Erdkollektoren: Die Alternative zu Erdsonden und Brunnen
Kapillarrohrmatten des Kompakt-Absorbers werden in 1,20 m Tiefe verlegt: eine problemlose und preisgünstige Alternative zum Bohren von Erdsonden oder zum Brunnenbau. | Foto: Nibe
Bei der Planung eines Wärmepumpen-Systems sind die bewährten horizontal zu verlegen- denKompakt-Absorber ein wirkliche Wärmequellen-Alternative...
zu vertikalen Erdsonden oder zum Bau von Schluck- und Saugbrunnen. Als eine intelligente und preisgünstige Lösung benötigt der Kompakt-Absorber nur halb so viel Fläche wie übliche Kollektoren und ist eine effektive und dauerhaft zuverlässige Wärmequelle. Die vollständige Regene- ration der oberflächen- nahen Erdwärme durch die Sonnenenergie, aber auch durch Regen und Schneeschmelze, wurde jetzt in einem Langzeit-Feldtest von der CREA Center für Rationelle Energieanwendung GmbH mit Sitz in Bremerhaven, wissenschaftlich nachgewiesen.
Problemlose Verlegung, hohe Produktsicherheit
Der NIBE Kompakt-Absorber beispielsweise besteht aus Kapillarrohrmatten, die horizontal und frostsicher etwa 1,20 m unter der Erdoberfläche verlegt werden – bei Bedarf auch partiell an verschiedenen Stellen auf dem Grundstück. Durch die spezielle Konstruktion der Matten und aller System- komponenten arbeitet der Kompakt-Absorber konsequent nach dem „Low-flow-Prinzip“, also mit einer niedrigen Strömungsgeschwindigkeit, die einen optimalen Entzug der Wärme aus dem Erdreich gewährleistet. Wichtig für die stete Aufnahme neuer Energie im oberflächennahen Erdreich ist allerdings, dass die Kollektorfläche nur mit Rasen oder flachwurzelnden Stauden bedeckt ist. Der Kompakt-Absorber ist somit vor allem für Neubauten oder bei Komplett- sanierungen, die mit einer neuen Gartengestaltung einhergehen, eine interessante Lösung. Für den Erdaushub stehen dann das ohnehin am Neubau beschäftigte Tiefbauunternehmen oder die Landschafts- gärtner aus der Region zur Verfügung. NIBE liefert das komplette Wärme- quellenpaket mit allen Komponenten. Die Kompakt-Absorber sind auf alle speziellen Sole/Wasser- Wärmepumpen ausgelegt und bemessen. Da die bereits werkseitig druck- geprüften Matten auch während und nach der Installation einer Druckprobe unterzogen werden, kann eine hohe Betriebs- sicherheit gewährleistet werden. Unter diesen Gesichtspunkten wurde die Produkthaftpflicht auf fünf Jahre erweitert.
Zertifikat der CREA für den Kompakt Absorber
In einem Langzeitversuch mit kontinuierlichen Feldmessungen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Chahpar Mostofizadeh von der CREA wurde jetzt auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Verlegung der kompakten Absorbermatten auf Dauer die benötigte Erdwärme bereitstellt. Installiert wurde eine Wärmepumpe NIBE Fighter 1210 Typ 5 (6 kW Heizleistung) inklusive Warmwasserbereitung und Abluftmodul FLM 30. Als Wärmequelle dienten zehn Kompakt-Absorber in Kapillarbauweise, verlegt in 1,20 m Tiefe auf nur 80 m2 Fläche. Von 2004 bis 2007 wurden zahlreiche Messwerte in der Anlage und im Erdreich ausgewertet. Das Ergebnis – von der CREA zertifiziert – zeigte, dass ausreichend Wärme von der Oberfläche in das Erdreich eingetragen wird. Im gesamten Messzeitraum betrug die minimale Sole- temperatur -2°C. Damit haben die Messungen eine vollständige Regeneration des Erdreichs über drei Heizperioden ergeben. Weitere Infos: www.nibe.de
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| Die Luft/Wasser-Wärmepumpe Fighter 2020 von NIBE kann heizen und Warmwasser bereiten. Sie wird im Außenbereich aufgestellt und nutzt als Wärmequelle die Außenluft bei Temperaturen von -20° bis +35° C. | Die Außenverkleidung ist korrosionsbeständig. Empfehlenswert ist die Aufstellung mit einem Abstand von 35 cm zur Hauswand. |
| Seit dem 01. Januar 2008 stellt die BAFA finanzielle Mittel auch für Wärme- pumpen zur Verfügung und gibt damit zukünftigen Bauherren sowie Besitzern von bestehenden Immobilien einen zusätzlichen Anreiz, die umweltfreund- liche Heiztechnik installieren zu lassen. Förderfähig sind unter anderem Luft/Wasser-Wärmepumpen mit einer nachweislichen Jahresarbeitszahl nach VDI-Richtlinie 4650 Teil 1 (produkt- und standort- abhängige Jahres- arbeitszahl-Ermittlung) von mindestens 3,3 im Bestand und mindestens 3,5 im Neubau. Somit stehen Endkunden erstmalig Fördermöglichkeiten in Höhen von bis zu 1500 EUR pro Luft / Wasser- Wärmepumpenanlage zur Verfügung. Die genaue Höhe der Förderung für Wohn- und Nichtwohn- gebäude sowie die Frage, ob die BAFA einen Kombinationsbonus gewährt, richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren und Berechnungen. Ausführliche Informationen und Antragsformulare zum Download gibt es in Internet unter www.bafa.de. |






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