Sonnenstrahlen lassen die Kasse klingeln

Artikel vom 11. Mai 2009
Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz gibt es seit dem 1. Januar neue Einspeisevergütungen für Solar­strom: Neue Photovoltaikanlagen bekommen eine um etwas mehr als drei Cent geringere Einspeisevergütung. | Foto: Schott SolarIm Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz gibt es seit dem 1. Januar neue Einspeisevergütungen für Solar­strom: Neue Photovoltaikanlagen bekommen eine um etwas mehr als drei Cent geringere Einspeisevergütung. | Foto: Schott Solar

Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz gibt es seit dem 1. Januar neue Einspeisevergütungen für Solar­strom:

Neue Photovoltaikanlagen bekommen eine um etwas mehr als drei Cent geringere Einspeisevergütung.
PV-Anlagen auf dem Dach produzieren umweltfreundlich Strom und speisen ihn in das Netz ein. „Plant ein Altbaubesitzer eine Solarstromanlage, sollte er vorher Maßnahmen zur Heizkostenminimierung durchführen“, empfiehlt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. Es ist in der Regel besser, zuerst den Heizwärmebedarf des Hauses durch eine sinnvolle Wärmedämmung zu senken. Eine Photovoltaikanlage auf einem ungedämmten Altbau sei finanziell und ökologisch nur die zweitbeste Wahl. Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist am 1. Januar in Kraft getreten. Das Bundesgesetz verpflichtet Energieversorger, Photovoltaikstrom etwa aus Hausdachanlagen vorrangig abzunehmen und 20 Jahre zuzüglich des Jahres der Inbetriebnahme nach festen Tarifen zu vergüten. Die Regelung gilt auch für Windkraft, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse. Die Vergütungen hängen von der Art der regenerativen Energie, vom Jahr der Inbetriebnahme der Anlage und deren Größe ab. 2009 sinkt die Grundvergütung für neu angeschlossene Photovoltaikanlagen mit einer Größe von bis zu 30 Kilowatt von 46,75 Cent auf 43,01 Cent pro Kilowattstunde. 2010 gibt es für neue Anlagen weitere acht Prozent weniger. Die Bundesregierung will durch die Anpassung der Vergütungssätze eine Unter- ebenso wie eine Überförderung verhindern.
Photovoltaikanlagen produzieren umweltfreundlich Strom und sind trotz der geringeren Vergütung eine Investition mit guter Rendite.
Hinzu kommt: 2009 soll es Preissenkungen bei Photovoltaikanlagen geben. Solarstromanlagen können hohe Heizkosten aber nicht senken. Um die Heizkosten zu minimieren, empfiehlt sich eine Fassadendämmung oder auch der Einbau einer Heizung mit den neuesten technischen Standards. Ob dann Solar­thermie zur Erwärmung des Brauchwassers oder sogar zur zusätzlichen Heizungsunterstützung einer Photovoltaikanlage vorzuziehen ist, ist von Haus zu Haus unterschiedlich. Das können am besten qualifizierte Gebäudeenergieberater einschätzen. Vor der Installation einer Photovoltaikanlage loht es sich außerdem, das Dach gründlich auf den neuesten Stand zu bringen. Denn eine Anlage speist mindestens 20 bis 25 Jahre in das Stromnetz ein. Wer in diesem Zeitraum das Dach erneuert, muss die Anlage ab- und wieder aufbauen lassen. Das kostet Geld und die Anlage produziert in der Bauzeit keinen Strom.

Einspeisevergütungen für Photovoltaikanlagen ab dem 1. Januar 2009. | Quelle: Zukunft Altbau


Hier gibt es weiterführende Informationen:

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer unabhängig über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten. www.zukunftaltbau.de Informationen zu Solarstrom und Heizkostenminimierung gibt es bei der kostenfreien Zukunft Altbau-Beratung unter 08000 12 33 33.

Fördermöglichkeiten:

Das Marktanreizprogramm des Bundes fördert Maßnahmen zur
Nutzung erneuerbarer Energien finanziell: www.bafa.de
Eine Zusammenstellung der aktuellen Förderprogramme von Bund
und Land: www.energiefoerderung.de.
Darüber hinaus gibt es Angebote von Kommunen und Energieversorgern.

Allgemeine Informationen zu erneuerbaren Energien:

www.zukunftaltbau.de (Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums BW)
www.kea-bw.de           (Klimaschutz- und Energieagentur BW)
www.bine.info              (Bürger-Information neue Energietechniken)


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