Welche Bausteine wählen?

Artikel vom 30. Juni 2008
Ein massiv gebautes Haus ist hierzulande noch immer die meistgebaute Gebäude-Form. | Foto: SchlagmannEin massiv gebautes Haus ist hierzulande noch immer die meistgebaute Gebäude-Form. | Foto: Schlagmann

Traditionell wird in Deutschland mit der Stein-auf-Stein-Methode gebaut. Ein massiv gebautes Haus ist hierzulande noch immer die meistgebaute...

Gebäude-Form, in den alten Länder wurden und werden mehr als 80 Prozent aller Neubauten auf diese Weise erstellt. Doch mit welchem Material, sprich mit welchem Baustein gebaut werden soll, ist bei vielen Bauherren oft eine reine Glaubensfrage. Hier tut Aufklärung not.

Anforderungen

Die Wände eines Hauses müssen vielfältige Aufgaben erfüllen. Dies gilt besonders für die Außenmauern.

Standsicherheit und Tragfähigkeit

Wände müssen die Lasten ihres eigenen Gewichts, das Gewicht der Decke, der Mauern oberer Stockwerke und des Dachs tragen und sicher bis zum Baugrund abführen. Die Außenmauern müssen zudem Windkräfte aufnehmen und im Winter hohen Schneelasten standhalten. Als tragende Elemente sind sie in ein statisch-konstruktives Gesamtsystem mit den Innenwänden eingebunden.

Schutz vor Feuchtigkeit, Korrosion und Schmutz

Die Außenwände sollen das Haus insbesondere gegen Feuchtigkeit schützen. Durchfeuchtete Außenwände sind der ideale Nährboden für Schimmelpilze und können weitere Bauschäden verursachen. Als Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit dient eine Sperrschicht, üblicherweise eine Bitumenpappe, die für alle Wohngebäude vorgeschrieben ist. Ein Gebäude muss auch möglichst schnell austrocknen, wenn gravierende Schäden vermieden werden sollen.

Bauphysikalische Aufgaben

Außenmauern sollen besonders auch Wärmeverluste vermeiden und gleichzeitig ein Aufheizen des Hauses verhindern. Massivbaustoffe gewährleisten hier einen optimalen Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich und haben überdies eine gute Speicherkapazität. Die am häufigsten verwendeten Bausteine wollen wir hier kurz vorstellen:

Kalksandstein. | Foto: Leipfinger-Bader

Kalksandstein
Aus Kalk, Sand und Steinmehl besteht der Kalksandstein. Die Rohmasse wird bei der Herstellung gepresst und unter Dampfdruck ausgehärtet. Auch der Kalksandstein ist sehr druckfest und weist beim Schallschutz gute Werte aus. Vorteilhaft wirkt sich darüber hinaus seine Veranlagung zur Wärmespeicherung aus. Im Vergleich zu anderen Steinen bringt er relativ viel Gewicht auf die Waage (guter Schallschutz). Infos bei: www.leipfinger-bader.de

Poroon T9. | Foto: Schlagmann

Poroton T9
Sie bieten ideale Voraussetzungen für gesundes Wohnen, da sie aus natürlichen Materialien bestehen und ohne den Zusatz von Chemikalien hergestellt werden. Ziegel sind absolut frei von Allergenen und Schadstoffen. Ziegel ermöglichen eine in jeder Hinsicht langlebige Wandkonstruktion. Zu den hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften des Ziegels zählen ein effizienter Schallschutz sowie eine hohe Feuersicherheit. Informationen bei: www.schlagmann.de

Porenbeton. | Foto: Porit

Porenbeton (Ytong)
Der Stein besteht aus quarzhaltigem Sand und Zement (wahlweise Kalk) Bei etwa 200 Grad wird die Rohmasse gehärtet. Im Brandschutz und in der guten Wärmedämmung liegen die Pluspunkte des Porenbetonsteines. Auf Grund seiner porigen Konsistenz liegt er leicht in der Hand und kann somit einfach an Ort und Stelle gebracht werden. Um den Stein auf die richtige Größe zurechtzustutzen bedarf es lediglich einer Handsäge. Informationen unter: www.porit.de

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