(K)ein kleines Problem: Maximaler Komfort für Minibäder
In herkömmliche Mini-Bäder lassen sich schlecht separate Duschen einbauen. Das Sanitärhandwerk bietet aber praktikable Lösungen an, beispielsweise machen kleinere Waschbecken Platz für eine Eckdusche. Bei der faltbaren Eck-Duschwand, kann man sogar völlig auf die Duschtasse verzichten. | Foto: Diana BadZu hoch, zu schmal, zu kurz: Viele Bäder haben einen unglücklichen Schnitt und viel zu wenig Quadratmeter. Dennoch muss man bei ihrer Einrichtung nicht gleich klein beigeben.
Etwas Geschick gehört allerdings dazu, denn gerade bei Grundrissen, bei denen es auf jeden Zentimeter ankommt, sind gründliche Überlegungen gefragt. Wer wichtige Grundsätze bei seinen Planungen beachtet, kann ungünstige Verhältnisse positiv beeinflussen und dem Eindruck von Enge entgegenwirken.
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Baden und duschen in einem, die Kombiwanne dabei quer gestellt, ein großzügiger Waschtisch mit Stauraum sowie ein mit Bambusstäben optisch abgetrennter WC-Bereich – das sind die Merkmale, mit denen das rund sechs Quadratmeter |
Helle Farben, dunkles Holz und große Fliesen
So rät der Sanitär-Fachverband zu hellen Farben an Wand und Boden. Sie lassen den Raum größer wirken. Zu den Favoriten zählen neben Weiß auch alle Grau- oder Sandtöne. Möbelfronten in dunkler gemaserten Holzfurnieren oder glanzvoll lackiert in Braunnuancen wie Nuss oder Cappuccino schmeicheln dem Auge und bringen Leben ins Ambiente. Großformatige Fliesen an Boden und Wänden genießen Vorrang gegenüber kleineren Varianten, da sie weniger Fugen erzeugen und Flächen insgesamt homogener erscheinen lassen. Außerhalb der Nassbereiche kann zudem auf eine deckenhohe Verfliesung verzichtet und stattdessen zu wasserabweisendem, mineralischem Putz gegriffen werden. Das trägt zur wohnlichen Atmosphäre bei.
Spezielle Sanitärkeramik mit kompakten Maßen
Markenhersteller bieten spezielle Sanitärkeramik mit geringer Ausladung und kompakten Abmessungen. Kombiwannen laden gleichzeitig zum Duschen und Baden ein und zeigen, dass auch im Kleinbad beides geht.
![]() | Ein Waschplatz dominiert das Schlauchbad bei dieser etwas „zugeknöpfteren“ Planungsvariante. Der Raum wirkt dreigeteilt und erhält dadurch ein „separates“ Gäste-WC. Wer viel Besuch bekommt, weiß das zu schätzen. Das gegenüberliegende Handwaschbecken rundet diese Idee ab. In der raumhohen Vorwandinstallation für das WC wurde eine Nische für Deko eingelassen. Stellfläche und Stauraum bietet der Waschtisch. Im Unterschrank kommt sogar eine 45 Zentimeter breite Waschmaschine zu ihrem Recht. |
Clevere Zusatztipps
Für die Duschabtrennung ist transparentes Material ein Muss. Das dient dem Weitblick. Große Spiegel oder komplett verspiegelte Wände schummeln optisch Platz hinzu. Wer ein Beschlagen durch Wasserdampf fürchtet, lässt sich zum Beispiel im Bereich des Waschplatzes hinter der Spiegelwand eine Elektrofußbodenheizung installieren, lautet ein cleverer Tipp. Ein besonderes Augenmerk unter den Kleinbädern gilt den häufig rund sechs Quadratmeter großen, sogenannten Standard-Schlauchbädern. Dem Schlauchcharakter wird durch das Querstellen der Wanne entgegengewirkt.
Mit Falt- bzw. Fadenstores oder aber dekorativen Bambusstäben kann man das WC im vorderen Bereich des Raumes separieren und trotzdem den „offenen“ Charakter beibehalten; ein schmales Handwaschbecken vis-à-vis – fertig ist das Gäste-WC. Je nach Präferenz bieten sich in hohen Altbaubädern außerdem deckenhohe Schranklösungen eventuell sogar mit Platz für eine 45 Zentimeter breite Waschmaschine an.
Fachmännische Hilfe
Interessenten, die eine Modernisierung ihres Kleinbades in Betracht ziehen, sollten eine von bundesweit rund 2.000 ständigen Badausstellungen besuchen. Die qualifizierten SHK-Profis können Ideen und Wünsche fachmännisch beurteilen, ergänzen und umsetzen. Informationen gibt es außerdem unter www.gutesbad.de.







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