Stromkosten senken
Ängste, nach dem Wechsel des Stromversorgers im Dunkeln zu stehen, sind unbegründet. Nach dem Tarifwechsel meldet sich der neue Lieferant rund zwei Wochen vor Beginn der Stromversorgung noch einmal schriftlich beim Kunden und teilt das Datum des Lieferbeginns mit. Umbauten am Stromzähler oder den Leitungen sind nicht nötig.
Die alljährlichen Preiserhöhungen der Stromversorger fressen die Sparbemühungen nicht nur auf – vielmehr droht sogar noch eine saftige Abschlagszahlung.
Es ist zum Verzweifeln: Da hat man über Monate hinweg mit Messgeräten die heimlichen Stromfresser identifiziert, hat in energiesparende Beleuchtung und elektrische Geräte investiert, hat Stand-by-Funktionen an Fernseher oder Computer abgeschaltet – und dennoch führt die Jahresabrechnung zum mittelschweren Schock.
Strom wird immer teurer. Trotz steigender Gewinne drehen die Versorger die Preisschraube nach oben. Hinzu kommt: Seit diesem Sommer müssen sie ihre Grundpreise nicht mehr vom Wirtschaftsministerium genehmigen lassen. Die Folge: Künftig kann der Saft aus der Steckdose in kürzeren Abständen teurer werden. Deshalb empfehlen Politiker und Verbraucherschutzzentralen, den Anbieter zu wechseln – einfach und risikolos.
Der Tarif macht’s
Den billigsten Tarif für alle gibt es nicht. Entscheidend ist vielmehr der individuelle Verbrauch. Für Singles sind beispielsweise niedrige Festpreise günstig, bei Vielverbrauchern schlagen sich vor allem die Kosten pro Kilowattstunde (kWh) in der jährlichen Rechnung nieder. Auf der Website des Energiekostenberaters www.findhouse.de finden kostenbewusste Verbraucher einen übersichtlichen Tarifrechner, der die günstigsten Anbieter aus den rund 16.000 Tarifen der über 900 Stromanbieter in Deutschland heraussucht.
Als Faustregel gilt:
Single-Haushalte verbrauchen etwa 1.600 kWh pro Jahr, ein Pärchen etwa 2800 kWh und ein Vier-Personen-Haushalt kommt auf etwa 4.000 kWh. Bei Eingabe des Jahresverbrauchs in Verbindung mit der Postleitzahl liefert der Tarifrechner den jeweils günstigsten Anbieter.
Viele Alternativen
Aufgrund der in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen Preise sollte auf Preisgarantien geachtet werden. Damit ist ein gleichbleibender Strompreis für die gesamte Erstlaufzeit des neuen Vertrages gewährleistet. Neu – und damit weniger üblich – sind Tarife, die Vorauszahlungen be- rücksichtigen. Zwar überzeugen die günstigen Konditionen, bieten sich jedoch nur für Haushalte an, die ihren Stromverbrauch relativ genau kalkulieren können. Eine Abweichung von plus/minus 10% im Vergleich zum angegebenen Verbrauch ist vereinbar, eine größere Differenz macht die Vorkasse-Tarife in der Regel unattraktiv. Wird nämlich weniger als vereinbart verbraucht, erhält der Nutzer keine Rückerstattung. Bei höherem Verbrauch wechselt der Tarif in einen vergleichsweise teuren Tarif. Die vermeintliche Kostenersparnis wird zum Bumerang. Interessant für Kosten und Umwelt ist die Entscheidung für Ökostrom. Tarifrechner suchen auf Anfrage auch die Anbieter umweltschonender Stromerzeuger. Erfreulicherweise ist umweltbewusst erzeugter Strom nicht immer teuerer, als die konventionelle Variante.
Risikoloser Wechsel
Ängste, nach dem Wechsel im Dunkeln zu stehen, sind unbegründet. Nach dem Tarifwechsel meldet sich der neue Lieferant rund zwei Wochen vor Beginn der Stromversorgung noch einmal schriftlich beim Kunden und teilt das Datum des Lieferbeginns mit. Umbauten am Stromzähler oder den Leitungen sind nicht nötig.
TippsLieferantenwechselEnergiekostenberater wie die findhouse AG übernehmen den Wechsel des Stromanbieters. Im Internet funktioniert das problemlos mit vier Mausklicks. Kleine und mittelständische Unternehmen werden über individuelle Dienstleistungen bedient, ab einem Verbrauch von 30.000 kWh rechnet sich z.B. eine optimierte Stromkostenberatung.KündigungDie Stromanbieter benötigen in der Regel sechs bis acht Wochen für die Umstellung der Stromversorgung. Wenn der unterschriebene Vertrag bis zum zehnten eines Monats beim neuen Anbieters eingeht, erfolgt die Strom- versorgung in der Regel zum ersten des übernächsten Monats.UmzugWer eine neue Wohnung bezieht und den Strom dort zukünftig von einem günstigeren Stromanbieter beziehen will, sollte die Anmeldung sechs bis acht Wochen vor dem Einzug vornehmen. Ist der Einzug erfolgt, hat der Mieter vier Wochen Zeit den Lieferanten zu wechseln.Sonderkündigungsrecht.Falls der bisherige Stromversorger den Strompreis erhöht, kann ein Sonderkündigungsrecht bestehen. In diesem Fall sollte innerhalb der angegebenen Frist schriftlich gekündigt werden und dem neu ausge- wählten Stromversorger mit dem Anmeldeformular eine Kopie der Kündigung zugesendet werden. |




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