Ökologische Baustoffe
Natürlich und gesundes Wohnen
|(Foto: Zack)Umweltprobleme, die heute nicht entstehen, müssen wir morgen nicht lösen! Es ist also auch beim Bauen erforderlich, natürliche Ressourcen zu schonen, Energie sparsam einzusetzen, Abfälle zu vermeiden und so wenig Schadstoffe wie möglich an die Umwelt abzugeben.
Wer heute baut, baut umweltbewusst. Bei der Planung der eigenen vier Wände an Gesundheit und Umwelt zu denken, ist für die bundesdeutschen Bauherren mittlerweile selbstverständlich. Natürliches Bauen bringt mehr Wohn- und Lebensqualität und garantiert in Verbindung mit modernen Techniken beträchtliche Energie- und Kostenersparnis. Baustoffe und Einrichtungsgegenstände die beispielsweise das "natureplus"-Siegel erhalten, müssen strenge Kriterien erfüllen:
- Sie müssen zu min. 85 % aus nachwachsenden und/oder mineral. Rohstoffen bestehen.
- Umwelt- und gesundheitsbelastende Einsatzstoffe sind verboten (Volldeklaration).
- Geringer Energieverbrauch und niedere Emissionen bei der Herstellung und Nutzung.
- Angabe sämtlicher Inhaltsstoffe auf der Verpackung (Volldeklaration) und besondere Hinweise für Allergiker.
- Ökologisch optimierte Verpackung.
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Flachs-DämmstoffeDer natürliche Baustoff Flachs ist eine alte Nutzpflanze, die schon 4000-5000 Jahre v. Chr. als Lebensmittel, für Kosmetika und Farben oder als textiler Rohstoff verwendet wurde. Flachsfasern besitzen eine relativ geringe Elastizität. Deshalb wird dem Dämmstoff eine Stützfaser aus Polyester beigemischt, wie sie auch in der Textilindustrie verwendet wird. Sie verleiht dem Produkt ein gutes Rückstellvermögen und bindet außerdem die Flachsfasern. Das Material kann Feuchtigkeit gut regulieren, fault jedoch, wenn es zu lange durchfeuchtet wird. Flachs wird als Vlies bis zu einer Stärke von100 mm hergestellt und wie Schafwollvlies zur Dach- und Deckendämmung verwendet. Borax stellt den Brandschutz sicher. Eine Wiederverwendung des Materials ist problemlos möglich. | SchafwolleIm Handel wird reine Schafschurwolle in Form von Vliesbahnen angeboten, Schafwoll-Filzen ist Altwolle beigemischt. Sie hat einen sehr guten Dämmwert, durch Zusatz von Boraten als Flammschutzmittel ist das Material der Brandschutzklasse B2 zuzuordnen. Das Salz dient darüber hinaus auch zum Schutz vor Insektenbefall. Gegen Schädlinge setzen die meisten Hersteller aber ein Harnstoffderivat wie Sulcofuron ein. Schafwolle reguliert durch ihre Fähigkeit, Wasserdampf schnell aufzunehmen und wieder abzugeben die Luftfeuchtigkeit im Haus. Sie ist nicht brennbar, sondern schmilzt nur und rußt mäßig. In der Handhabung ist dieser Stoff mit den herkömmlichen Mineralfasermatten vergleichbar und empfiehlt sich vor allem für die Dach- und Deckendämmung. Schafwoll-Vlies-bahnen können nach dem Ausbau wieder verwendet werden. |
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GesundheitsparkettZum Wohlfühlen gehört einfach alles, was gut tut. Und vor allem ein gesundes Zuhause. Denn gerade das Wohnumfeld sollte heute möglichst frei sein von negativen Umwelteinflüssen und Belastungen. Zur Herstellung des Gesundheitsparketts dürfen deshalb nur Hölzer verwendet werden, die den höchsten Maßstäben an umwelt-gerechter und gesundheitsverträglicher Forstwirtschaft entsprechen. Und noch mehr: Das Holz muss aus überwachtem und F.S.C.-zertifiziertem Anbau stammen. Das F.S.C. ist ein weltweites Prüfsystem für Holz aus kontrolliert umweltgerechter und sozial verträglicher, nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Ursprünglich für den Schutz der tropischen Regenwälder geschaffen, garantiert es jetzt einen ökologischen Anbau ohne chemischen Dünger oder jede Art von chemischer Schädlings- bekämpfung. In der Fertigung werden die Hölzer nur mit umweltfreundlichen und lösemittelfreien Versiegelungen und Öl-Wachs-Systemen behandelt. Das Holz alleine macht allerdings noch keinen Parkettboden. Das Gesundheitsparkett ist ein Bodenbelag ohne Risiken und Nebenwirkungen. Es wird unter höchsten Qualitätsmaßstäben hergestellt und alle Materialien, Klebstoffe und Versie- gelungen unterliegen strengen gesundheitlichen Anforderungen. | Ökologisch:Lehm ist ein Rohstoff, der mit denkbar wenig Aufwand zum Baustoff veredelt wird. Er wird nicht gebrannt und nicht chemisch behandelt, er ist Erde, mit der man bauen kann. Lehm ist sauber und preiswert, auch für die Zukunft.Technologisch:Lehmbaustoffe bilden ästhetische und lebendig wirkende sturkturierte Oberflächen. Sie sind offenporig und hygienisch, absorbieren Luftfeuchte und wirken angenehm warm. Lediglich mit natürlichen Farben behandelt sind sie dauerhaft schön für alle Sinne.Werthaltig:Lehmbaustoffe sind für die Sanierung historischer Gebäude ideal geeignet. Alte Wände müssen nicht entkernt werden. Althergebrachte Oberflächen können erhalten werden und mit ihnen der Charme des Hauses. Reparatur statt Totalsanierung. Und das mit einem Baumaterial, das zu den ökologisch hochwertigsten zählt.Handlich:Lehm bindet nicht chemisch ab, er erreicht seine Festigkeit allein durch die Trocknung. Das macht ihn zu einem geduldigen Baustoff, der sich auch von Amateuren des Bauhandwerks verarbeiten lässt. Das spart Kosten und garantiert Spafl an den eigenen Wänden. | |
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| Bei dem Granulat handelt es sich um einen Baustoff, der im Extrusions- verfahren aus pflanzlichen Rohstoffen (speziell Roggenschrot und -kleie) und naturnahen mineralischen Zusätzen wie Kalk und Wasserglas hergestellt wird. Der diffusionsoffene Dämmstoff kann sowohl zur Wärmedämmung als auch Trittschalldämmung in Hohlräume von Dächern, Decken und Wänden einge- schüttet oder eingeblasen werden. Ideal ist der Einsatz in der Kombination mit Holzbauelementen. Das Granulat wird ohne Konser- vierungsstoffe, wie z.B. Borverbindungen bzw. Pestizide und Schwer- metallverbindungen hergestellt und ermö- glicht so eine einfache und umweltfreundliche Entsorgung. Weitere Vorteile dieses angenehm duftenden Materials sind die umwelt- verträgliche Herstellung mit niedrigem Energieaufwand aus heimischen Rohstoffen. |






Das Granulat 


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