Wassersparen ist kinderleicht
Wasser sparen kinderleicht | Foto: BHW BausparkasseTrinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel – nur 0,3 Prozent der gesamten Wassermasse der Erde sind für den menschlichen Genuss verfügbar!
Wassersparen ist ein ökologisches Muss und zahlt sich obendrein aus.
Im Bundesgebiet ist der Pro-Kopf-Bedarf an Trinkwasser schon seit Jahren rückläufig: 1983 betrug er noch mehr als 145 Liter, heute sind es 127 Liter. Ein positiver Trend, den Mieter und Hausbesitzer mit umweltbewusstem Verhalten und geeigneten Ein- und Umbauten noch verstärken können, denn Wassersparen ist kinderleicht. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:
Duschen statt Baden
Wer ein Vollbad nimmt, statt sechs Minuten zu duschen, braucht 300 Prozent mehr Wasser und verschwendet zusätzliche Heizenergie. Spezielle Wasserspar-Duschköpfe sparen im Vergleich zu normalen Handbrausen noch einmal bis zu 50 Prozent. Kosten: ab ca. 15 bis 35 Euro.
Spartasten einbauen
Bis zu 50 Prozent Wasser spart man mit „WC-Wasser-Stopptasten“. Die verschiedenen Systeme lassen sich problemlos im Spülkasten nachrüsten und kosten ab 5 bis 15 Euro. Auf alle Wasserhähne kann man Durchflussbegrenzer schrauben, die das Wasser mit Luft vermischen. Kosten: ca. 5 bis 8 Euro.
Regenwasser sammeln
„Den Garten sollte man möglichst nur mit Regenwasser gießen“, rät BHW-Expertin Sabine Niemeyer und empfiehlt Regentonnen. Niemeyer: „Mit dem Einbau einer Zisterne könnten Familien pro Jahr sogar bis zu 40 Kubikmeter Trinkwasser sparen.“ Da eine komplette Regenwasseranlage mit Leitungen und Steuereinheit um 4.000 Euro kostet, macht der Einbau vor allem in Mehrfamilienhäusern Sinn. Zum Beispiel bezuschusst die Stadt Bremen Regenwasseranlagen mit bis zu einem Drittel der förderfähigen Kosten (max. 2.000 Euro).
„Grauwasser“ recyceln
Gering verschmutztes Dusch- oder Badewasser heißt in der Fachsprache „Grauwasser“. Mit einer speziellen Anlage lässt es sich auffangen, aufbereiten und erneut benutzen, zum Beispiel für die Toilette, den Garten oder zum Putzen. Grauwasser-Anlagen kosten fertig montiert um 5.000 Euro. Beispielsweise fördert die Stadt Hamburg den Einbau der ressourcenschonenden Haustechnik mit 1.500 Euro pro Anlage.




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