Garten im Herbst:
Wie sie ihren Garten winterfest machen

Artikel vom 01. November 2007
Garten Wissen Black und Decker

„Herbstzeit“ heißt für den Gartenfreund gleichzeitig auch „Aufräumzeit“. Bevor der Winter richtig kommt, sollte der Garten effektiv auf die dunkle Jahreszeit vorbereitet werden.

Baumschnitt

Im Winter, in der Vegetationspause, vertragen Bäume den Schnitt am besten. Die Schnittwunden „bluten“ nicht, dennoch bilden sich Korkzellen, welche die Wunden verschließen. Der Schnitt ist unter anderem zur Erziehung junger Kronen, zur Verjüngung alter Gehölze oder zur Behandlung natürlicher Verletzungen nötig und die wohl wichtigste Pflege der Obstge­hölze. Obstbäume bleiben durch den Schnitt ertragreicher. Gleichermaßen lassen sich durch das rechtzeitige Ausschneiden zu eng stehender Zweige die Kronen licht halten.

Teich Thomas Garten WinterTeichpflege

Eine schön gestaltete Teichanlage ist ein besonderer Blickfang in jedem Garten. Damit dieser Mikrokosmos über die harten Wintermonate nicht „eingeht“, muss der Hobbygärtner im Herbst den Teich winterfest machen. Dazu gehört eine sorgfältige Reinigung, das Absaugen des Schlamms sowie das Entfernen abgestorbener Pflanzen. Beträgt die Teichtiefe mindestens einen Meter, können Teichfische im Freien überwintern. Bei Temperaturen unter 10 °C sollte das Füttern eingestellt werden.
Für genügend Sauerstoff im Wasser sorgen Öffnungen in der geschlossenen Eisdecke, die beispielsweise durch ein Bündel Stroh geschaffen werden. Aus Teichen mit geringer Tiefe (unter 80 cm) müssen Fische und Seerosen rechtzeitig entfernt und zum Überwintern in den  frostfreien Keller gebracht werden.

wwpress Rosenschnitt HerbstRosenschnitt

Ein guter Schnitt hält die Rose gesund. Er sorgt für ausreichend Luft im Inneren der Rose und beugt so auch Erkrankungen vor. Bei öfters blühenden Strauchrosen führt ein kräftiger Rückschnitt zu weniger, aber schöneren Blüten und einem niedrigen, kompakten Busch. Bei leichtem Rückschnitt zieren mehr Blüten den hohen Strauch. Eine zu groß gewordenen Strauchrose verträgt aber auch nach einigen Jahren einen radikalen Verjüngungsschnitt, bei dem nur noch 2 - 3 Triebe in ca. 40 cm Länge übrigbleiben. Kletterrosen werden erst nach 2 bis 3 Jahren zurechtgeschnitten. Waagerecht gebundene Triebe blühen dann besonders üppig. Ein Zurückschneiden bei einmal blühenden Rosen ist im allgemeinen nicht erforderlich. Natürlich sollte man aber auch hier abgestorbene und kranke Triebe ganz entfernen.

Neudorff Rasenmäher HerbstOptimale Rasenpflege

Der Rasen ist oft die Zierde des Gartens. Damit der „grüne Teppich“ auf Dauer schön bleibt, müssen speziell im Herbst bestimmte Punkte beachtet werden:
Damit sich der Rasen von den Strapazen der Beanspruchung noch vor der kalten Jahreszeit erholen kann, sollte er im Herbst rechtzeitig gedüngt werden, denn auf stärkende Nährstoffe kann er nicht verzichten – Stickstoff, Kalium und Phosphor geben den Halmen neue Kraft. Der Rasen sollte bei milder Witterung ein letztes Mal Ende Oktober oder sogar Anfang November auf 3 - 4 cm Länge geschnitten werden. Danach sollten Laub und Rasenschnitt abgeharkt werden, damit die Gräser Luft bekommen – das ist die perfekte Vorsorge für einen schönen Rasen im nächsten Sommer.

Fischer Möbel Gartenmöbel HerbstGartenmöbel

Um gegen biologische und witterungsbedingte „Angriffe" der Natur vorzugehen, sollten vor Wintereinbruch die Gartenmöbel sinnvoll geschützt werden, damit Sie noch viele Jahre lang Freude dran haben. Wenn Sie sich jetzt darum kümmern, ist es für eine optimale Beschichtung noch trocken genug. Bei bereits be­handelten Hölzern ist das jähr­liche regelmäßige Inspizieren - vor allem an Stellen, die besonders der Witterung ausgesetzt sind – sehr wichtig, denn dann können kleine Schäden (z. B. Vergrauungen) noch rechtzeitig und schnell vor Einbruch der Winterzeit ausgebessert werden. Diese Stellen müssen bis auf das ge­sunde Holz abgeschliffen und dann lackiert werden. Praktische Hussen schützen empfindliche Möbel vor Feuchtigkeit und Pilz- oder Schimmelbildung, lassen das Holz aber noch atmen.

Neudorff Kompost HerbstKompost

Viele Hobbygärtner wissen die Vorteile selbst gemachten Komposts aus Küchen- und Gartenabfällen zu schätzen: Der Bodenverbesserer ist fast umsonst zu haben und erhöht die Fruchtbarkeit des Bodens. Zudem eignet er sich als Schutz für Boden und Pflanzen im Winter. Für die Kompostierung zu empfehlen sind Thermo-Komposter, da ihre wärmedämmende Konstruktion auch bei niedrigen Temperaturen eine schnelle Zersetzung gewährleistet. So können Küchenabfälle bis in den Spätherbst hinein kompostiert werden. Dabei empfiehlt es sich, etwas Laub oder Holzschnitt unterzumischen, damit der Kompost nicht zu nass wird. Sollte der Kompost trotzdem einmal zu feucht sein, hilft Sandbodenverbesserer. Das gekörnte, natürliche Tonmineral verhindert lä­stige Geruchsbildung und Fäulnis.
Übrigens: Auch wenn der Winter die Zeit für Orangen und Mandarinen ist, sollten die Schalen nicht auf den Kompost gelangen. Sie sind zu nass und meist gespritzt, was zur Folge hat, dass sie sich schlecht zersetzen.     

 

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