Hecken:
Hecken und heimische Gehölze
Manche Sträucher sind für unsere Tierwelt völlig wertlos, da ihre Früchte im hiesigen Klima nicht ausreifen (Rhododendron, Perückenstrauch, Scheinhasel).
In jeden Naturgarten gehört eine Hecke. Hecken sind nicht nur eine ästhetische Bereicherung, sondern sie haben auch eine hohe Bedeutung im Haushalt der Natur:
Im Schutz einer Hecke bildet sich im Garten ein günstiges Kleinklima; Hecken filtern Staub, Schmutz und schädliche Abgase, und wirken lärmdämpfend. So bieten sie in dicht besiedelten Gebieten einen Schutz vor negativen Umwelteinflüssen und gleichzeitig einen Lebensraum für zahlreiche Tiere.
Damit diese vielen dort lebenden Nützlinge das ökologische Gleichgewicht stabilisieren und den Schädlingsbefall gering halten, ist die Wahl der Sträucher von großer Bedeutung. Unseren Durchschnittsgärten mangelt es an Artenvielfalt, da sie vorrangig aus Exoten bestehen. Die exotischen Gehölze bieten aber der Natur keine verwertbaren Früchte. Entweder sind die Ziersträucher gänzlich unfruchtbar gezüchtet (Zierkirsche, Gefüllter Schneeball), oder ihren Früchten fehlen die entsprechenden Abnehmer.
![]() | Hecken aus Eibe: Tiefgrüne Konifere im Edellook mit weichen Nadeln. Daher lässt sich die Eibe in jede Form zwängen. Sehr dichtes Nadelgehölz mit ausgezeichneter Schnitt- verträglichkeit. Heute weiß man allerdings, dass das Taxin, das sich in allen Pflanzenteilen der Eibe befindet, sehr giftig ist. | Pflege: Ausgezeichnete Schnittverträglichkeit Wachstum: ca.25cm/Jahr Preis: ca. 7,50€ Licht: sonnig bis halb- schattig; geringste Licht- ansprüche unter den heimischen Bäumen Tipp: Lässt sich sehr gut in alle Formen bringen. |
![]() | Hecken aus Ilex: Die neuen Sorten aus einge- kreuzten Ilexarten sind robust und ausgezeichnete Hecken- pflanzen. Allerdings sind nicht alle Arten nicht ausreichend winter- hart. Man sollte sich vor der Auswahl ein wenig schlau machen, um die passende Pflanze zu finden. Vorsicht: die Beeren sind giftig. | Pflege: Sehr gute Schnittverträglichkeit Wachstum: Kann bis zu 15m hoch werden Preis: ca. 12,95€ Licht: Halbschattig bis schattig Tipp: Beeren sind zur Weihachtsdeko sehr zu empfehlen |
![]() | Hecken aus Kirschlorbeer: Die eigene Vermehrung des Gehölzes ist etwas proble- matisch, deshalb kauft man den Kirschlorber besser in der Baumschule. 40 bis 60 cm hohe Heckenware ist optimal. Kalireiche Düngergaben wirken sich positiv aus. Die optimale Planzzeit ist das Frühjahr und der Spätsommer. | Pflege: Das stutzen mit einer Hecken- schere vermeiden. Wachstum: Schnitt der Hecken im April Preis: ca. 3,40€ Licht: vor winterlicher Morgensonne schützen Tipp: zu lange Triebe am besten von Hand einzeln kürzen. |
![]() | Hecken aus Weißdorn: | Pflege: keine besonderen An- sprüche an den Boden Wachstum: Kann bis zu 5m hoch werden Preis: ca. 5,90€ Licht: sonnig bis halbschattig Tipp: Getrocknete Weißdornbeeren sind auch als Tee sehr gesund |
![]() | Hecken aus Thuja: Thujen gibt es in einer großen Auswahl an Sorten, von der kleinbleibenden Kugelform bis zum 15 m hohen Baum. Gute Frosthärte und enorme Windfestigkeit. Hohes Ausschlags- und Regenerationsvermögen. Kann weit über 1500 Jahre alt werden. | Pflege: Sehr schnittver- träglich Wachstum: Höhe ca. 25-30cm/Jahr Breite ca. 10cm/Jahr Preis: ca. 5,50€ Licht: sonnig bis halbschattig Tipp: Eignet sich sehr gut für Sicht- und Windschutz |
![]() | Hecken aus Liguster: Halbimmergrüner, dichtverzweigter, besonders schnittverdräglicher Strauch mit kurzen Seiten- trieben und feinen weißen Blütenrispen. Ligusterhecken können bis zu 3 m hoch werden und sind besonders blickdicht. | Pflege: Völlig An- spruchslos Wachstum: Höhe ca. 15-25cm/Jahr Breite ca. 15cm/Jahr Preis: ca. 2,45€ Licht: Sonne und Halbschatten Tipp: Wegen ihrer Dichte sind Ligusterhecken auch elicht in Formen zu schneiden z.B. als Kugeln oder Pyramide |
Perfekter Schnitt
Viele Gründe sprechen für die Wahl heimischer Pflanzen: Sie sind unempfindlich, da Wildsträucher in unseren Breiten wachsen und daher Wetter, Wind und Kälte besser überstehen.
Im Vergleich zu den Zuchtformen sind sie billig. Da in fast jedem Garten die üblichen Ziersträucher wachsen, sind heimische Gehölze selten. Wildsträucher sind anspruchsloser und widerstandsfähiger. Daher kann man auf Kunstdünger und giftige Spritzmittel verzichten, somit bleiben Wasser, Luft und Boden sauberer. Naturgärten mit heimischen Sträuchern benötigen weniger Pflege-maßnahmen und einen geringeren Pflegeaufwand. Je nach Art und Wuchs muss bei der Pflanzung einer Hecke ein Abstand von ein bis zwei Metern zwischen den einzelnen Sträuchern gehalten werden. In den Monaten Oktober bis November oder März bis April ist die beste Pflanzzeit für laubabwerfende Gehölze. Immergrüne Gehölze sollten hingegen bereits im August bis September gepflanzt werden, damit sie vor dem Winter sich noch gut einwurzeln. Es ist allerdings darauf zu achten, dass im Garten nicht nur heimische Gehölze wachsen, sondern dass diese auch standortgerecht sind. Pflanzen haben immer bestimmte Ansprüche an ihre Umwelt und sind so an gewisse Standortfaktoren wie z.B. Bodenart, Bodenfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse angepasst.
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| Kein Heckenschnitt in der Brutzeit der Vögel (15. März bis 15. September)! Je mehr Tierarten sich in der Hecke angesiedelt haben, desto wichtiger ist es, dass diese in Ruhe gelassen werden. | Bei der Pflanzung einer Hecke sollte das Recht des Nachbarn berücksichtigt werden: Hecken müssen mit ausreichendem Abstand zum Zaun gepflanzt werden. Das sind etwa 1,5 Meter bei mittelhohen Hecken. |












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