Altersgerechte Badplanung: Am liebsten ohne fremde Hilfe

Artikel vom 10. Mai 2010
Der Sitz bzw. die bodengleiche Wanne für die Dusche oder der Halte-, Stütz- und Klappgriff sorgen für Komfort und Sicherheit bei Gebrechlichkeit, sind aber darüber hinaus für jeden Badnutzer praktisch. | Foto: VDSDer Sitz bzw. die bodengleiche Wanne für die Dusche oder der Halte-, Stütz- und Klappgriff sorgen für Komfort und Sicherheit bei Gebrechlichkeit, sind aber darüber hinaus für jeden Badnutzer praktisch. | Foto: VDS

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Es kommt der Tag, an dem es sich nicht mehr wie ein junger Gott ins Bad hüpfen lässt. Vom „schnell unter die Dusche springen“ ganz zu schweigen.

Und wenn vieles nur noch im Sitzen erledigt werden kann, am Waschtisch jedoch keine Beinfreiheit herrscht, rücken selbst Gegenstände wie Armaturen plötzlich in die Ferne. Deshalb: rechtzeitig Vor­sorge treffen. Nicht zuletzt, weil das, was in Zukunft vielleicht notwendig ist, bereits in der Gegenwart in jedem Fall besseren Komfort und er­höhte Sicherheit darstellt. Genau genommen dreht es sich stets um die Frage, wie man ein Bad bequemer machen und Un­fälle verhüten kann.

Wichtige Sicherheitsmaßnahmen

Fliesen müssen auch nass rutschsicher und der Waschtisch sollte möglichst nicht nur unterfahrbar, sondern auch höhenverstellbar sein. Halte-, Stütz- und Klapp­griffe, die sich zum Teil in jeder beliebigen Position einrasten lassen, erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen am WC. Sitzelemente für Dusche oder Badewanne bieten Komfort und Sicherheit bei Gebrechlichkeit.

Altersgerechte Komfortbäder | Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Altersgerechte Komfortbäder
sollten vor allem über ausreichende Bewegungsflächen und gut ge­gliederte Funktionszonen wie Dusch-, Hygiene- und Pflegebereich verfügen.

Auch an die Thermostaten denken

Das gilt ebenso für die bodengleiche Wanne in der Dusche, die kein Stolperrisiko birgt. Darüber hinaus sollte an leicht erreichbare Ab­lagen für Waschlotion und Schwamm gedacht werden sowie an eine Tür, die nach außen öffnet. Eine Thermostat-Armatur mit Heißwassersperre zählt ebenfalls zu den Sicherheitsmaßnahmen – und ist, sollten die Enkel zu Besuch kommen – nicht nur alters-, sondern auch kindgerecht.

Farbe für klare Orientierung

Farbe ist ebenfalls ein probates Mittel zur attraktiven Gestaltung und erweist sich als sehr wirkungsvoll bei Seheinschränkungen. So dienen kontrastreiche Kombinationen eher einer klaren Orientierung als das fraglos immer noch beliebte „Weiß in Weiß“. Ferner sollten, wenn schon um­gebaut wird, bereits seitens der Installationstechnik wei­tere Veränderungen möglich sein wie die spätere Ausstattung mit einer Notrufeinrichtung oder mit Wärme­elementen.

Der Sitz bzw. die bodengleiche Wanne sorgen für Komfort und Sicherheit. | Foto: VDSIndividuelle Bedarfs­ermittlung vor dem Umbau

Genau diese planerischen Details sind es, die die individuelle Bedarfs­ermittlung durch einen SHK-Profi im Vorfeld einer Badmodernisierung unerlässlich machen. Allen voran kennt er die Fülle von Markenprodukten und Konzepten, um älter werdenden Menschen den Auszug aus zu unbequem gewordenen Wohnungen zu ersparen.

Altersgerechtes Umbauen wird gefördert

Außerdem ein triftiger Grund auf Fachkompetenz zu setzen: Unter dem Titel „Wohnraum Modernisieren“ fördert das Programm „Altersgerecht Umbauen“ der KfW-Bank die Anpassung von Wohnungen an die Bedürfnisse des Alters über zinsgünstige Kredite.
Der barrierefreie Umbau von Bad und WC ist darin über spezielle Förderbau­steine enthalten. Eine Voraussetzung für die Gewährung der Fördermittel: Die Maßnahmen müssen durch ein Fachunter­nehmen durchgeführt werden. Infos: www.kfw-foerderbank.de


Sitz in der Wanne | Foto: www.saniku.deSitz in der Wanne erleichtert das Baden

Körperliche Einschränkungen be­treffen mehr Menschen, als man gemeinhin annimmt. Selbstverständliche Dinge, wie zum Beispiel ein Wannenbad, sind plötzlich nicht mehr möglich. Gut, wenn man über solche Risiken schon bei der Planung des Badezimmers nachgedacht hat. Beispielsweise durch die Wahl und den Einbau einer Wanne mit integriertem Sitz, der bodengleich versenkt und für den bequemen Ausstieg wieder hochgefahren ­werden kann. Diesen Komfort, der gleichzeitig für mehr Sicherheit sorgt, bietet die „Divina“. Der Sitz bewegt sich mithilfe von Wasserdruck, es werden keine elektrischen Anschlüsse benötigt. Die Auf- und Abwärtssteuerung erfolgt durch zwei Drucktasten, jede Bewegung kann durch Loslassen sofort unterbrochen werden. Zur Badewanne gehört außerdem ein elektronischer, seitlicher Türeinstieg aus Sicherheitsglas. Mit geschlossenem Einstieg und versenktem Sitz präsentiert „Divina“ sich als ganz normale Wanne, die auch Haushaltsmit­gliedern ohne körperlichem Handicap eine entspannte Körperpflege garantiert. Infos: www.saniku.de.


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