Gesundes Raumklima ohne Sporen

Artikel vom 16. Juni 2008
Planung und Ausführung verschiedener Verfahren zur Bauwerksabdichtung erledigen Sanierungsexperten mit Know-how und Erfahrung. | Foto: IsotecPlanung und Ausführung verschiedener Verfahren zur Bauwerksabdichtung erledigen Sanierungsexperten mit Know-how und Erfahrung. | Foto: Isotec

Auf den ersten Blick harmlos, auf Dauer schädlich für Bausubstanz und Mensch: Schimmel. Über sieben Millionen Wohnungen in Deutschland sind von...

Feuchtigkeitsschäden und ihren Folgen betroffen. Solche Mängel werden oftmals in Form von Kondensationsschäden durch unzureichende Bauphysik wie etwa unterdimensionierte Wärmedämmung und daraus resultierende Wärmebrücken oder auch durch falsches Lüftungsverhalten der Bewohner verursacht. Fehlende Gebäudeabdichtungen sind ebenfalls ein häufiger Grund für das Auftreten von Feuchtigkeitsschäden. Auch Wasserschäden, zum Beispiel nach Rohrbrüchen oder Unwettern, können dazu führen, dass Bausubstanz und Bauteile einen Nährboden für Schimmelpilze bilden und deren Wachstum durch die erhöhte Feuchtigkeit begünstigen. Idealer Nährstoff für Schimmelpilze sind beispielsweise Raufasertapeten oder Hausstaub, die organische Stoffe enthalten.     

Gebäudekondensation auch im Sommer

Im Sommer taucht Schimmel in Gebäuden zudem in Folge von Sommerkondensation auf: Wenn die warme Luft durch das gekippte Fenster in den kühlen Keller strömt, kondensiert die Feuchtigkeit an den Wänden und es entsteht ein unbehagliches, feuchtes Raumklima – die Grundlage für Schimmelbildung. Bei einem Schimmelschaden verteilen sich die Sporen millionenfach im Raum und erhöhen die Raumluftbelastung drastisch.     Besonders bei Kindern und Allergikern mit geschwächtem Immunsystem kann diese Belastung zu Atembeschwerden, Allergien, Infektionen, Kopfschmerzen und zu einer Reizung der Schleimhäute führen. Schimmelpilze gedeihen vor allem an kalten Ecken und Kanten. | Foto: KEA

Analyse des Schimmelschadens

Die Analyse des Schimmelschadens und seiner Beseitigung gestaltet sich komplex und sollte ausschließlich von Fachbetrieben durchgeführt werden.
Das Wichtigste daran:
Zunächst wird die Ursache für den Feuchtigkeitsschaden ermittelt. Nur so lassen sich die nötigen Sanierungsschritte gezielt planen. Der Sachverständige untersucht die betroffenen Gebäude mit Hilfe verschiedener Analysegeräte und berechnen so unter anderem den Taupunkt und ermittelt die Feuchteverteilung. Weitere Möglichkeiten sind die Entnahme von Material- und Luftproben. In einem Speziallabor wird dann der mikrobielle Befall von Bakterien und Schimmelpilzen auf Art und Menge untersucht. Das Ergebnis gibt präzise Aufschluss über das Ausmaß des Schadens und der Belastung im befallenen Bereich des Gebäudes. Für die Lokalisierung versteckter und somit unsichtbarer Schimmelpilze werden bei Bedarf auch geschulte Schim-melspürhunde eingesetzt.
Während der Sanierung ist es in jedem Fall notwendig, den Schimmel komplett und dauerhaft zu beseitigen. Dazu gehört auch, dass der mit Sporen belastete Bereich mit Folienwänden und Schleusensystemen von den
nicht befallenen Bereichen des Gebäudes räumlich getrennt wird. Je nach Schadensfall ist der abgeschottete Teil unter Unterdruck zu setzen. Das verhindert während der Sanierung eine Verteilung der Sporen auf angrenzende Bereiche. So können die Bewohner die unbelasteten Räume auch während der Sanierung weiterhin ohne hygienische Beeinträchtigungen nutzen. Die Entsorgung des ausgebauten Altmaterials geschieht über extra eingerichtete Schleusen. Eine gründliche Feinreinigung und Desinfektion der ehemals befallenen Bereiche ist ebenso Bestandteil des Maßnahmenplans.

Kontrollmessungen

Um zu dokumentieren, dass eine Sanierung erfolgreich durchgeführt wurde, steht final eine Kontrollmessung an. Erst nach dieser sachgerechten und komplexen Schadensbeseitigung können die notwendigen vorbeugenden Maßnahmen gegen erneuten Befall erfolgreich vorgenommen werden.  


Tipps zur Vorbeugung:   

  • Lüften Sie regelmäßig durch Stoß- oder Querlüftung.   
  • Beheizen Sie kühlere Räume nicht durch warme Nachbarräume.
  • Sorgen Sie für eine Gebäude umschließende Wärmedämmung.
  • Stellen Sie keine Möbel an
  • kalte Außenwände bzw. halten Sie für die notwendige Belüftung einen Abstand der Möbel zur Wand von 15 cm ein.   

Tipps zur Bekämpfung:   

  • Untersuchen Sie die Ursachen des Schimmelbefalls.
  • Befeuchten Sie die geschimmelte Stelle vorsichtig, damit sich die Pilzsporen nicht verbreiten und entfernen Sie die befallene Tapete.
  • Lassen Sie die feuchten Stellen wieder austrocknen.
  • Verwenden Sie bei leichtem Befall Alkohol.
  • Beauftragen Sie bei starkem Befall einen Fachmann.  



» Mit Natur gegen Schimmel«

Die Selbstheilungskräfte der Natur zu nutzen ist die gesündeste und dauerhafteste Art, Schimmel in den eigenen vier Wänden zu bekämpfen. Naturkalk entzieht Schimmelpilzen einfach den Nährboden. Frische Luft und angenehmes Raumklima sind die Folge. Kalkfarbe ist dabei die einfachste und schnellste Anwendung von Naturkalk für die Wände. Wer eine etwas rauere Struktur bevorzugt, verwendet Kalkstreichputz. Wenn die Wände etwas uneben sind, benötigt man Kalkfeinputz. Auch bei der farbigen Wandgestaltung bietet Kalk enorme Vorteile, denn Kalk ist Pigment und Bindemittel in einem. Durch Zusatz von natürlichen Erdfarbpigmenten sind mit Kalkfarbe, Kalkstreichputz bzw. Kalkfeinputz wunderschöne, unvergleichliche Farbgestaltungen zu erzielen. Wer wunderschöne, durchschimmernde Lasurtechniken bevorzugt, greift zu Kalklasuren. Reine Kalkfarbe und reine Kalkputze für innen und außen sind insbesondere für Allergiker empfehlenswerte Wandbeschichtungen.    
Infos: www.haganatur.de 

 

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreiben Sie einen Kommentar!

blog comments powered by Disqus

Top Themen

Blower-Door-Test

Bleibt die Wärme auch wirklich im Haus?

Kritische, leckageanfällige Stellen sind beispielsweise Dachfenster oder Bereiche, in denen Kabel und Rohre von innen nach außen geführt werden.
Im folgenden Video der Schweizer Firma SIGA wird der Blower Door Test erklärt.
zum Artikel

Exklusiv


Bitte aktivieren Sie Javascript in Ihrem Browser um diese Seite voll nutzen zu können