falt- bzw. Faden­stores oder aber dekorativen Bambus­stäben kann man das WC im vorderen Bereich des Raumes separieren und trotzdem den „offenen“ Charakter beibehalten; ein schmales Handwaschbecken vis-à-vis – fertig ist das Gäste-WC. Je nach Präferenz bieten sich in hohen Altbaubädern außerdem deckenhohe Schrank­lösungen eventuell sogar mit Platz für eine 45 Zentimeter breite Waschmaschine an.

Fachmännische Hilfe

Interessenten, die eine Modernisierung ihres Kleinbades in Betracht ziehen, sollten eine von bundesweit rund 2.000 ständigen Badausstellungen besuchen. Die qualifizierten SHK-Profis können Ideen und Wünsche fachmännisch beurteilen, ergänzen und um­setzen. Informationen gibt es außerdem unter www.gutesbad.de.   


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