Erdwärme: Die Heiztechnik der Zukunft
Tipps und Ratschläge auf 170 Seiten zur Auswahl der richtigen Technik gibt etwa der Ratgeber „Richtig heizen. Sparsam und zukunftssicher“ des Heizungsspezialisten Weishaupt, der unter: www.weishaupt.de angefordert werden kann. | Foto: www.weishaupt.deEine Wärmepumpe erscheint vielen Hausbesitzern als eine interessante Variante, um sich langfristig von den Weltmarktpreisen für fossile Energie abzukoppeln.
Für den Einsatz einer Wärmepumpe sollte man einige Voraussetzungen beachten. Wärmepumpen eignen sich besonders für Gebäude mit einer ausgeprägten Wärmedämmung und einer Wärmeverteilung mit niedrigen Temperaturen wie etwa einer Fußbodenheizung.
Wasser, Erde oder Luft
Die mit der Wärmepumpe gewonnene Heizenergie ist ein Mix aus drei Viertel Umweltenergie und einem Viertel Strom.
Ob als Wärmequelle die Umgebungsluft, das Erdreich oder das Grundwasser genutzt wird, hängt von den Gegebenheiten vor Ort und vom Budget ab.
Kosten und Nutzen abwägen
Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden oder Erdkollektoren erreichen durch die gleichmäßige Temperierung des Erdreichs eine hohe Effizienz. Noch effizienter sind nur Wasser/Wasser-Wärmepumpen, die das Grundwasser
mit seinen geringen Temperaturschwankungen (7 bis 12 Grad Celsius) als Energiequelle nutzen. Beiden Techniken gemeinsam ist eine relativ hohe Anfangsinvestition, die jedoch in der Regel durch niedrigere Betriebskosten ausgeglichen wird. Die günstigste Variante, um in die brennstoffunabhängige Heizung einzusteigen, sind Luft/Wasser-Wärmepumpen. Sie können komplett im Haus eingebaut werden. Wer den Platz im Keller anderweitig nutzen möchte, dem bieten die Hersteller auch hier die passende Alternative: die Luft/Wasser-Wärmepumpe zur Außenaufstellung. Bei der Planung einer Heizungserneuerung empfiehlt es sich in jedem Fall, vom Heizungsfachbetrieb Wirtschaftlichkeits-berechnungen für verschiedene Techniken erstellen zu lassen.
Leistungsstarke Hocheffizienz-Wärmepumpen
Durch den Einsatz spezieller Hochleistungsverdampfer erreichenmoderne Luft/Wasser-Wärmepumpen sehr hohe Jahresarbeitszahlen, die Voraussetzung für die finanzielle Förderung durch das Marktanreizprogramm sind.
Mit Leistungsstufen von neun bis zu 40 Kilowatt eignen sich Hocheffizienz-Luft/Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz in Einfamilienhäusern ebenso wie für Mehrfamilienhäuser, Industrie- und Gewerbeanwendungen. Selbst in den kältesten Regionen Deutschlands zeigt sich, dass mit der kostengünstig zu installierenden Technologie die Luft als eine attraktive Wärmequelle genutzt werden kann.
Energiefresser im Heizungskeller
Modelle der neuesten Bauart verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als ungeregelte Pumpen. Der Austausch lohnt sich somit bereits nach rund drei Jahren und addiert sich zu einem Einspareffekt von rund 1.000 Euro in zehn Jahren.
Link-Tipps
Hinweise für Antragsteller:
www.erdwaerme.baden-wuerttemberg.de
www.geothermie.de/schnelle
_tipps_f_hauslebauer.htm
Förderung von Erdwärmesondenanlagen in Baden-Württemberg:
www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de
Umrüstungs-Zuschuss der KfW-Förderbank:
www.pumpenpraemie.de
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| Die Wärmequelle Grundwasser ist für den monovalenten Wärmepumpenbetrieb, durch die geringen Tem- peraturschwankungen ( mindestens 7 - 12 Grad ) vom Grundwasser bestens geeignet. Ein bivalenter Betrieb ist jedoch auch möglich. Diese Anlagen sind grundsätzlich durch die Wasserbehörden genehmigungs-pflichtig. Für den Betrieb werden ein Förderbrunnen sowie ein Schluck-brunnen benötigt. | Als Wärmequellen können zum Beispiel die Außenluft ( uneinge-schränkte Verfügbarkeit), Wärme-rückgewinnung aus Abluft oder Abwärme sowie Absorbersysteme (z.B. Energiezäune) genutzt werden. Der Erschließungsaufwand für eine Luftwärmepumpe hält sich in Grenzen. (z.B. Fundamente, Erdarbeiten, Luftführung, Kanäle). Beim Aufstellungsort sind die Schall- und Kondensatentwicklung zu beachten. |
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| Luft/Wasser-Wärmepumpen werden für Heizungen in Wohnhäusern überwiegend als monoenergetische Anlagen betrieben. Die Wärmepumpe sollte hier bis zu einer Außen- temperatur von ca. -5 Grad (Bivalenzpunkt) den Wärmebedarf vollständig decken. Erst bei tieferen Temperaturen oder erhöhtem Wärmebedarf wird ein elektrisch betriebener Wärmeerzeuger zugeschaltet. | Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden oder Erdkollektoren erreichen durch die gleichmäßige Temperierung des Erdreichs eine hohe Effizienz. Die relativ hohe Anfangs- investition wird in der Regel schnell durch niedrige Betriebskosten ausgeglichen. Es besteht die Möglichkeit mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe zu kombinieren. Meisten wird dies mit einer Warm- wasserbereitung praktiziert. |
Damit die Nebenkosten nicht zur Hauptsache werden
Zentrale Regelsysteme ermög lichen es heute, von einer Steuereinheit aus alle Räume einzeln und nach individuellen Vorgaben zu beheizen. Die Nachrüstung ist denkbar einfach. Da die Steuerung mittels Funk erfolgt, brauchen keine Leitungen verlegt zu werden. Dank der exakten Temperaturregelung und der Zeitsteuerung ist eine Energieeinsparung um bis zu 30 Prozent möglich, hat etwa Honeywell für sein System „evohome“ berechnet. Weitere Informationen unter: www.honeywell.de/haustechnik








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