Bauen mit der Riester-Rente

Artikel vom 30. Juni 2008
Bauen mit der Riester-Rente. | Foto: ShutterstockBauen mit der Riester-Rente. | Foto: Shutterstock

Riester-Rente statt Eigenheimzulage: Wer genug angespart hat, kann sich aus dem eigenen Riester-Vertrag ein zinsloses Darlehen auszahlen.

Die Eigenheimzulage ist gestrichen – und für manche der Traum von den eigenen vier Wänden geplatzt. Wer sein Rentenalter dennoch mietfrei genießen möchte, muss den Plan vom geförderten Wohneigentum nicht unbedingt aufgeben: Riester-Sparer können ihr Konto für die Finanzierung des selbst genutzten Eigenheims anzapfen. Und zwar ohne Zinsen zu zahlen. Attraktiv dürfte diese Möglichkeit für all jene sein, die schon früh mit dem Einzahlen angefangen haben. Ein Durchschnittsverdiener braucht etwa zehn Jahre, um die Mindestsumme von 10.000 Euro für die Entnahme anzusparen. Außerdem lohnt das Modell „Bauen mit Riester“ für kinderreiche Familien, weil der Staat für den Nachwuchs satte Zulagen zahlt: Während ein Single einen Zuschuss von 114 Euro erhält, kassiert eine Familie mit zwei Kindern 504 Euro pro Jahr. So füllt sich das Rentenkonto schneller und es besteht früher die Möglichkeit, die angesparte Summe für die Immobilienfinanzierung zu nutzen. Aber: Bis zum 65. Lebensjahr muss das zinslose Darlehen auf das Riester-Konto zurückgezahlt sein. Ein Wermutstropfen bleibt: Auch wenn das Kapital wieder in den Vorsorgevertrag eingezahlt wird, ist der Betrag über lange Zeit der Verzinsung entzogen. Dabei machen Zinseszinseffekte auch kleine Vorsorgebeiträge im Laufe der Jahre zu einer ansehnlichen Versorgung. Fehlt dieser Effekt, fällt die Rente erheblich niedriger aus.

Wer genug angespart hat,kann sich aus dem eigenen Riester-Vertrag ein zinsloses Darlehen auszahlen. | Foto: Shutterstock

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