Natürliche Dachlandschaften
Begrünte Dächer sind schön und natürlich. Deshalb sind Gründächer überall stark auf dem Vormarsch. Industrie und Gemeinden machen es bereits seit längerem vor.
Und auch in Neubaugebieten sind Gründächer jetzt immer häufiger zu sehen.
Ein guter Grund: teurer Baugrund. Was an Gartenfläche rund ums Haus gespart wird, kommt als Grünfläche auf dem Dach dazu. Warum wertvollen Platz verschenken? Schaffen Sie stattdessen besser begrünten Lebensraum.
Mehr als ein lebloses Kiesdach
Ein begrüntes Dach gibt jedem Gebäude eine besondere Note. Machen Sie Ihr Dach doch auch zu einer duftenden Blumenwiese mit Margeriten, Nelken, Thymian und Lavendel! Das ist bei weitaus mehr Dächern möglich, als Sie vielleicht denken: zum Beispiel bei Garagen, Carports, Anbauten, Schräg- und Flachdächern. Bei überlegter Planung passen sie sich hervorragend als Gründach der Architektur an und ergänzen sie vorteilhaft. So kann etwa aus einer nackten Doppelgarage eine herrliche Dachterrasse werden.
Ökologisch und ökonomisch
Dachbegrünungen sind natürlich schön und haben vielfältige Vorteile – und manche davon sparen sogar Geld: mehr Nutzfläche, längere Lebensdauer, Schutz vor Extremtemperaturen und Witterungseinflüssen, Staub- und Schadstoff-Filter, Wasserrückhalt bis zu 99% des Jahresniederschlags plus Minderung der Abflussspitzen, Klimaverbesserung durch Verdunstung, Gebühreneinsparung bei „gespaltenen“ Abwassergebühren, Wärmedämmung im Winter plus Kühleffekt im Sommer, Lärmminderung und Schutz vor Elektrosmog. Für Bauherren und Renovierer, die gern selbst Hand anlegen, sind Dachbegrünungen bei Garagen und Carports kein Problem. Für Privatkunden bieten viele Hersteller spezielle „Garagenpakete“ mit Einbauanleitung an. Größere Dachgärten sollten besser mit Hilfe eines Fachbetriebs geplant und begrünt werden.
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Checkliste für die Planung und Ausführung der Dachbegrünung1. Dachkonstruktion- Statik prüfen, bei Neubau Statik auf den Gestaltungswunsch abstimmen - Dachneigung: zusätzliche Hilfsvorkehrungen (stabile Traufe etc.) ab ca. 10° - Dachabdichtung: Ist-Zustand feststellen (Wurzelfestigkeit, Mängel und Schäden) 2. Wichtige Fachliteratur und Regelwerke - Flachdachrichtlinien, Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. (ZVDH) - Dachbegrünungsrichtlinie, Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) - Fachinformationen des Deutschen Dachgärtner Verbandes e.V. (DDV) 3. Genehmigung und Förderung - Extensivbegrünung: in der Regel genehmigungsfrei - Intensivbegrünungen / Dachgärten: meistens genehmigungspflichtig - Kommunale Fördermöglichkeiten beim DDV nachfragen 4. Dachbegrünungstyp - Extensive Dachbegrünung, einfache Intensivbegrünung oder Intensivbegrünung/Dachgarten mit Nutzung? 5. Zusatzfunktionen - Wärmedämmung, Regenwassernutzung, Kombination mit Solaranlagen 6. Systemaufbau - Systemaufbau auf Dachkonstruktion, Dachbegrünungstyp und Pflanzenauswahl abstimmen 7. Materialbeschaffung und Verarbeitung - Fachhändler- und Fachbetriebsliste: www.dachgaertnerverband.de - Bester Zeitpunkt für die Angebotserstellung: Winterhalbjahr - Bester Zeitpunkt für die Ausführung: April-September 8. Pflanzenauswahl - Extensivbegrünung: Pflanzenarten der Mauer- und Trockenrasengesellschaften - Intensivbegrünung: kaum Einschränkungen 9. Begrünungsmethoden (Extensivbegrünung) - Saatgut/Sprossenaussaat/Flachballenpflanzen/Vegetationsmatten - Pflanztermin Frühjahr-Herbst, beste Anwachsergebnisse Mai/Juni 10. Pflege der Dachbegrünung - Extensivbegrünung: nach der Fertigstellungspflege 1-2 Kontrollgänge pro Jahr - Intensivbegrünung: Pflegemaßnahmen wie bei einem normalem Garten Planungshilfen Infos über Fördermöglichkeiten, Kosten, Planungshilfen, Fachbetriebe und vieles mehr gibt es kostenlos bei der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung: Telefon: 0 71 52 / 35 30 03, infoline@fbb.de |





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