Grillratgeber 2011

Artikel vom 11. Mai 2011
| Foto:djd/Ratgeber-Grillen| Foto:djd/Ratgeber-Grillen

Eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt: Knapp 80 Prozent aller Deutschen haben Lust auf’s Grillen.

Wir zeigen, wie die verbleibenden 20 Prozent die Grillevents trotzdem tolerieren und haben die besten BBQ-Tipps. Dazu: Infos zum Brandschutz und zum Räuchern.

Hallo Nachbar

Wer darf wie oft eine Grillparty schmeißen und muss die Umwelt das tolerieren? Drei Fakten zum Grillstreit zwischen Nachbarn.

Grillen per Gesetz:
Das Bundesimmissionsschutzgesetz regelt das erlaubte Lärmaufkommen. Was die zulässige Grillhäufigkeit betrifft, ist die Gesetzeslage in den  verschiedenen Bundesländern unterschiedlich: Das Amtsgericht Berlin-Schöneberg legte die Obergrenze bei 20- bis 25-mal pro Jahr bis zu maximal 2 Stunden fest. Das Amtsgericht Bonn erlaubt Grillevents auf Balkon oder Terrasse nur einmal im Monat. Nachbarn müssen laut Gesetz generell 48 Stunden vor dem Anfeuern informiert werden.

Ruhe, bitte! 
Ab 22 Uhr gilt bundesweit die Nachtruhe. Ab dann müssen die Gespräche am Grill auf Zimmerlautstärke heruntergepegelt werden.

Grillhäuschen:
Eine nachbarschaftsfreundliche Erfindung aus Finnland sind die neuen Holz-Grillhäuschen von Scandinavic Wood Art. In diesen Gartenhütten sind Tische und Bänke und eine offene Grillstelle integriert. Die heiße Luft entweicht über einen Schornstein nach außen. Wer in so einer Grill-Kota feiert, macht sich nach außen hin weniger bemerkbar. Nähere Informationen hierzu gibt es unter www.scandinavic-woodart.de.

| Foto: djd/Scandinavic Wood Art

Geruchsarm grillen


Nicht nur der Lärm, auch der Grillgeruch kann die Nachbarn stören. Darauf sollten Sie achten.

Abstand halten.:
Das Immissionsschutzgesetz schreibt vor, dass Grillqualm nicht in die Wohn- und Schlafräume unbeteiligter Nachbarn ziehen darf. Sonst droht ein Bußgeld. Grillmeister sollten also auf genügend Abstand zum Nachbarhaus achten.

Nachbarn müssen einwilligen:
Schwierig kann es für Balkon-Griller werden: Wer zu nah an der nächsten Wohnung grillt und Rauch aufsteigen lässt, obwohl der Nachbar das nicht möchte, muss im Ernstfall auf das Bruzzelvergnügen verzichten. Ein Elektrogrill kann hier Abhilfe schaffen, denn er entwickelt keinen Rauch. Einfach in die Steckdose stecken und innerhalb von Minuten ist die Grillplatte auch ohne schwelende Kohlen heiß.

Rauchfrei:
Wer auf Kohle nicht verzichten will, grillt mit einem Kugelgrill mit Deckel, zum Beispiel dem Cobb-Grill. Hier ist die Glut abgedeckt, so dass Fett nicht hineintropfen kann und der beißende Rauch kein Thema ist. Ein Deckel hält den Grill-Geruch zusätzlich gering. Mehr Infos unter www.cobb-grill.de

| Foto: djd/Cobb Scandinavia

SOS-Brandschutz 


So gesellig das Grillen ist, so gefährlich kann es auch werden, wenn man die gängigen Brandschutzregeln nicht beachtet. Hier die wichtigsten Fakten: Der Grill darf nie nicht unbeaufsichtigt bleiben.Kinder dürfen dem heißen Gerät nicht zu nahe kommen sollen. Brennspiritus darf nicht auf glühende oder brennende Grillkohle geschüttet werden - sonst entsteht eine große Stich-flamme. Der Grill selbst gehört auf einen festen Untergrund mit genügend Abstand zu brennbaren Stoffen, zum Beispiel Gardinen oder Sitzbezügen. Falls sich das Fett doch einmal entzündet hat: Kein Wasser darauf schütten. Es droht eine Stichflamme. Stets einen guten Pulverfeuerlöscher in Reichweite stellen! Hat sich doch jemand verletzt, sollten leichte Verbrennungen sofort mit einem nassen Handtuch oder Kühlakku gekühlt werden. Für eine beschleunigte Wundheilung sorgen Mittel wie das PharmaCur-Wundspray. Es verhindert Entzündungen und wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze. Bei schlimmeren Verbrennungen sollte stets ein Arzt befragt werden.

 

| Foto: djd/PharmaCur Wundspray| Foto: djd/PharmaCur Wundspray

 

Die drei goldenen Regeln


Die richtige Kohle:
„Sehr gut“ sind laut "Öko-Test"  die original Buchen Grill-Holzkohlebriketts "Grillis“ und die Grillkohle "Der Sommer-Hit" von ProFagus (www.profagus.de) aus unbehandelten Buchenhölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Für Eilige: Schnell glühen die Kohlebriketts „Cobble Stones“ des Herstellers Cobb Scandinavia. Sie bestehen aus Kokosnussfasern und sind dank integriertem Grillanzünder in zwei Minuten durchgebrannt. Die Hitze hält bis zu 2,5 Stunden. Mehr unter www.cobb-grill.de. Achtung: Kohle muss immer ganz durchbrennen, bevor das Fleisch aufgelegt wird, sonst entstehen giftige Schadstoffe, die sich auf das Fleisch setzen können. 


Die richtige Zange:
Lang sollte sie sein, damit die Hand nicht so nah an die Glut kommt und aus Holz. Denn Holz ist ein Nichtleiter und wird nicht so schnell heiß. Wer sich doch für ein Modell aus Metall entscheidet, sollte auf gut isolierte Griffe achten. 


Das richtige Grillgut:
Steak und Würstchen gehören für die meisten Grillfans schon aus Tradition auf den Rost. Lecker und dazu gesund sind auch Geflügelfleisch, frischer Fisch und Gemüse aller Art. Rustikal wird es mit gegrillten Maiskolben, bunt mit verschiedenen Gemüsespießchen. Wichtig: Das Grillgut sollte stets mit Alufolie unterlegt werden, damit kein Fett in die Glut tropft und kein gesundheitsschädlicher Rauch entsteht. Bester Begleiter für alle gegrillten Leckereien: ein kühles Bier, zum Beispiel ein Radler von Bitburger mit herb-süßer Zitronenlimonade. Wer sich schon mal Appetit darauf holen will, schaut auf www.bitburger.de.

| Foto: djd/proFagus

Räuchern statt

Grillen
Dem Grillen verwandt ist das heiße Räuchern - zum Beispiel von Fisch. 
So einfach funktioniert es.

Vorbereitung:
Als erstes wird der Fisch geschuppt und mindestens zwölf Stunden in einer Salzlake mit Gewürzen eingelegt.

Räucherprozess:
Die Fische werden trocken getupft und in den heißen Räucherofen eingehängt. Geräuchert wird mit hochwertigem Holzmehl, am geläufigsten sind Buchen-holzspäne. Da der Ofen in der Heißräucherphase zirka 70 bis 80 Grad heiß wird und gleichzeitig geschlossen ist, können die Späne nicht verbrennen, sondern glimmen vor sich hin. Daraus entwickelt sich ein starker Rauch, der die Fische gart und ihnen das Aroma verleiht.

Gesundheitstipp:
Um das Fett aufzufangen, das aus den Fischen austritt und heruntertropft, sollte eine Auffang-Pfanne über den glimmenden Buchenspänen installiert werden. Denn wenn das Fett in die Späne hineintropfen würde, wären Schadstoffe im Rauch die Folge.  

Zubereitungsdauer:
Nach 45-60 Minuten sind normalgroße Fische, zum Beispiel Forellen, in der Regel servierfertig. Am besten handwarm, dann kommt das rauchige Aroma gut zur Geltung.

EXTRA-Tipp:
Wer keinen Räucherofen besitzt, kann auch auf frisch zubereitete Räucherfisch-Produkte aus dem Handel zurückgreifen. Die Traditionsräucherei Wechsler Feinfisch bietet unter anderem Lachs-Frischkäseröllchen an, die bereits mit dem Superior Taste Award mit drei Sternen vom International Taste und Quality Institute in Brüssel ausgezeichnet wurden.
Infos unter www.wechsler-feinfisch.de.

 

| Foto: djd/Kosmos Verlag| Foto: djd/Kosmos Verlag

 

Leckere Räucherrezepte


Creme aus Räucherfischen (4 Personen)

500 g Fleisch von Räucherfischen möglichst grätenfrei, beispielsweise Renken, Forellen oder Weißfische
125 g Doppelrahm-Frischkäse
50 g Butter, evtl. eine halbe Zwiebel
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill
Zubereitung: Räucherfische enthäuten, filetieren und zweimal durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen. Frischkäse, zerlassene Butter, nach Geschmack glasig gedünstete Zwiebel, Zitronensaft, Pfeffer, fein gehackte Petersilie und Dill zugeben. Vorsichtig salzen, da Räucherfisch bereits gesalzen ist! Das Ganze mit der Küchenmaschine zu einer glatten Creme verrühren, in eine Form einfüllen und glatt streichen. Mit Dill garnieren und in den Kühlschrank stellen.  Beilagenempfehlung: Das nussig schmeckendes Quinoa. Die südamerikanische Ballaststoffbombe ist gluten- und laktosefrei, dafür aber reich an Eiweiß, Magnesium und Kalium. Mit Hirse kombiniert, gibt es den leckeren Schlankmacher als "TischleinDeckDich"-Mahlzeit im Reformhaus oder unter www.p-jentschura.com.

Curry Räucherfischsalat (4 Personen)

800 g Räucherfisch
1 Apfel
1/8 l Sahne
2 EL Mayonnaise
2 Tomaten
2 Gewürzgurken
Salz, Pfeffer und Curry
Zubereitung: Fisch entgräten und in kleine Stücke schneiden, Apfel, Tomaten und Gurken ebenfalls zerkleinern und mit dem Fisch vermischen. Aus Mayonnaise mit Sahne, Salz, Pfeffer und Curry eine pikante Sauce anrühren und mit den anderen Zutaten vermengen. Auf Kopfsalatblättern anrichten. Als Getränk passt Bier zum Räucherfischsalat. Alkoholfreies Pils, wie beispielsweise ein „Bitburger Alkoholfrei 0,0 Prozent“ ist mit leichten 26 kcal pro 100 ml dabei die deutlich kalorienärmere Variante zu herkömmlichem Pils mit 42 kcal. Mehr dazu gibt es unter: www.bitburger.de.


Rezepte aus dem Buch: E. Rehbronn, R. Reiter, W. Strohmeier,
Das Räuchern von Fischen, 192 Seiten, 12,95 €, ISBN 978-3-440-11095-9, Kosmos Verlag, Stuttgart 2009.

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