Wärme, die aus der Tiefe kommt

Artikel vom 12. August 2008
Erdwärme aus Tiefenbohrungen ist eine gute und effiziente Alternative zu anderen Wärmequellen.Erdwärme aus Tiefenbohrungen ist eine gute und effiziente Alternative zu anderen Wärmequellen.

Bei rund 900 Förderprogrammen kann der normale Hausbesitzer im Förderdschungel manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

Im Neubau gibt es ab 2009 die Pflicht zum Einsatz erneuerbarer Heizenergien

Ab dem 1. Januar 2009 sind erneuerbare Energien im Neubau Pflicht: Häuser, die danach errichtet werden, müssen einen Teil ihrer Heizenergie aus regenerativen Wärmequellen wie etwa der Wärmepumpe gewinnen. Darüber hinaus können die Bundesländer künftig für Altbauten eine Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien einführen. Auch wenn auf Länderebene noch keine konkreten Pläne vorliegen, denken viele Besitzer älterer Häuser darüber nach, wie sie ihre Heizkosten dauerhaft in den Griff bekommen. Wärmepumpen etwa eignen sich ohne weiteres für eine Nachrüstung.

Gute Energieausbeute durch Tiefenbohrung

Beim Neubau stellt das Einbringen von Flächenkollektoren für Erdwärme meist kein Problem dar. Wo aber keine genügend großen Freiflächen zur Verfügung stehen oder ein alter, eingewachsener Garten nicht angegriffen werden soll, rät der Wärmepumpenspezialist Ochsner zum Einbringen von Sonden mit Tiefenbohrung (weitere Informationen unter www.ochsner.de). Der Einbau verlangt kaum Platz, da die Sonden senkrecht in die Erde eingebracht werden. Außerdem ist diese Technik, die entweder die Wärme der Erde oder des Grundwassers nutzt, besonders effizient. Die Temperaturen sind in der Tiefe besonders konstant und liefern daher eine gleichmäßige Wärmeausbeute. Wie bei anderen Wärmemedien auch, lässt sich das Prinzip im Sommer umkehren und das Haus damit kühlen.

Staat stellt Geld für Klimaschutz bereit

Wer erneuerbare Energien wie die Wärmepumpe nutzt, erhält kurzfristig Fördergelder und senkt langfristig die Heizkosten.Besonders effizient sind Wärme- pumpen in Kombination mit Niedertemperatur-Flächenheizungen oder Fußbodenheizungen. Mit Tiefenbohrungen lassen sich mit immer noch vernünftigem Energieeinsatz für die Wärmepumpe Vorlauftemperaturen von bis zu 65 Grad erreichen, die auch für vorhandene Heizkörper ausreichen. Ochsner bietet bis 30. September 2008 eine Bohr-Förderung in Höhe von 550 Euro. Noch lukrativer wird die Technik durch die staatliche Förderung im Rahmen der Klimaschutzanstrengungen. Rund 1,4 Milliarden Euro stellt die Bundesregierung für die energetische Gebäudesanierung bereit, weitere 200 Millionen für das Marktanreizprogramm erneuerbare Energien.

Durchblick im Förderdschungel

Bei rund 900 Förderprogrammen von Europäischer Union, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern kann der normale Hausbesitzer im Förderdschungel manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Überblick verschafft das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in seiner Broschüre "Fördergeld für Energieeffizienz und erneuerbare Energien", die unter http://www,bmu.de heruntergeladen oder angefordert werden kann. Eine Datenbank für Fördermittel finden Interessierte auf der Website http://www.foerderdatenbank.de des Bundes- ministeriums für Wirtschaft und Technologie.

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