Solarthermische Anlagen:
Sonnige Zeiten - Sommer wie Winter
Foto: WestfaHäufig herrscht das Vorurteil, dass Solaranlagen nur in sonnigen Gefilden eine rentable Leistung bringen. Trotzdem erzeugt diese Solaranlage das ganze Jahr über eine konstante Leistung.
Zuverlässige Versorgung
Dafür sorgt ein 750 Liter großer Schichtenpuffer, der bei anhaltendem Schönwetter Überschüsse puffert und damit länger anhaltende Schlechtwetterperioden überbrückt. So können sowohl kurzzeitige, hohe Bedarfsspitzen als auch längerfristige Dauerverbräuche abgedeckt werden. Das große Volumen des Schichtenpuffers sichert somit konstant die Warmwasserversorgung und macht die Solaranlage zu einem zuverlässigen Partner – das ganze Jahr über.
Eingebunden in den konventionellen Heizkreislauf, leistet die Solaranlage einen erheblichen Beitrag zur Deckung des täglichen Energiebedarfs und somit die Heizkosten spürbar senken.
Solarthermische Anlagen
Die 12,7 m2 große Kollektorfläche dient zur Warmwasseraufbereitung und Heizunterstützung. Ein 750 l großer Schichten-puffer sorgt dafür, dass die Familie auch in Schlechtwetter-perioden bestens versorgt ist. Bei lang anhaltendem Schönwetter wird überschüssige Energie gepuffert, so dass sowohl hohe Bedarfsspitzen als auch längerfristige Dauer-verbräuche abgedeckt werden können. Denn die Sonne liefert weit mehr Energie, als wir brauchen. Im Jahresmittel strahlt sie etwa das 5000fache des derzeitigen Weltenergiebedarfs auf die Erde. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern lohnt sich auch noch! Bei stetig steigenden Gas- und Ölpreisen ist die solare Energie die Energie der Zukunft.
Neue KfW-Förderungen
Seit dem 1. Mai 2007 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihr Programm zur Förderung klimafreundlicher Technologien mit dem Titel „Erneuerbare Energien“ wieder geöffnet. Bisher förderte das Projekt „Erneuerbare Energien“ ausschließlich Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse ab 100 kW Nennwärmeleistung und Tiefengeothermie-anlagen. Hierzu wurden von der KfW günstige Darlehen und Tilgungszuschüsse vergeben. Nach der Genehmigung des Programms durch die Europäische Kommission werden seit dem 1. Mai nun auch große Solaranlagen zur Warmwasserbereitung, Heizungsunter-stützung, solaren Kühlung oder zur Bereitstellung von Prozesswärme ab 40 m2 Kollektor-fläche gefördert. Dieses neue Angebot ist auch deshalb besonders attraktiv, weil, zusätzlich zu den von der KfW bereitgestellten Darlehen, Tilgungszuschüsse in Höhe von 30% der Investitionskosten beantragt werden können. Darüber hinaus können Antragsteller für neu errichtete oder zu erweiternde Nahwärmenetze Fördermittel erhalten, wenn diese mindestens mit 50% regenerativer Wärme gespeist werden.
„Innovationsbonus“
für besondere Qualität
Seit dem 1. Mai ist das Förderprogramm des KfW außerdem um den so genannten „Innovations-
bonus“ erweitert worden. Dieses neue Angebot bietet Privatleuten und Unternehmen die Chance, die Fördersumme zu verdreifachen, wenn deren Anlagen besondere Qualitätsanforderungen erfüllen. In Abhängigkeit vom Anlagentyp gilt diese Neuregelung für Solarkollektoren von 20 bis 40 m2 Kollektorfläche zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung, solaren Kühlung oder zur Bereitstellung von Prozesswärme.
Architektonische Gestaltung mit Solaranlagen
Solaranlagen dienen nicht nur der Energiegewinnung, sie setzen auch gestalterische Akzente und heben die Wohnqualität an. Somit hat die Entwicklung der Solarenergie auch Einflüsse auf die Architektur. Die solare Architektur verbindet Elemente passiver wie aktiver Nutzung der Sonnenenergie und kombiniert diese mit Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten. Eine der Entwicklungen in der Solararchitektur ist die Abkehr von der früher üblichen Bauweise mit auf dem Dach montierten Kollektoren hin zur Dach- und Fassaden-integration. Neben der Verwendung von Kollektoren und Modulen als Bauelemente erhält der Einsatz von Glas eine besondere Bedeutung. Vor allem die Südseite von Solarhäusern ist durch Glasbauteile geprägt. Sie müssen eine überzeugende Verbindung mit der übrigen Architektur des Gebäudes eingehen.
Effektive Sonnenenergie
Es gibt viele Möglichkeiten, mit wärmetechnischen Verbesserungen und passiver Sonnennutzung Energie zu sparen. Mit Kollektoren an den Ober- und Innenflächen eines Gebäudes kann die Strahlungs-energie, die von außen auf das Gebäude fällt, gespeichert und in kontrollierter Weise wieder gebraucht werden. Vordächer, Pflanzen und sonstige Schattenspender halten die Sonne vom Gebäudeinnern fern und verhindern so eine Überhitzung. Diese einfache aber effektive Art der Sonnennutzung basiert auf folgenden Prinzipien:
- Möglichst geringer Wärmeverlust
- Temporärer Wärmeschutz von Fenstern
- Optimierte Lüftung
- Optimierung des Gebäudes, besonders der Fensterflächen, nach Stärke und Richtung der Sonneneinstrahlung
- Raumwärmesysteme
- Zwiebelschalenprinzip
- Speichermassen im Gebäudeinnern
- Pufferzonen
- Schattenspender
Wie groß der Anteil des Energiebedarfs ist, der mit der Sonne gedeckt werden kann, hängt nicht nur von der architektonischen Qualität des Gebäudes, sondern auch vom Haustyp und vom Klima ab. Für jede Region muss der Idealtyp entwickelt werden. Wer Unterstützung bei der Planung von Solaranlagen wünscht, kann sich an einen Solarexperten wenden.




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