Aktionstage: Wärmepumpen entlasten das Haushaltsbudget

Artikel vom 05. Mai 2010
Informationsveranstaltungen zu den Wärmepumpen-Aktionswochen | Foto: www.waermepumpe.deInformationsveranstaltungen zu den Wärmepumpen-Aktionswochen | Foto: www.waermepumpe.de

Irgendwann träumen wir doch alle davon: Ein schönes Grundstück zu finden, ein schmuckes Haus darauf zu bauen oder einen romantischen Altbau herzurichten – und auf jeden Fall nie wieder Miete zahlen zu müssen.

Herrliche Aussichten, doch leider gibt es aus den schönen Träumen nicht selten ein böses Erwachen. Vergessen doch viele angehende oder auch bereits stolze Hausbesitzer, dass neben den Ratenzahlungen insbesondere auch die Energiekosten erheblich die Haushaltskasse belasten können. Wer diese niedrig halten will, sollte unbedingt auf Erneuerbare Energien setzen. Seit einigen Jahren ganz oben in der „Hitliste“ regenerativer Energie-Versorgung steht dabei die Wärmepumpe:  
Nach Angaben des Bundesver­bandes Wärmepumpe (BWP) e.V. und des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V.  wurden allein 2009 in Deutschland rund 54.800 Wärmepumpen eingebaut. Fast jeder vierte Bauherr in Deutschland hat sich für eine Wärmepumpe entschieden. Nicht ohne Grund läuft die Wärmepumpe auf der Erfolgsspur, denn sie liefert zuverlässig ganzjährig Wärme, vollkommen unabhängig von Rohstoff­lieferungen oder Sonnenstunden.

Unabhängig und kalkulationssicher

Insbesondere ihre größere Unabhängigkeit von importierten Energie­trägern und deren Preisschwankungen bietet dem Hausbesitzer erheblich mehr Kalkulationssicherheit für die eigenen Energiekosten. Und durch die besonders effiziente Nutzung der vorhandenen Um­weltwärme vor der eigenen Haus­türe kann er seine Heizkosten sogar noch reduzieren.

Soviel spart ein durchschnittlicher Haushalt

An einem Zahlenbeispiel lässt sich dies einfach verdeutlichen:
Eine Wärmepumpe kann aus 20 % bis 40 % zugeführter Energie 100% Heizleistung erzeugen oder anders herum gesagt: 60 % bis 80 % Energie aus Luft, Wasser und Erde stehen für 100% Heizleistung.  
So lassen sich mit einer Wärmepumpe in einem durchschnitt­lichen Haushalt mit fünf Personen im Vergleich zum Heizen mit einem alten fossilen Heizkessel jährlich etwa 1.000 Euro Energiekosten sparen – und das selbst bei den derzeit extrem niedrigen Ölpreisen. Wobei sich die Experten einig sind, dass diese zukünftig auch wieder ansteigen werden. Auch in puncto Wartung und Pflege ist die Wärmepumpe ein echter Kostensparer:

Thermodynamischer Kreislauf | Foto: Bundesverband Wärmepumpe e. V., Berlin

In einem thermo­dynamischen Kreislauf  kann eine Wärme-
pumpe zwischen 60 % und 80 % der benötigten Heizenergie aus regenerativen Energien ziehen.

Beim Heizen mit einer Wärmepumpe lassen sich in einem durchschnitt­lichen Fünf-Personen-Haushalt im Vergleich zum Heizen mit einem alten fossilen Heizkessel jährlich etwa 1.000 Euro Energiekosten sparen.

 

Wasser/Wasser-Wärmepumpe

Eine  Wasser/Wasser-Wärmepumpe nutzt die Wärme des Grundwassers. Zwei Brunnen – ein Saug- und ein Schluckbrunnen – sind dafür nötig, außerdem muss Grundwasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen.

Sole/Wasser-Wärmepumpe

Eine Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe) arbeitet mit horizontal verlegten Kollektoren oder einer vertikalen Erdwärmesonde, die mittels einer Tiefenbohrung ins Erdreich gebracht wird. Sie entzieht dem Erd­boden die Wärme mit einem Wasser-Frostschutzmittel-Ge-misch (der Sole).

Luft/Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe entzieht die benötigte Wärme der Umgebungsluft oder der Abluft des Gebäudes selbst. Der Aufwand für die Wärmequellen-Erschließung ist hier besonders gering, der Stromverbrauch liegt jedoch - wegen der niedrigen Temperaturen in der Heizperiode und damit einer niedrigeren Effizienz - etwas höher als bei erdgekoppelten Wärmepumpen.

Staatliche Zuschüsse für Wärmepumpen

Zusätzlich gibt es staatliche Zuschüsse für den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Wär­me­­­versorgung – d.h. wer sich für die Wärmpumpe entscheidet, kann seine Investitions­kosten mit Förder­mitteln vom Staat über das Marktanreizprogramm und die KfW-Förder­programme reduzieren.


» Checkliste zum Wärmepumpenkauf «

Beauftragen Sie in jedem Fall einen erfah­re­nen Wärme­pumpen-Fach­­­be­trieb mit der Installation.

Lassen Sie sich Referenzanlagen zeigen und sprechen Sie auch falls möglich mit den Besitzern.

Zusätzliche Sicherheit gibt eine Güteauszeichnung zum EU-zertifizierten Wärmepumpen­installateur (EU-CERT.HP).

Lassen Sie das das gesamte System aus einer Hand planen – von der Wärmequelle bis zum Wärmeverteilsystem – damit alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind.

Achten Sie beim Kauf einer Wärmepumpe auf das EHPA-DACH Gütesiegel. Dieses ga­rantiert eine branchenübliche Mindest-Effizienz ihres Gerätes.

Lassen Sie zur Ertragskon­trolle einen Wärmemengen- und einen Stromzähler installieren, um die Effizienz der Wärme­pumpe überprüfen und eventuell später die Anlage optimieren zu können.

Erkundigen Sie sich nach Förderungen des Bundes und der Länder. Infos auch unter: www.waermepumpe.de

Wärmepumpen-Förderung www.erneuerbare-energien.de, www.bafa.de

Wärmepumpen Finanzierung: www.kfw-foerderbank.de

Fördermöglichkeiten ermitteln: www.foerderdata.de, www.waerme-plus.de,    
www.energiefoerderung.info

 

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