Asia-Gärten: Ästhetik aus fremder Kultur

Artikel vom 24. Juni 2009
Beruhigender Anblick: Wasser | Foto: www.teichundwasserspiele.deBeruhigender Anblick: Wasser | Foto: www.teichundwasserspiele.de

Mit seiner puristisch wirkenden Schönheit sieht der japanische Steingarten für viele etwas gewöhnungs­bedürftig aus.

Doch insbesondere im Ensemble mit moderner Architektur hält er mehr und mehr Einzug. Wer sich selbst eine solche exotische Natur-Komposition einrichten möchte, sollte sich gut darauf vorbereiten.

Schlichter geht es kaum:
Wer nach Bäumen oder sonstigen Grünpflanzen in japanischen Steingärten Ausschau hält, sucht vergebens. Als Ort der Entspannung und Meditation beschränkt er sich auf eine idealisierte Nachbildung der Natur mit einfachen geometrischen Mitteln, erklärt das Immobilien­portal Immowelt.de. Arrangierte Felsbrocken unterschiedlicher Größe stehen dabei für Gebirge. Daneben deuten Linien im hellen Sand oder den weißen Kieseln Wasser an. Seine Wurzeln hat der japanische Garten in der Zen-Philosophie. Wer sich für die fernöstliche Ästhetik interessiert und sie eigenhändig im eigenen Garten herrichten möchte, tut gut daran sich näher mit den Hintergründen zu beschäftigen, bevor er loslegt: Ratgeber oder Gartenportale im Internet können einen guten Einblick in die Idee des fernöstlichen Gartenschaffens geben.

Trockengarten vorbereiten
Bereits vor dem Anlegen des japanischen Steingartens muss einiges beachtet werden, um ein optimales Endergebnis zu erreichen. Der Untergrund des Trockengartens ist von Pflanzen und Unkraut zu be­freien und gegen neuen Unkrautwuchs, beispielsweise durch spezielle Unkrautfolien, zu schützen.
Erst danach kann mit der Positionierung der Steine begonnen werden. Abschließend wird die gesamte Fläche mit einer Kies- oder Sandschicht bedeckt und in Form geharkt. Dabei sollten die Linien von den Steininseln nach außen führen und ineinander übergehen. Eine Skizze kann hier hilfreich sein. Außerdem ist starker Moosbefall regelmäßig zu entfernen, da er ansonsten vieles von der kargen Atmosphäre, die dem japanischen Steingarten eigen ist, zerstören kann. Wer es etwas weniger puristisch mag und Grünpflanzen möchte, für den sind ein normaler japanischer Garten oder Elemente daraus besser geeignet. Besonders weit verbreitet ist Bambus. Es gibt ihn – passend zu unseren Breitengraden – auch als winterharte Sorte. Chinagras und Farne werden ebenfalls gerne verwendet.   

Pflanzen-Arrangements
Typische Bäume und Sträucher in fernöstlichen Gartenarrangements sind vor allem Lärchen, Koniferen und niedriger Ahorn. Beim Anpflanzen sollte nicht vergessen werden, dass alles Grün den zentralen Elementen Stein und Wasser untergeordnet sein sollte. Generell herrscht in japanischen Gärten eine strenge, durchkomponierte Gestaltung mit kargen Flächen vor. Diese minimalistische Anordnung wird ganz bewusst durch Farbtupfer wie ein Büschel Schwertlilien oder vereinzelte, leuchtend lackierte Objekte aufgelockert. Auch Bänke, Laternen und Figuren aus Stein oder kunstvollen Brücken möb­lieren die Miniatur-Landschaft. Das nötige Zubehör, beispielsweise eine Nachbildung einer Pagode können im Gartenfachhandel oder im Internet erworben werden.

Japanischer Garten |Foto: Helmers Baumschulen GmbHSanftes Plätschern | Foto: www.teichundwasserspiele.de
Japanische Gärten beeindrucken durch ihre strenge Komposition. Bachlaufsysteme, Fontäne oder
Brunnen aus Naturstein.
Bambuswall | Foto: www.bambooline.de
Es gibt Attraktiveres als den be­rühmten Maschendrahtzaun, mit dem der Bauherr seinen Garten einzäunen kann. Eine besonders gelungene Lösung der Ein- und manchmal Befriedung ist ein Bambuswall, der sich als sehr dekoratives Element in jeden Garten einfügen kann.   
Bambusoptik | Foto: www.beseke.de
Edle Optik, entspannte Gemütlichkeit und auch noch ökologisch wertvoll. Böden aus Bambus sind nicht nur schön anzuschauen, sondern schützen auch noch „Mutter Natur“. Denn Bambus ist die am schnellsten nachwachsende Pflanze der Welt. So verleiht eine Terrasse aus Bambus einer Grünoase das gewisse Flair.    

 


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