Wohnen im Wandel der Zeit
Ein Haus für drei Generationen

Artikel vom 01. Februar 2008

Die Erschließung der Hauptwohnung ist im Verbindungsaufbau mittig angeordnet, die Einliegerwohnen wird seitlich betreten

Foto: Häuser Kneer

Dominiert wird das Erdgeschoss durch das fast 50m2 große "Wohnzimmer"- Dreh- und Angelpunkt der Familie

Foto: Häuser Kneer

(Foto: Häuser Kneer )

(Foto: Häuser Kneer )

Das Ziel war den Bauherren von Anfang an klar: Sie wünschten sich ein Mehrgenerationenhaus für sich und ihren achtjährigen Sohn sowie für die bei ihnen lebende Großmutter.

 

Es sollte auf die Bedürfnisse aller Bewohner zugeschnitten sein und sich im Laufe der Jahre flexibel den veränderten Lebensumständen anpassen können.

 

Wichtigste Aufgabe des Architekten Dipl.-Ing. Klaus Huber aus Ottobeuren war bei diesem Projekt, neben der gewünschten räumlichen Nähe, auch genügend Freiraum und Selbstständigkeit  für die einzelnen Familienmitglieder zu schaffen. So hat er nicht einfach eine Einliegerwohnung im Haupthaus integriert, sondern durch eine geschickte Grundrissanordnung zwei unabhängige Wohneinheiten entworfen, die im Inneren durch einen Zwischenbau miteinander verbunden sind. Der Neubau wurde an der Stelle errichtet, an der seit den 30er Jahren das Haus der Großmutter gestanden hatte.   

Seniorengerecht wohnen

War die bewusste Trennung und die Eigenständigkeit der beiden Wohneinheiten einer der wichtigsten Entwurfgedanken, sollte sich
das Haus im Falle einer Pflegebedürftigkeit der Großmutter doch
schnell und unproblematisch den neuen Anforderungen anpassen.
Aus diesem Grund wurde das Erdgeschoss der Einliegerwohnung
altengerecht gestaltet, mit stufenlosen Zugängen, einem hellem und freundlichem Schlafzimmer zur Gartenseite sowie einem rollstuhlgerechten Sanitärbereich. Ein direkter Zugang vom Haupthaus über den Verbindungsbau sorgt im Ernstfall für rasche Hilfe. Das Dachgeschoss im „Nebenhaus“ präsentiert sich als großer offener Raum mit Küchenbereich, WC, Schlafzimmer und Balkon und kann im Bedarfsfall als eigenständiger Wohnbereich für eine(n) Pfleger/in umfunktioniert werden.

Schöne Materialien

Neben der gut durchdachten Grundrissorganisation war die Wahl von schlichten und natürlichen Materialien, die optisch gut miteinander harmonieren, ein weiterer wichtiger Aspekt. Das zeigt sich bereits in der Gestaltung des Außenbereiches: Gemeinsam entwarfen Bauherrin, Architekt und Gartenplaner einen natürlichen Schwimmteich, der sich wie ein Biotop nahtlos in die Natur einfügt. Eine um das Haus herumlaufende Holzterrasse verbindet gekonnt Wohn- und Gartenbereich und macht den Teich wie von einem Holzsteg direkt zugänglich.

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreiben Sie einen Kommentar!

blog comments powered by Disqus

Top Themen

Exklusiv


Bitte aktivieren Sie Javascript in Ihrem Browser um diese Seite voll nutzen zu können