Tipps für kleine Gärten

Artikel vom 04. Juli 2008
Unterschiedliche Bereiche vergößern optisch den Garten | Foto: CallweyUnterschiedliche Bereiche vergößern optisch den Garten | Foto: Callwey

Das Grundproblem in kleinen Gärten ist der fehlende Raum. Oberstes Gebot ist es daher, diesen störenden Faktor mit Fantasie zu überlisten.

Wer einige Regeln bei der Anlage seines grünen Reichs beachtet, wird mit einem Plus an Raumeindruck belohnt. Denn der entsteht über das wahrgenommene Bild im Kopf – und nicht mit Hilfe des Meterstabs!

Entspannen im Garten | Foto: BLVRosenbewachsene Mauernische | Foto: Neudorff

Zwischen Blumentöpfen und Hecken findet sich immer ein lauschiges Plätzchen zum Relaxen.

Rosenbewachsene Mauernischen lassen sich ideal als Ruheplätze gestalten.

Der Garten in seiner Vielfalt | Foto: CallweyLeuchtspiele und Bodenstrahler lassen Ihren Garten erleuchten | Foto: Heitronic/Grüne Erde

Monotone Flächen scheinen an Größe zu gewinnen, wenn Geraden gebrochen und verschiedene Ebenen und Podeste geschaffen werden.

Auch einzelne Hecken lassen sich durch einen Farblicht spendenden Bodenstrahler in Szene setzen. Alternative: Solarlaternen.

Ein paar Kenntnisse über die Wirkung von Materialien und Formen sind in der Konsequenz unersetzliche Hilfsmittel bei der Planung des Gartens. Der Mensch ist ein leicht zu täuschendes Wesen. Was er sieht, oder besser gesagt, zu sehen glaubt – und die messbare Realität sind oft zweierlei Dinge. Unsere Wahrnehmung ist schon mit im Grunde einfachen Tricks hinters Licht zu führen. Die Kunst der Illusion lässt sich hervorragend zur Raumgestaltung im Garten verwenden. Ein einfacher Kunstgriff ist es, den Garten niemals als Ganzes einsehbar zu machen. Sind einige Partien versteckt und ihre Größe nicht abschätzbar, wird der Betrachter leicht glauben, sich im Moment nur in einem Teil einer größeren Anlage zu befinden. Raumgliedernde Wände aus Hecken, gemauert oder aus Holz oder auch nur ein geschickt platzierter Strauch wecken die Neugier, was sich dahinter verbirgt. Durchgänge und Torbögen verlocken dazu, den Garten in seiner ganzen, vermeintlichen Größe zu erkunden. Wenn der Weg dazu sich ohne sichtbares Ziel verliert, wird diese Illusion vor tieferer Perspektive zusätzlich unterstützt.

Sogenannte „Decks“ sind eine ideale Lösung, wenn Niveauunterschiede auf kleinstem Raum überbrückt werden müssen.

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