Kellernutzung:
Großzügiger Wohnen mit Keller
|(Foto: Pro Keller)Im Wohnzimmer töpfern oder nähen? Ins Schlafzimmer einen Schreibtisch stellen? Aufgebaute Kunstwerke der Kinder jeden Abend zerstören? Das muss nicht sein!
Warum diese Aktivitäten nicht ins Untergeschoss verlegen? Richtig geplante oder sanierte Kellerräume sind so warm, hell und trocken, dass hier viel Platz für Arbeit, Hobby, Fitness und Gäste ist. Für einen Keller sprechen viele Argumente: Erstens ist nirgends der Quadratmeter Lebensraum so preiswert. Zweitens sind Häuser langfristige Investitionsgüter. Ohne Keller ist es schwierig
und teuer, das Haus auf energiesparende, umweltschonende Heizsysteme umzurüsten, denn diese brauchen frostfreie Flächen. Logisch, dass sich nicht unterkellerte Immobilien deutlich schwerer verkaufen lassen. Makler bestätigen immer wieder, dass ein Keller den Marktwert einer Bestandsimmobilie deutlich erhöht. „Auf den Keller zu verzichten ist eine endgültige Entscheidung“, warnt Reiner Pohl von der Initiative Pro Keller e.V. Wer baut, zahlt für die Grundplatte und die erforderlichen Abstellräume ungefähr die Hälfte von dem, was ein Keller kosten würde. Die verbleibenden, relativ geringen Zusatzkosten erweitern jedoch deutlich den Wohnraum, denn Heizung, Waschmaschine usw. nehmen keinen Platz im Obergeschoss weg.
Ausreichend dämmen
Kellerräume sollten allerdings immer ausreichend wärmegedämmt sein. Sonst lassen sie sich kaum nutzen. Sinken die Kellertemperaturen unter 14 °C, kann sich die Luftfeuchte auf den Wänden und auf allen Gegenständen wie auf einem kalten Weinglas niederschlagen. Schimmelpilze setzen sich fest; Werkzeuge fangen an zu rosten. Es entsteht der typisch modrige Kellermief. Damit die relative Luftfeuchtigkeit nicht über 60% steigt, empfiehlt es sich, den Keller regelmäßig zu lüften, am besten durch Querlüftung. An besonders schwülen Tagen sollte die Belüftung nur morgens stattfinden, wenn die Luftfeuchtigkeit der Außenluft gering ist. Bei stark mit Feuchtigkeit belasteten Räumen (Waschküche, Trockenraum) kann eine mechanische Zwangsentlüftung zweckmäßig sein.
Wohin mit dem Heimbüro?
Ein eigenes Büro im Haus ist für viele unverzichtbar. Telearbeit zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sich zurückziehen zu können, um ungestört eine Aufgabe zu bearbeiten, Fortbildung, der Beginn der Selbständigkeit – es gibt viele Gründe für ein Heimbüro.
Wo aber den Platz für ein Arbeitszimmer hernehmen? Lediglich eine Ecke im Wohnzimmer als Arbeitsbereich zu nutzen bringt viele Nachteile mit sich. Der häusliche Ärger ist vorprogrammiert, wenn der Rest der Familie auf Zehenspitzen gehen muss oder Kinder keine Freunde einladen dürfen. Viel angenehmer ist es, das Arbeitszimmer in das warme und trockene Untergeschoss zu legen. Getrennt vom Lärm und doch nahe der Familie lässt es sich hier konzentriert arbeiten und telefonieren. Wichtige Voraussetzung sind, die optimale Wärmedämmung und Beheizung des Kellers. Von Vorteil ist das schützende Erdreich: Es reduziert nicht nur den Straßenlärm, sondern auch den Energiebedarf der Kelleräume und sorgt für ein angenehmes Wohnklima. In Hitzeperioden hält es die Räume angenehm kühl. Übrigens: Selbst ein Büro mit separatem Sanitärraum lässt sich problemlos im Keller unterbringen. Falls notwendig, kann eine Hebeanlage das Abwasser auch in höher liegende Abwasserkanäle befördern.
>> Planungshilfe für das Untergeschoss << | |
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![]() | Neue Bauprodukte werden erläutert sowie gesetzliche Regelungen und Kellerbauweisen vorgestellt. Auch Tipps zum Wärme- und Feuchteschutz sowie Alternativen zur Belichtung und Belüftung und Möglichkeiten zur Kosteneinsparung und Kellernutzung sind hier zu finden. Der kostenfreie Ratgeber kann telefonisch unter 08 21-7 84 97 74 bestellt oder unter www.prokeller.de heruntergeladen werden. |





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