Heizen mit Holz: Ökobilanz verbessern

Artikel vom 18. Dezember 2008
Heizen mit Holz | Foto: BHW BausparkasseHeizen mit Holz | Foto: BHW Bausparkasse

Spätestens seit den letzten Gas- oder Ölrechnungen denken viele Hauseigentümer über einen alternativen Brennstoff für die Heizung nach. Und der wächst oft direkt vor der Haustür: Holz!

Zu kleinen „Würmern“ gepresst, den sogenannten Pellets, lässt sich Holz ähnlich bequem handhaben wie andere Brennstoffe. Holz ist zudem ein nachwachsender Rohstoff, der – richtig verbrannt – eine blitzsaubere Ökobilanz vorlegt. Denn es setzt nur soviel CO2 frei, wie es bei seinem Wachstum gespeichert hat.

Preiswerter als Öl und Gas

Tankwagenähnliche LKWs liefern die Pellets direkt zum Heizungskeller des Verbrauchers. Vom Vorratsspeicher drückt eine Förderschnecke die etwa fünf Millimeter dicken „Würstchen“ in den Heizkessel. Dieser arbeitet völlig automatisch wie eine Gas- oder Ölheizung. Allerdings sollte für ausreichend Lüftung gesorgt sein, um zu verhindern, dass sich zuviel Feinstaub in der
Luft anreichert. Pellet-Heizungen sind seit Jahrzehnten in den USA und Skandinavien erprobt. In Deutschland gibt es bereits Modelle mit moderner Brennwerttechnik, die noch umweltfreundlicher sind. Und neben der Entscheidung für einen nachwachsenden Brennstoff sprechen auch wirtschaftliche Gründe für die Pellet-Heizung (ab 10.000 Euro). Zwar richten sich auch die Pellet-Preise nach Angebot und Nachfrage. Dennoch waren Pellets in den letzten Jahren preiswerter als gleichwertige Gas- oder Ölmengen. Auch holzbefeuerte Heizöfen und Kamine erreichen heute übrigens einen wesentlich höheren Wärmegrad als früher und sind in gewissem Rahmen ebenfalls eine Alternative zu Öl- und Gasheizungen.

Förderanträge bei der BAFA

Sabine Niemeyer von der BHW Bausparkasse weist darauf hin, dass der Staat Pellet-Heizanlagen im Rahmen des Programms zur Förderung erneuerbarer Energien mit 1.000 Euro bezuschusst. Förderanträge müssen bei der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. In mehreren Bundesländern gibt es weitere Fördermittel.


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