Solarenergie
Unabhängig mit Sonnenkraft
Der Anteil an Solarkollektor-Flächen in Deutschland wächst unaufhaltsam, denn nahezu jede Gebäudeform eignet sich für eine effiziente Nutzung. Auch Fassadenkollektoren kommen verstärkt zum Einsatz
Foto: Sonnenkraft
Fotovoltaik: Die schwarzen Zellen des monokristallinen Moduls von Terra Pitta-Solar überzeugen durch Höchstleistung und dezentes, edles Aussehen
Foto: Pfleiderer
Die PEFA Solar Dachplatte lässt sich problemlos zwischen die normalen Ziegel verlegen (Indachmontage). 64 solcher Elemente (16m2) erzeugen 1 KWp
Foto: Prefa
Bei entsprechender Ausrichtung nach dem Sonnenstand eignen sich Pultdächer besonders gut für Solarsysteme. Auch als Eingangsüberdachungen oder Sonnenblenden lassen sich einzelne Elemente einsetzen
Foto: Solvis
Mit diesen großflächigen Fotovoltaik-Elementen lassen sich auch größere Dachflächen nahezu lückenlos per Aufdachmontage verlegen. Der Nutzungsgrad solcher Anlagen liegt zwischen 700 und 1150 kWh Strom im Jahr
Foto: S & F Umwelttechnik
Das Energiepotential der Sonne ist unerschöpflich und reicht aus, uns dauerhaft und umweltfreundlich mit heimischer Energie zu versorgen. Denn sie liefert pro Jahr 10.000 Mal so viel erneuerbare Energie, wie wir verbrauchen.
Jedem Topf seinen Deckel, jedem Dach seinen Kollektor. Ob flach, spitz oder schräg - welche Form ein Dach auch besitzt, Solarwärmeanlagen kann der Solarhandwerker nahezu überall installieren. Geschickt eingebaut können sie ein echter Blickfang sein und das ganze Haus und Grundstück schmücken. Das meinen auch die Experten von Sonnenkraft. Ein idealer Platz für den Kollektor ist aber nicht nur das Dach, sondern auch die Hauswand, die Garage, die Pergola oder der Wintergarten. Den größten Ertrag bringen die Kollektoren, wenn sie in Richtung Süden in einer Neigung zwischen 40 und 50 Grad installiert werden. Doch selbst bei einer Ausrichtung der Kollektoren nach Westen oder Osten werden immer noch etwa 80 Prozent des maximal möglichen Energieertrags erreicht. Es findet sich also immer eine geeignete und attraktive Fläche. Auch bei der Montage stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, wie die Indach-, Aufdach-, Flachdach- und
Fassadenmontage. Denken Sie daran: Mit etwas Mut und Engagement können wir uns innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig aus erneuerbaren Quellen versorgen. Und Hausbesitzer haben hier eine ganz besondere Verantwortung.
Welche Solaranlage ist die richtige für mein Haus?
Mindestens erforderlich sind Bauartzulassung, vermessene und von einem anerkannten Prüfinstitut zertifizierte Kennlinie, Mindestertragsnachweis und eine selektive Beschichtung des Absorbers.
Die meisten auf dem Markt erhältlichen Kollektoren sind gut verarbeitet und leistungsstark, haben bis zu zehn Jahre Garantie, manche einen "Blauen Engel".
Faustformeln zur
Dimensionierung
Trinkwassererwärmung:
Ca. 1 bis 1,5 m2 Flachkollektorfläche pro Person. Dies gilt bei: mittlerem Verbrauch (ca. 40 Liter warmes Wasser bei 45 Grad Celsius pro Person und Tag), Ausrichtung zwischen Südost und Südwest, Auslegung auf 60 Prozent Deckung des jährlichen Trinkwarmwasserbedarfs.
Solarspeichervolumen:
Hierfür wird der 1,5- bis 2-fache Tagesbedarf an Warmwasser angesetzt. Im Ein- und Zweifamilienhaus werden folglich meist
Flachkollektoren mit 4 bis 8 m2 Kollektorfläche und 300 bis 400 Liter bivalentem Speicher gebaut. Diese Systeme kosten zwischen 4.000 und 6.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Installation.
Trinkwassererwärmung und
Heizungsunterstützung:
Rund ein Quadratmeter Kollektorfläche pro Kilowatt Heizlast.
Für ein Gebäude mit heutigem Dämmstandard (Jahres-Heizwärmebedarf 100 kWh/m2) bedeutet das: ein Quadratmeter Kollektorfläche und 50 bis 70 Liter Speichervolumen pro zehn Quadratmeter Wohnfläche.
Hier sollten jedoch unter Berücksichtigung des Heizungssystems detaillierte Berechnungen vorgenommen werden. Meist werden Systeme mit 8 bis 16 Quadratmeter Kollektorfläche und Kombispeichern installiert, die dann für ca. 6.000 bis 9.000 Euro zu haben sind. Zunehmend werden die effizienteren, aber auch erheblich teureren Röhrenkollektoren eingesetzt. Für die ermittelten Flächen sind dann ca. 25 Prozent abzuziehen.




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