Ist ihr Haus für die Zukunft gerüstet?
Platz für energiesparende Haustechnik

Artikel vom 01. Juli 2007

Viele Hausbesitzer nutzen schon heute solare Heizungsunterstützung, Fotovoltaik, Wärmepumpen und Regenwassernutzungsanlagen. Umwelt­schonende Haustechniken benötigen aber viel Platz.

Soll ein nicht unterkellertes Haus nachträglich auf den Stand der Technik gebracht werden, fehlen oft ausreichend große, frostsichere Flächen. Wer beim Bauen auf den Keller verzichtet, geht daher das Risiko eines hohen Wertverlustes ein. Im Keller lassen sich alle technischen Anlagen optimal unterbringen, denn: Kellerräume sind nicht nur einmalig preiswert. Die Keller­sohle nimmt alle Lasten, sogar die eines schweren Warmwasserspeichers problemlos auf. Die Kellerdecke dämmt die Ge­räusche. Selbst für den Brennstoffvorrat einer umwelt­freund­lichen Holz- oder Holz-Pellet-Heizung steht im Untergeschoss genügend trockener Lagerraum zur Verfügung. Wer sich aus Kostengründen zu­nächst mit einer konventionellen Haustechnik begnügt, braucht den Platz zwar nicht sofort. Unterkellerte Häuser lassen sich aber ohne großen Aufwand nach­rüsten. Experten warnen davor, auf den Keller zu verzichten. Sie wissen: Sind Immobilien nicht auf dem „Stand der Technik“, vermindert sich –­­ besonders bei steigenden Energiepreisen – ihr Markwert.

Mehrzweckraum Keller

Ein Keller birgt aber nicht nur die Option, Entwicklungen in der sich rasant entwickelnden Haustechnik nutzen zu können. Die meisten Hausbesitzer schätzen die Nebenräume auch für Fitness, Hobby oder Arbeit.
Käufer von Bestands­immobilien bevorzugen unter­kellerte Häuser, zeigen alle Gutachten und Maklerumfragen. Langfristig macht sich die Investition „Keller“ daher immer bezahlt.

Ein Keller zahlt sich aus: Beim Kalkulieren richtig rechnenPro Keller Grafik Kosten

Fünfunddreißigtausend EURO für einen Keller. Diese Kosten vor Augen, überlegen viele Bauherren, ob sie unbedingt ein Untergeschoss benötigen. Dabei vergessen sie oft, die Kosten für die Bodenplatte und oberirdische Abstellräume gegen zu rechnen. Vergleichsrechnungen zeigen, dass für die Option "30% mehr Lebensraum" nur rund 5% höhere Baukosten anfallen. Mit der unwiderruflichen Entscheidung gegen den Keller verzichten Familien nicht nur auf Lebensqualität, sie mindern auch den Marktwert ihrer Kapitalanlage. Die Zeit dunkler und muffiger Keller ist vorbei. Heute können Keller so hell, warm und freundlich geplant sein, dass sie zum Aufenthalt einladen. Die kostenlose Broschüre "Planungshilfe" vom Informationszentrum Pro Keller e.V. hilft dabei. Sie erläutert ausführlich die verschiedenen Kellerbauweisen und -baustoffe, Abdichtungs- und Wärme- dämmsysteme. Außerdem zeigt sie Beispiele, wie Familien diesen preiswerten Lebensraum für Hobby und Freizeit nutzen können. Ohne Keller zu bauen, kann gravierende Folgen haben. Nicht nur, weil Abstellschuppen, die meistens noch nicht einmal frostsicher sind, wertvolle Grünflächen vergeuden. Gerade bei kleineren Häusern zählt jeder zusätzliche Quadratmeter. Helle und warme Spiel- und Tobezimmer im Basisgeschoss beugen beispielsweise Haltungsschäden vor. Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Keller immer die richtige Entscheidung, selbst bei dünner Finanzdecke. Unterkellerte Häuser sind leichter und zu einem deutlich besseren Preis zu verkaufen, bestätigte eine Studie der DIA Consulting. Fast alle Hausbesitzer bedauern nachträglich, ohne Keller gebaut zu haben.

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