So bleiben Keller trocken

Artikel vom 26. April 2010
Mit einem Keller gewinnt ein Haus nicht nur mehr Lebensraum | Foto: proKellerMit einem Keller gewinnt ein Haus nicht nur mehr Lebensraum | Foto: proKeller

Hochwertig nutzbare Keller erweitern den Lebensraum: Hier finden Familien Platz für Hobbys, Fitness, Arbeit, Spielen usw.

Allerdings müssen erstens die Abdichtung gegen Wasser von außen und zweitens der Tau­wasser­schutz gegen Feuchte von innen stimmen. Die heute am Markt erhältlichen Abdichtungssysteme garantieren bei fachgerechter Verarbeitung immer, dass Keller auf Dauer dicht sind. Für gemauerte Keller empfehlen sich kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen und bei entsprechenden Bodenverhältnissen eine Dränage – dies vervollständigt die Abdichtung.

WU-Beton – Weiße Wanne

Eine Alternative, vor allem bei hohem Grundwasserstand, ist ein Keller aus WU-Beton, eine sogenannte „weiße Wanne“. Durch besondere Betonmischungen und Verarbeitung wird der Beton wasser-undurchlässig (WU) gemacht. Wasserdichte Kunststoff- oder Betonlichtschächte verhindern, dass Wasser über die Fenster in den Keller eindringt. Ihre Abflüsse sind mit Ventilen ausgestattet, die bei zu hohem Grundwasserabstand selbstständig schließen. Lichtschachtabdeckungen aus Sicherheitsglas halten Regenwasser und Schmutz fern.

Schwachstelle Anschlussleitungen

Eine Schwachstelle können durch die Kellerwand geführte Haus­anschlussleitungen sein. Sicherheit bieten Hauseinführungssysteme für Gas-, Wasser-, Elektroinstallation und Telekommunikation. Ist bei Hochwasser oder starken Regenfällen die Abwasserkana­lisation überlastet, kann selbst bei sonst niedrigem Grundwasserstand das Kanalwasser in den ­Keller zurückstauen. Davor schützen automatische Rückstausicherungen, die den Keller zum Abwasserkanal abschotten.

Schwitzwasser verhindern

Ursache der Feuchtigkeit muss nicht eine fehlerhafte Abdichtung, sondern kann zu geringer Wärmeschutz sein. Wichtig ist es deshalb auch, Schwitzwasser von innen zu verhindern. Nur ausreichend warme Oberflächen verhindern, dass sich der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf wie auf einem kalten Spiegel niederschlägt. Auf feuchten Flächen siedelt sich schnell Schimmel an. Die Folge ist die typische muffige Luft in alten Kellern. Ein Mindest­wärmeschutz ist auf jeden Fall einzuhalten, um Tau­wassernieder­schlag zu verhindern. Am sinnvollsten ist, den Keller in den wärmegedämmten Bereich einzubeziehen. Wie die Dicke der Wärmedämmung beim be­heizbarern Keller sein muss, ist im Wärme­schutznachweis nach Energieeinsparverordnung zu er­mitteln. Empfohlen werden mindestens 8 cm Dämmstoff oder ein entsprechend Wärmedämmendes Mauerwerk.

Dränagerohre | Foto: proKellerEindichten der Kellerwand | Foto: proKeller

Dränagerohre aus PVC haben ein geringes Gewicht und lassen sich leicht verlegen. Die hohe Elastizität verhindert die Gefahr von Zerstörung oder Verschiebung unter Belastung.

Eindichten der in die Kellerwand geführten Hausanschlussleitungen.

Fugenabdichtung | Foto: proKellerAufbringung von Dichtungs-Schlämmen | Foto: proKeller

Fugenabdichtung mit speziellem Fugenband.

Aufbringen von Dichtungs-Schlämmen.

Aufbau eines Kellersockels | Foto: proKeller

Aufbau des Kellersockels.

 

 


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