Wärmepumpen – die klügere Heizung wählt aus

Artikel vom 14. Dezember 2010
Wärmepumpen-Hybrid­systeme kombinieren: Erd- und Luftwärme­pumpe und arbeiten so besonders effizient. Funktionsschema des Wärmepumpen-Hybrid­systems ThermSelect. | Grafik: djd/MHG HeiztechnikWärmepumpen-Hybrid­systeme kombinieren: Erd- und Luftwärme­pumpe und arbeiten so besonders effizient. Funktionsschema des Wärmepumpen-Hybrid­systems ThermSelect. | Grafik: djd/MHG Heiztechnik

Angesichts steigender Energiekosten und Umweltbelastungen setzen immer mehr Hausbesitzer bei der Heizung auf Wärmepumpen...

... rund 400.000 Anlagen sind aktuell bereits in Deutschland verbaut. Sie können dank Umweltwärme aus einem Kilowatt Strom etwa vier Kilowatt Wärme erzeugen. Neu­artige Systeme kombinieren nun verschiedene Wärmequellen und heizen so noch effizienter. Das neue Wärmepumpen-Hybridsystem ThermSelect beispielsweise vereint erstmals eine Erd- und eine Luft-Wärmepumpe in einem Gerät und steht damit für eine neue Wärmepumpengattung. Das einzigartige Konzept ermöglicht Heizkosten-einsparungen von bis zu 60 Prozent und eine Jahresarbeitszahl (JAZ) über 4,5, die von keiner herkömmlichen Wärmepumpe erreicht wird. Die JAZ ist der zentrale Maßstab für die Effizienz der Wärmepumpe.    

Ganzjährig wirtschaftlich heizen

Die kombinierte Nutzung von Luft- und Erdwärme erlaubt es, passend zur aktuellen Außentemperatur die jeweils wirtschaftlichste Wärmequelle einzu-setzen. So kann zum Beispiel die Luftwärmepumpe bei wärmeren Temperaturen die Heizarbeit komplett übernehmen. Im Gegenzug schaltet sich die Erd- wärmepumpe bei winterlichen Temperaturen ein. So steigt die Effi­zienz, denn Wärmepumpen sparen umso mehr Strom, je geringer der Temperaturunter-schied zwischen Wärmequelle und Heizung ist.     

Ein weiterer Vorteil:

Je weniger das Erdreich beansprucht wird, desto weniger Erdwärmekollektoren werden benötigt. Das spart zusätzlich Kosten. Das neue Wärmepumpen-Hybridsystem eignet sich aufgrund seiner Energieeffizienz und Flexibilität sowohl zur Beheizung von Neubauten als auch von Altbauten. Eine integrierte intelligente Regelung sorgt dafür, dass das Zusammenspiel der Komponenten reibungslos verläuft. So lässt sich auch eine thermische Solaranlage jederzeit mit dem System kombinieren. Mehr Informationen: www.mhg.de


Die in der Verbindungsleitung zirkulierende Sole liegt mit ihrer Temperatur immer unterhalb der Außentemperatur. So kann im Garten auf der  gesamten Länge nur Wärmeenergie aufgenommen werden, aber niemals verloren gehen. | Foto:  Vaillant

 Erdwärme ohne Bohrungen

Wer bei Wärmepumpen bislang auf größtmög­liche Effizienz gesetzt hat, kam kaum an einer Erdwärme-pumpe vorbei. Doch hierfür ist entweder eine Bohrung oder ein Erdkollektor notwendig - beides Maßnahmen, die gerade im Bau- bestand mit bereits angelegten Gärten nur mit größerem Aufwand realisierbar sind. Jetzt konnte ein Hersteller erstmals die Montagefreundlichkeit einer Luftwärmepumpe mit der hohen Effizienz einer Erd­wärmepumpe verbinden.

Der Aufbau einer Luft-/ Wasser-Wärmepumpe

Die neue Luft-/Wasser Wärmepumpe besteht aus zwei separaten Geräten. Die Außeneinheit enthält einen Wärmetauscher und einen Ventilator. Die Innen-einheit be­steht aus der bekannten Stiftung Warentest Testsieger-Wärmepumpe geoTHERM. Beide Einheiten werden durch eine Sole führende Kunststoffleitung miteinander ­verbunden. Die Außeneinheit ist in Anlehnung an die DIN-Norm für Kinderspielplätze konstruiert worden, sodass sie in jedem Garten gefahrlos aufgestellt werden kann.   

Ab Jahresende können in den Solekreislauf zusätzlich direkt Solarkollektoren eingebunden werden. Das führt zu einer weiteren deutlichen Effizienzsteigerung. | Foto: www.vaillant.de   Die Vorteile des Konzeptes
liegen auf der Hand:

Es bietet dem Anwender maximale Flexibilität bei der Aufstellung der Außeneinheit und höchste Betriebs-sicherheit - weil die Sole führende Verbindungsleitung auch bei extremer Kälte oder Stromausfall keine Schwach­stelle bietet. Die zirkulierende Sole liegt mit ihrer Temperatur immer unterhalb der Außentemperatur. So kann im Garten auf der ge­samten Länge der Verbindungs-leitung nur Wärmeenergie aufgenommen werden, aber niemals verloren gehen. Deswegen ist nicht einmal eine Dämmung der Rohrleitung erforderlich. Dadurch, dass der Wärmepumpenprozess erst im Gebäudeinneren stattfindet, wird im Gegensatz zu konventionellen Anlagen eine überzeugende Effi­zienz erreicht.
Bei alternativen Konzepten müssen Außen- und Inneneinheit möglichst nah zu­sammen platziert werden, um die Wärmeverluste zu verringern. Selbst im Winter kann die neue Technologie noch bei Minus­graden genügend Wärmeenergie aus der Luft entnehmen, um eine sichere Wärmeversorgung garantieren zu können. Der Verbraucher spart dadurch bares Geld. Nur an wenigen Tagen im Jahr mit besonders strengem Frost liefert ein elektrischer Heizstab zusätzliche Wärme­energie in den Heizkreislauf. Ab Jahresende können in den Solekreislauf zusätzlich direkt Solarkollektoren eingebunden werden. Das führt zu einer weiteren deutlichen Effizienzsteigerung. www.vaillant.de

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