Wärmepumpen:
Ökologie und Ökonomie heizen Hand in Hand
Die Erdwärmesonde, das Herzstück der Anlage, wird mittels einer Bohrung in einer Tiefe von ca. 25 bis über 120 m im Erdreich versenkt. Anschließend wird sie mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (Sole) befüllt.|(Foto: EnBW)Bei kaum einem Heizsystem gehen Ökonomie und Ökologie so Hand in Hand wie bei der Wärmepumpe. Denn die Wärmepumpe gewinnt die Energie aus der Umwelt.
Wärmepumpentechnik wird gefördert, denn sie ist ein umweltschonender und kostengünstiger Weg der Wärmegewinnung fürs Heizen und die Warmwasserbereitung. Mit dieser Technik leistet man einen sinnvollen Beitrag zu einem sicheren, umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Energiemix der Zukunft. Für 2006 zeichnet sich ein Absatzrekord von über 50 000 Wärmepumpen zur Raumbeheizung ab. Das ist ein Anstieg gegenüber 2005 um über 200 Prozent. Hausbesitzer und Verbraucher wissen die Wärmepumpe angesichts eines zunehmenden Umweltbewusstseins und vor dem Hintergrund eines teuren und unsicheren Markts fossiler Energieträger also zunehmend zu schätzen. Das verwundert nicht, denn die Vorteile dieser Wärmepumpentechnik liegen klar auf der Hand: Wärmepumpen gewinnen 60 bis 80 Prozent der Energie aus der Umwelt. Lediglich bis zu 25 Prozent elektrische Energie sind zum Beispiel für den Betrieb der Erdreichwärmepumpe mit Niedertemperaturheizung notwendig. Im Gegensatz zu anderen regenerativen Energiequellen fließt diese Naturenergie ganzjährig, denn sie wird von der Sonne immer wieder aufgefüllt. Wärmepumpen produzieren daher bis zu 53 Prozent weniger CO2-Emissionen als konventionelle Ölheizungen. Sie tragen dazu bei, die strengen Vorgaben der neuen Energiesparverordnung (EnEV) leichter zu erfüllen. Zudem sind Einbau und Betrieb der Wärmepumpe völlig problemlos. Ein Schornstein wird zum Betrieb der Wärmepumpe nicht benötigt. Bei Gebäudemodernisierungen entfällt damit eine aufwändige Schornsteinsanierung. Auch ein Tank und ein separater Heizungskeller sind nicht nötig. Die Wärmepumpe ist also auch Platz sparend.
Funktioniert wie ein Kühlschrank
Wärmepumpen funktionieren wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Der Kühlschrank entzieht den zu kühlenden Lebensmitteln die Wärme und gibt sie an die Umgebung ab. Die Wärmepumpe dagegen entzieht der Umwelt Wärme, pumpt sie auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an die Heizung und den Warmwasserspeicher ab.
Verschiedene Kombinationsmöglichkeiten
Welche Wärmequelle – also Luft, Grundwasser oder Erdreich – dabei im Einzelfall die sinnvollste ist, beurteilt der Fachmann am besten vor Ort: Zurzeit steht aber besonders die Nutzung der Geothermie, die Gewinnung der Wärme aus dem Erdreich im Vordergrund.
Der Kreislauf
Diese Wärmepumpen nutzen über Erdwärmesonden Wärme aus dem Erdreich. Schon in rund 10 Metern Tiefe herrscht dort eine Temperatur von ca. 10° C. Die Erdwärmesonde wird über ein Bohrloch 25 bis 120 Meter tief ins Erdreich eingelassen. Die Sonde wird mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel befüllt – der Sole. Durch eine Umwälzpumpe wird die Sole in einem geschlossenen Kreis zuerst durch die Erdwärmesonde transportiert. Hier nimmt sie die Wärme aus dem Erdreich auf. Über Soleverteiler und Sammler wird die Sole zur Wärmepumpe transportiert. Sie „pumpt“ sie auf ein höheres Temperaturniveau und gibt die Wärme ans Wärmeverteilsystem ab.
Als Wärmeverteilsystem empfiehlt sich in Kombination mit der Wärmepumpe eine Fußboden- oder Wandheizung. Denn eines haben alle Wärmepumpen gemeinsam: Je niedriger die Vorlauftemperatur des Heizsystems ist, desto effektiver arbeitet die Wärmepumpe. Bei den meisten Wärmepumpen wird eine maximale Vorlauftemperatur von 55° C erreicht. Kommen Heizkörper zum Einsatz, müssen diese dementsprechend großflächig ausgelegt sein, um eine ausreichende Wärmeabgabe zu erreichen. Im Altbau muss daher die Heizleistung der konventionellen Heizkörper geprüft werden. Gegebenenfalls müssen sie durch Großflächigere ersetzt werden.
Kostengünstig und nahezu wartungsfrei
Zwar sind Wärmepumpen in der Anschaffung teurer als konventionelle Heizsysteme. Aber durch deutlich niedrigere Betriebskosten sind sie langfristig wirtschaftlich sehr attraktiv und machen unabhängig vom Ölpreis. Die Wärmepumpe ist robust, langlebig und wartungsarm. Auch das macht sie kostengünstig. Maßgeschneidert zur Wärmepumpe bietet zum Beispiel die EnBW das passende Stromprodukt EnBW WärmePlus an. EnBW WärmePlus macht eine optimale Balance zwischen Natur und Wirtschaftlichkeit möglich: Tagsüber gilt der Tagtarif. Von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr gilt der besonders günstige Nachttarif. An Sonn- und Feiertagen profitieren Sie 24 Stunden vom Nachttarif.
Das „Beratungsteam Wärmestrom“ der EnBW berät gerne und kompetent zu allen Fragen rund um das Thema Wärmepumpentechnik, zu Tarifen und Modernisierungsmöglichkeiten. Ein Anruf genügt.
Gerne vermittelt die EnBW auch kompetente Fachbetriebe. Mehr Informationen bei: www.enbw.de




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