Ökologische Baustoffe: Allergikergerecht wohnen

Artikel vom 20. Mai 2010
Mineralischer Mörtel: Mit mineralischem Mörtel verputzt, sind alle Innenflächen des Hauses atmungs­aktiv und wirken sich daher ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit der Innenräume aus. Das vermeidet Kondensationsfeuchtigkeit, die die Bildung von Schimmel unterstützen könnte. | Foto: www.mineralisch.deMineralischer Mörtel: Mit mineralischem Mörtel verputzt, sind alle Innenflächen des Hauses atmungs­aktiv und wirken sich daher ausgleichend auf die Luftfeuchtigkeit der Innenräume aus. Das vermeidet Kondensationsfeuchtigkeit, die die Bildung von Schimmel unterstützen könnte. | Foto: www.mineralisch.de

Wenn von nachwachsenden Baustoffen die Rede ist, denken die meisten Menschen an Holz. Dies ist aber keineswegs der einzige nachwachsende Rohstoff, der beim Bauen und Sanieren zum Einsatz kommen kann.

Natürlich gewachsene Materialien finden in so gut wie allen Gewerken des Hauses Verwendung.     
Für die Dämmung eignet sich eine Vielzahl von Faserpflanzen: Flachs, Hanf, Schilf, Kork, Schafwolle, Stroh und sogar Wiesengras werden heute verarbeitet. Als Bodenbelag kommen neben Holz auch Kork, Teppiche aus Wolle und anderen Tierhaaren oder Pflanzenfasern etwa aus Kokos oder Sisal in Frage. Auch Linoleumbeläge, deren Hauptzutat Leinöl ist, zählen zu den „nachwachsenden“ Böden. Farben, Lacke und Imprägnierungen aus überwiegend nachwachsenden Zu­taten können heute ebenso gute Haltbarkeits- und Ver­witterungs­eigenschaften erreichen wie lösemittelhaltige Produkte.
Selbst zum Verputzen gibt es neben Lehm und Mineralputzen auch Werkstoffe mit Pflanzenanteil - Naturfaserputz mit Baumwolle etwa, der sich durch hohe Widerstandsfähigkeit und Reparaturfreundlichkeit auszeichnet. Last but not least ist Holz eine Alternative zu Stein und anderen mineralischen Baustoffen, wenn es um die Konstruktion des Baukörpers selbst geht.

Gut für die Umwelt und das Raumklima

Natürliche Baustoffe stammen meist aus einheimischer Produktion, was lange Transportwege vermeidet. Weniger Energie als bei Kunststoffschäumen, Mineralwolle oder bei hohen Temperaturen gebrannten Materialien kommt bereits bei ihrer Erzeugung zum Einsatz.    
Bei Bauherren beliebt sind die Natur­materialien aber vor allem dank ihrer baubiologischen Eigenschaften. Nachwachsende Rohstoffe ha­ben von Natur aus keine schäd­lichen Emissionen und wirken sich positiv aufs Raumklima aus. So gut wie alle Naturmaterialien sind atmungsaktiv, diffusionsoffen und feuchtigkeitsregulierend, was ein gesundes Raumklima zur Folge hat.
Unabhängige Informationen
Mit der Entscheidung, welche Materialien sich für welchen Einsatz­zweck eignen, sind viele Bauherren überfordert. Die FNR, gegründet auf Initiative des Bundesministeriums für Er­nährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), gibt unter: www.natur-baustoffe.info, Tel. 03843-6930-180 hersteller­unabhängige Informationen zu allen gängigen Naturbaustoffen und nennt Ansprechpartner für eine persönliche Beratung.    


Ton-Edelputz | Foto: www.emoton.atMarmor-Edelputz | Foto: www.volimea.de
Ton-Edelputz - Emoton
Er gehört zu den traditionsreichsten und modernsten Baustoffen. Vorteile: Je höher der Tonanteil im Putz, desto besser ist seine Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen (Sorption) und Schadstoffe zu binden. Mehr: www.emoton.at www.lehmbausysteme.de
Marmor-Edelputz Volimea
Alle Bestandteile dieses Marmorputzes sind naturrein. Daher ist diese Wandbeschichtung auch diffusions­offen und feuchtigkeitsregulierend, was ein angenehmes, gesundes Raumklima zur Folge hat. Weitere Informationen: www.volimea.de
Glasgewebe | Foto: www.caparol.deLehmputz-Bausystem | Foto: www.naturbo.de
Glasgewebe - Capaver
Das stabile Gewebe kann kleinere Risse überbrücken, wenn keine Bewegungen des Untergrundes mehr zu erwarten sind. Druckempfindliche Untergründe werden durch einen Glasgewebewandbelag unempfindlicher gegen Druck und Stoß. Infos: www.caparol.de
Lehmputz-Bausystem
„naturbo“ bringt die ökologischen und gesunden Vorteile von Lehmputz ins Haus. Die vorbereiteten Platten werden mit komplett ausgetrocknetem Oberputz geliefert, lediglich die Flachkanten müssen ausgespachtelt werden. Mehr unter: www.naturbo.de
Wasserverdünnbarer Lack | Foto: www.schoener-wohnen-farbe.deDämmstoff Thermo-Hanf | Foto: www.thermo-hanf.de
Wasserverdünnbarer Lack
Bestnoten in dieser Disziplin erhielt der Weißlack seidenmatt von „Schöner Wohnen Farbe“, der auch in der Gesamtwertung auf den vorderen
Plätzen landete. Seine Gesundheits- und Umwelt­eigenschaften und die Witterungsbe­ständigkeit waren den Testern je ein „sehr gut“ wert, und preislich zählte er ebenfalls zu den
Klassenbesten. Mehr Informationen zum Lack: www.schoener-wohnen-farbe.de
Dämmstoff Thermo-Hanf
Eine gute Isolierung sollte aber auch das Klima in den Innenräumen positiv beeinflussen. Ideal sind daher natürliche Dämmstoffe wie etwa Thermo-Hanf, die keinerlei Emissionen abgeben und als Puffer für Luft-
feuchtigkeit wirken. Hanf ist bereits bei der Erzeugung umweltfreundlich, denn er stammt aus einheimischem Anbau, die anspruchs­lose Pflanze gedeiht selbst auf schlechten Böden ohne künstliche Düngung. Infos www.thermo-hanf.de
Korkboden | Foto: www.granorte.deKorkboden
Eine Verführung barfuß zu gehen - wohnlich, robust, fußwarm - ein Korkboden ist genau das Richtige
für strapazierte Füße. Kork hat eine besonders gelenkschonende Bodenqualität mit hohem Lauf­komfort. Durch die antistatische Wirkung und die hygienischen Qualitäten verbessert der Belag das Raumklima. Kork-Info-Paket erhalten Sie kostenlos von: info@granorte.de, www.granorte.de

 

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