Geothermie: Die Kraft der Erdwärme nutzen
Die Lukas Gläser Geothermie GmbH ist ein nach W120 zertifiziertes Unternehmen. | Foto: www.glaeser-geothermie.deTrotz Finanzkrise hat sich die Erdwärmebranche auch im vergangenen Jahr im Vergleich zu den konventionellen Heizungssystemen mit Gas- oder Heizöl wieder bestens geschlagen.
Auch für das Jahr 2010 rechnet die Branche mit einem deutlichen Anstieg der erstellten Anlagen und dies nicht ohne Grund.
Mit Anziehen der allgemeinen Weltwirtschaftslage zeichnet sich bereits wieder ein kontinuierlicher Anstieg der Heizölpreise am Markt ab. Aber nicht nur der steigende Ölpreis bzw. die mit einer Erdwärmeanlage wesentlich geringeren Heizkosten, hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass sich die Erdwärmetechnik inzwischen am Markt durchgesetzt und im
privaten Wohnhausneubaubereich marktbeherrschend dasteht, sondern auch eine Reihe anderer Vorteile. Hier sind neben der Versorgungssicherheit, der ständigen, d. h. jahreszeitlich unabhängigen, Verfügbarkeit und der als erneuerbare Energie sehr positiven Umweltbilanz auch ganz praktische Überlegungen zu erwähnen. So gehört die Erdwärmetechnik in Verbindung mit einer Wärmepumpen zu den wartungsfreundlichsten, unkomplizierten und, ist (sind) die Sonde(n) erst mal installiert, auch langlebigsten Systemen. Damit die Erdwärmeanlage aber auch die in sie gesetzten Erwartungen am Einzelprojekt erfüllen kann, sind eine Reihe von Punkten zu beachten.
Die richtige Planung
Der Fachmann, Herr Robert Fischer, von der Lukas Gläser Geothermie GmbH, empfiehlt hier eine Vorgehensweise in 8 Schritten.
Die Klärung mit dem Bauamt
Wird in Richtung Erdwärme gedacht, sollte der ersten Schritt immer die Prüfung bzw. Abfrage bei den zuständigen Behörden sein ob am Standort gebohrt werden darf (Stichwort Wasser- oder Heilquellenschutzgebiet) oder mit welchen Auflagen ggf. zu rechnen ist.
Den Bedarf ermitteln
Steht nach dieser ersten Anfrage eine Erdwärmenutzung nichts im Wege, gilt es in einem zweiten Schritt den Bedarf – sei es im Neubau oder im Bestand – zu ermitteln. Dies kann im Bestand, mit Einschränkungen, überschlägig über den bisherigen Verbrauch, besser aber durch eine entsprechende Bedarfsberechnung, durch einen entsprechend qualifizierten Fachmann erfolgen. Im Neubau werden diese Angaben von einem Architekten, Statiker oder Bauträger bzw. Haushersteller geliefert.
Die Wirtschaftlichkeit
Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist, insbesondere im Bestand, auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit (Stichwort „Vorlauftemperatur“
einer Erdwärmeanlage) zu prüfen. An dieser Stelle kann dann in einem Zwischenschritt (Schritt drei) nochmals die Machbarkeit bzw. das gewählte System (Sonde, Grundwasser, Körbe oder Flächenkollektor) überprüft werden. Die nächsten Schritte entscheiden dann über Wohl und Wehe der Anlage auf Jahrzehnte.
Die Berechnung der Bedarfs
Der vierte Schritt umfasst die Planung und Dimensionierung der Sonden- oder Brunnenanlage unter Berücksichtigung der relevanten Parameter, z. B. Heiz- oder Jahresenergiebedarf, geologische und hydrogeologische Verhältnisse aber auch die örtlichen Verhältnisse, um nur einige zu nennen.
Die Leistungsausschreibung
Der nächste, der fünfte Schritt, gilt einer sorgfältigen und vor allem umfassenden Ausschreibung der Leistungen. Zu einer Erdwärme- oder Brunnenanlage gehören nicht nur die eigentlichen Bohrungen sondern auch das Einholen von Genehmigungen. Es muss das Bohrgut entsorgt (Container) werden und schließlich müssen die Leitungen (Sonden- oder Brunnenleitungen) noch in das Gebäude geführt werden. Dies bedeutet neben den eigentlichen Material- und Verlege- eben auch Grabarbeiten und ggf. auch die Entsorgung von Aushubmaterial. Generell kritisch hinterfragt werden sollten Pauschalangebote ohne genaue Auflistung der Leistungen bzw. der verwendeten Materialien. Wird z. B. deutschlandweit für eine bestimmte Heizlast oder ein bestimmtes Gebäude mit ein und derselben Sondenlänge gerechnet, sollte das stutzig machen. Denn weder die Geologie noch die klimatischen Verhältnisse sind Bundesweit identisch.
Den Antrag stellen
Vor dem endgültigen Start steht der Schritt 6. Das heißt ob Erdwärmesonde oder Brunnenanlage, die Bohrungen müssen bei den zuständigen Behörden mit Angabe der relevanten Daten (Lage, Anzahl / Tiefe Sonden bzw. Brunnen, Geologische Prognose etc.) eingereicht werden.
Die Erstellung der Antragsunterlagen erfolgt durch die Bohrfirma oder ein geologisches Büro.
Die Bohrung
Die gesamte gute Planung nützt nichts, wenn sie später in Schritt 7 (der Ausführung) nicht umgesetzt wird.
Wie beim Gebäudefundament ist auch die Installation der Erdwärmesonde ein einmaliges Unterfangen. Nachträgliche Korrekturen sind nicht möglich bzw. ggf. nur in Form weiterer Bohrungen realisierbar. Die Erdwärmesonden- oder Grundwasserbohrungen mit Ausbau sollten immer durch ein qualifiziertes, d.h. nach W 120 zertifizierte Unternehmen (welches entsprechend technisch ausgerüstet ist) durchgeführt werden. Begleitet wird die Maßnahme durch eine unabhängige, geologische Betreuung.
Das Prüfprotokoll
Zum Abschluss, und damit zu Schritt 8, gehört schließlich die Enddokumentation mit Lageplan, Geologischem Profil sowie Verfüll- und Druckprüfprotokoll. Weiterführende Infos unter: www.glaeser-geothermie.de
Lukas Gläser Geothermie GmbHBacknanger Str. 66
71540 Aspach
Telefon: 07191/213-125
Telefax: 07191/213-176
Mobil: 0175/2985247
info@glaeser-geothermie.de
www.glaeser-geothermie.de
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