Zum Haus gehört ein Keller
Wärmedämmung des Kellers | Foto: Knecht KellerEin Untergeschoss bietet zu geringen Mehrkosten wertvolle Zusatzflächen, die die Lebensqualität erheblich steigern.
Kein Wunder, dass nur 25 % aller Ein- und Zweifamilienhäuser ohne Keller gebaut werden und dreiviertel der Bauherren später bedauern, auf den Keller verzichtet zu haben. Die Entscheidung gegen ein Untergeschoss sollte deshalb sorgfältig durchdacht werden. Korrigieren lässt sich diese Fehlentscheidung nicht.
Was bietet ein Keller?
Sicherlich benötigt heute niemand mehr einen Kohlenkeller. Freiräume für eine eigene Sauna, Fitnessgeräte, Wellness mit großem Wirlpool, Solarium und Leseecke dagegen wünschen sich viele Hausbesitzer. Ein Keller erfüllt diese Wünsche besonders preisgünstig.
Platz fürs Heimbüro
Immer mehr Berufstätige wollen oder müssen regelmäßig zu Hause arbeiten. Im Wohnzimmer ist bei laufendem Fernseher oder spielenden Kindern – konzentriertes Arbeiten nur schwer möglich. Ein eigenes Arbeitszimmer im Keller ist die ideale Lösung.
Gästezimmer
Ein Gästezimmer erleichtert die Unterbringung von Freunden, ohne dass Kinder ihr Reich räumen müssen. Hierhin können sich Familienmitglieder, wenn sie einmal Ruhe brauchen zum Lesen, Fernsehen usw. zurückziehen.
Spielraum für Kinder
Für großzügige Kinderzimmer fehlt in den Obergeschossen häufig der Platz. Ein Spielraum im Untergeschoss ist eine familienfreundliche Lösung. In ihm können Kinder bei schlechtem Wetter laut toben oder Geburtstage feiern, ohne Eltern und Nachbarn übermäßig zu nerven!
Hausarbeit und Hobby
Waschen und bügeln kann auch im Wohnzimmer oder in der Küche stattfinden. Bewohner von Etagenwohnungen haben auch selten eine andere Wahl. Hausarbeit und Hobbies machen erst richtig Freude, wenn Autorenn- und Modelleisenbahnen stehen oder im Hauswirtschaftsraum angefangene Arbeiten liegen bleiben dürfen, laute Musik keinen stört, eine Werkstatt oder Platz für Töpfern und Modellbau zur Verfügung steht.
Haustechnikraum
Energiesparendes Bauen verlangt eine aufwändige Haustechnik. Im Untergeschoss sind Hausanschlüsse, Lüftungsanlagen mit Wärmetauscher, Wärmepumpen, Regenwasser- speicher, zentrale Staub- saugeranlagen usw. preiswert und akustisch vom Wohnbereich getrennt untergebracht. Eine Therme kann notfalls unterm Dach liegen, ein Warmwasserspeicher kaum, ein Öltank schon gar nicht.
Zusätzlicher Lagerraum
Schließlich sollte kein Hauskäufer oder Bauherr unterschätzen, wie sehr ausreichender Lagerraum das Leben erleichtert. Im Keller lassen sich Sportgeräte für Sommer und Winter oder Getränke, eben alle Dinge, von denen man sich nicht trennen mag, frostsicher und witterungsgeschützt lagern. Wirtschaftliches Denken verbietet regelrecht, dafür die teure Fläche in den Wohngeschossen zu nutzen.
Sorgfältige Planung
Prüfen Sie sorgfältig Ihren zusätzliche Raumbedarf, bevor Sie sich gegen den Keller entscheiden. Und planen Sie diese Räume ebenso sorgfältig wie die übrigen Geschosse. Elektroinstallation, Radio, TV, Internet, Sanitäreinrichtungen und Beheizung sollten vorgesehen oder wenigstens vorbereitet werden.
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Das Institut für Bauforschung berechnete die Kosten für den 97,8 m2 großen Keller eines freistehenden Einfamilienhauses. Da der Keller hochwertig genutzt werden sollte, rechneten die Wissenschaftler einen Rundum-Wärmeschutz ein. Der vorliegende Vergleich zeigt die teuerste Variante: Keller im Grundwasser und die günstigste Variante: Hochkeller ohne Grundwasser. Alternativ wurde berechnet, was eine Grundplatte mit den dann erforderlichen Zusatzflächen kosten würde. Zwischen den berechneten, extremen Varianten liegen viele Abstufungen. Konkrete Planungen des jeweiligen Einzelfalles werden deshalb immer zu etwas anderen Ergebnissen führen. |
Realistisch rechnen
Ein einfach ausgeführtes Untergeschoss für ein Einfamilienhaus kostet etwa 35.000 EUR. Das sind aber nicht die echten Mehrkosten zu einer Bodenplatte. Bei deren Berechnung sind die bei nicht unterkellerten Gebäuden entstehen Zusatzkosten abzuziehen, für:
- Kellerersatzraum
- frostsichere Flächen in den Wohngeschossen für Hausanschlüsse,
Wasch- und Trockeneinrichtungen, Heizung, Getränkelagerung usw.
- aufwändige, frostsicher gegründete Fundamente. Je nach Region
zwischen 80 cm und 120 cm. Boden- und Geländeverhältnisse können
noch tiefere Gründung erfordern
- wärmegedämmte Bodenplatte
- zusätzliche Dämmmaßnahmen an Anschlussleitungen
im frostgefährdeten Bereich
Außerdem verbrauchen Kellerersatzräume Grundstücksfläche. Sie schränken auf kleinen Grundstücken Grünfläche ein und pflastern Boden zu.
Variante 1: Hochkeller außerhalb des Grundwassers |
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Bei niedrigem Grundwasserstand genügt eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte. Bei weniger durchlässigen Böden, z.B. Lehm, muss das Regenwasser über eine Dränage versickern. Lassen es die Bauvorschriften zu, sollte der Keller etwas aus dem Boden herausragen. Das verbessert deutlich die Kellerbelichtung. |
Variante 2: Keller im Grundwassers |
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In vielen Baugebieten steht das Grundwasser so hoch, das mit drückendem Wasser zu rechnen ist. Eine bewährte Lösung sind Keller aus Wasser undurchlässigem Beton (WU-Beton). Damit das Wasser bei extremen Hochwasser nicht durch die Kellerfenster fließt, wurden wasserdichte Lichtschächte oder wasserdichte Kellerfenster vorgesehen. |
Variante 3: Grundplatte statt Keller |
Hat das Haus keinen Keller, braucht es Kellerersatzräume außerhalb des Hauses und frostsichere Zusatzflächen innerhalb des Hauses. Für die erforderlichen |







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