Die besten Tipps zur Grillzeit

Artikel vom 24. August 2009
Grillen unter Freunden | Foto: djdGrillen unter Freunden | Foto: djd

Grillen an einem schönen Sommertag bedeutet Spontanität, Lebens­freude und unge­zwun­genes Zusammensein.

Daher zählt es zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Nichtsdestotrotz gilt auch bei diesem kulinarischen Freiluftvergnügen: Dem einen schmeckt’s, dem anderen stinkt’s.

So gefällt es auch dem Nachbarn

Generell ist das Grillen verboten, wenn unbeteiligte Nachbarn durch das Eindringen von Qualm und Rauch in ihre Wohn- und Schlafräume erheblich belästigt werden. Daneben muss im Allgemeinen ab 22 Uhr die Nachtruhe eingehalten werden, Nachbarn müssen ab diesem Zeitpunkt Lärm und Garten­feste nicht mehr hinnehmen. Die genauen Vorschriften sind von Bundesland zu Bundesland und von Kommune zu Kommune verschieden. Am besten ist es, den Nachbarn einfach zum Grillen einzuladen. Das gemeinsame Vergnügen stärkt die Nach­bar­schaft und kann Streitigkeiten vorbeugen.   

Stichflamme mit schlimmen Folgen

Mehr als 4.000 Mal pro Jahr kommt es in Deutschland beim Grillen zu Un­fällen, die meisten Verletzungen sind Verbrennungen. Besonders häufig sind Kinder die Opfer. Häufigster Grund für Verletzungen ist der bei Holzkohlegrills oft praktizierte Einsatz von flüssigen Brandbeschleunigern wie Benzin oder Spiritus. Wird auf einer Grillparty die Holzkohle mit Spiritus entzündet und durch die Stichflamme ein Gast verletzt, muss der Verursacher über seine private Haftpflicht Schadensersatz und Schmerzensgeld zahlen. Die Versicherung springt immer dann ein, wenn kein Vorsatz vorlag.Grillvergnügen im Sommer | Foto: djd/Quelle


Krebs erregende Stoffe meiden

Wenn Fleischsaft oder Fett in die Glut tropfen und verbrennen, bilden sich Krebs erregende Stoffe, Benzpyrene, die sich mit dem aufsteigenden Rauch am Grillgut ablagern. Mit einer Fettauffangschale aus Alu können Sie dies weitgehend verhindern.

Das Grillgut nicht einpinseln

Vor allem die appetitlich gebräunte Kruste des Grillguts enthält hohe Benzpyrenmengen. Verzichten Sie deshalb möglichst auf das Krusten fördernde Einpinseln mit Bier oder Marinade. Keinesfalls verzehren dürfen Sie schwarz verkohlte Stellen.

Nicht nur für Vegetarier:

Gemüse, Bratlinge und Früchte bekommen durch das Grillen ein ganz besonderes Aroma und sind eine gesunde Bereicherung und Alterna­tive auf dem Rost.

So grillen Sie sicher:

Niemals einen Grill mit brenn­baren Flüssigkeiten wie Benzin, Spiritus, Petroleum, Diesel oder Öl anzünden! Um die Holzkohle sicher in Brand zu setzen, gibt es im Handel zahlreiche Grillanzünder. Als Paste, aus der Flasche, in fester Form. Diese Anzünder sind geprüft – und für sicher befunden worden. Und nehmen Sie sich Zeit. Es kann eine halbe Stunde dauern, bis die Glut heiß genug ist, um das Grillgut aufzulegen.

Grillplatz zielsicher aussuchen

Suchen Sie Ihr Grillplätzchen an einer ebenen und freien Stelle. Halten Sie ausreichenden Abstand zu Gebäuden und Bepflanzung.

Legen Sie Ihre Grillgeräte zurecht:

Wählen Sie nur sicherheitsgeprüfte Grillgeräte aus, die kippsicher sind und keine scharfen Kanten haben. Wasser­eimer oder Feuerlöscher in der Nähe des Grills deponieren. Wegen der Hitze­entwicklung und heißen Fettspritzern sollten Sie Schürze und Grillhandschuhe verwenden. Auch hier sind Kinder wieder besonders gefährdet, denn ihre Gesichter sind genau auf Höhe des Grillfeuers. Deshalb sollten sie nie unbeaufsichtigt sein.    

Gesundes Grillvergnügen

Mageres Fleisch kaufen, zum Beispiel Lende oder Geflügel. Dünne Scheiben schneiden. Diese garen schneller durch und werden nicht so schnell schwarz. Grillen Sie nur "weiße Würste". Fragen Sie Ihren Metzger, ob die Wurst, die Sie kaufen, zum Grillen geeignet ist.    

Olivenöl für Kurzgebratenes

Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollten nicht fürs Grillen verwendet werden. Oliven- und Rapsöl enthalten vorwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren und vertragen daher hohe Grilltempera­turen. Sie sind gut geeignet für Kurzgegrilltes wie Shrimps, Fisch oder Gemüse.
Beliebt: Erdnussöl
Bed. geeignet: Sonnenblumenöl, Maiskeimöl,
Nicht geeignet: Distel-. Kürbis-, Leinöl,
Geheimtipp: Traubenkernöl.


Erste Hilfe bei Verbrennungen

- Löschen (mit Wasser oder einer Decke, nur im allergrößten Notfall mit dem Feuerlöscher).
- Verbrannte Kleidung, sofern sie nicht mit der Haut verklebt ist, entfernen.
- Verbrennungen müssen mindestens 20 Minuten lang mit fließendem, kühlem (nicht eiskalten) Wasser gespült werden. Also: Ab unter die Dusche oder den Gartenschlauch. Das Wasser sollte reichlich fließen.
- Eintauchen, etwa in einen Eimer oder in die Badewanne, ist weniger wirksam (aber besser als gar nichts).
- Kühlen und Spülen bis Rettungsdienst und Notarzt eintreffen.   
- Notruf nicht vergessen! Und: Wenn der Grill Gegenstände oder sogar die Umgebung in Brand gesetzt hat: Feuerwehr rufen!

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