Fertigteilkeller: 35% mehr Raum zum Leben

Artikel vom 28. Mai 2008
Die Fertigteile werden innerhalb weniger Stunden auf der vorbereiteten Bodenplatte montiert und müssen dann nur noch abgedichtet und isoliert werden.Die Fertigteile werden innerhalb weniger Stunden auf der vorbereiteten Bodenplatte montiert und müssen dann nur noch abgedichtet und isoliert werden. | Foto: Knecht Keller

Wer ein eigenes Haus plant, muss sich auch der Frage stellen: Keller oder kein Keller.

Und diese Frage stellt sich nur ein einziges Mal, denn ein Keller kann
nicht nachträglich eingebaut werden! Ein sicheres Fundament bietet auch
eine Boden­platte. Aber wie sieht es mit dem Wohnwert in einem Haus
ohne Keller aus?

Gesteigerte Wohnqualität

Ein Keller steigert die Wohnqualität und den Wert eines Hauses. Für den Einsatz von durchschnittlich 5% Mehrkosten gegenüber einer Lösung ohne Keller gewinnen die Eigenheimbesitzer durchschnittlich 35% mehr Raum zum Leben. Ausgebaute Keller bieten Platz zum Spielen und Toben, für Hobby und Freizeit, zum Wohnen und Arbeiten sowie für Technik-, Haushalts- und Vorratsräume. Oder sie werden als Einliegerwohnung vermietet und tragen
so ihre Kosten selbst. Und selbst wenn das Untergeschoss erst mal im „Roh- zustand“ bleibt, ist es eine sichere Wohnraumreserve für einen späteren Ausbau. Außerdem zeigen Untersuchungen, dass der Wiederverkaufswert
von Immobilien mit ­Keller generell größer ist, als bei Häusern ohne Unterkellerung.   

Freie Raumaufteilung

Individuell nach den Wünschen der Bauherren und Anforderungen an Statik, Dichtigkeit sowie Wärme- und Schallschutz werden Systemkeller geplant. Abmessungen und Raumaufteilungen sind frei wählbar. Auf der Baustelle werden die Teile passgenau montiert und fugenlos miteinander verbunden. Durch die großformatigen Wand- und Deckenelemente erfolgt der Aufbau des Systemkellers mit einem erfahrenen Bauteam innerhalb eines Tages. Und wer die Kosten senken möchte, der kann in der so genannten „Light“-Version beim Aufbau unter kompetenter und zuverlässiger Bau­betreuung selbst kräftig mit an­packen.

Passgenaue Fertig-Deckenelemente komplettieren den Kelleraufbau. Nachdem die Versorgungsleitungen liegen werden sie mit Flüssigbeton aufgefüllt.

Tipps zum Kellerbau: Planungshilfe der Initiative
PRO KELLER e.V. aktualisiert

Neue Bauprodukte sind am Markt, gesetzliche Regelungen, z.B. zum Wärme- schutz, haben sich geändert. Grund genug für die Initiative Pro Keller ihre beliebte 16-seitige ­Broschüre „Planungshilfe für das Untergeschoss" jetzt zum zweiten Mal zu aktualisieren. Die produkt­unabhängige Broschüre erläutert Kellerbauweisen, enthält Tipps zum Wärme- und Feuchteschutz, zeigt Alternativen zur Belichtung- und Belüftung und stellt Möglichkeiten zur Kosteneinsparung und Kellernutzung vor. Aspekte zum Umweltschutz wie Grundstücksverbrauch, Flächenversiegelung, Unterbringung von rege- nerativen Heiztechniken und Regenwassernutzung runden die komplexe Darstellung ab. Von einem Eigenheim erwartet man mehr Lebensqualität als von einer gleich großen Etagenwohnung. Untergeschosse stehen für mehr Lebensqualität und flexiblere Nutzung. Sie bieten hochwer­tige Freiräume für Hobby, Werkstatt, Fitness, Hausarbeit und Büroarbeit. Rechnet man die Kosten für die Bodenplatte und Kellerersatzräume sowie unvermeidliche Flächen- verbrauch in den Wohngeschossen für Waschmaschine, Trockner, Haus- ­anschlüsse, Heizung gegen, sind die Ausweichflächen im Basis-
geschoss einmalig kostengünstig. Allerdings darf man den Wärmeschutz dieser Räume nicht vernachlässigen, denn sonst hat man wie in vielen alten Kellern Tauwasserniederschlag an den Wänden. Die Entscheidung für oder gegen einen Keller ist end­gültig. Deshalb sollten Bauherrn sie gründlich durchdenken.

Die kostenlos bei der
PRO KELLER e.V.
erhältliche Broschüre
„Planungshilfe" enthält
wertvolle Tipps zum
Kellerbau. 

Anfordern unter:
Tel. 0821/7849774,
Fax: 0821/ 784447
oder: www.prokeller.de

 

 

 

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