Erdwärme: Die Heiztechnik der Zukunft

Artikel vom 17. Juni 2010
Tipps und Ratschläge auf 170 Seiten zur Auswahl der richtigen Technik gibt etwa der Ratgeber „Richtig heizen. Sparsam und zukunfts­sicher“ des Heizungs­spezialisten Weishaupt, der unter: www.weishaupt.de angefordert werden kann. | Foto: www.weishaupt.deTipps und Ratschläge auf 170 Seiten zur Auswahl der richtigen Technik gibt etwa der Ratgeber „Richtig heizen. Sparsam und zukunfts­sicher“ des Heizungs­spezialisten Weishaupt, der unter: www.weishaupt.de angefordert werden kann. | Foto: www.weishaupt.de

Eine Wärmepumpe erscheint vielen Hausbesitzern als eine interessante Variante, um sich langfristig von den Weltmarktpreisen für fossile Energie ab­zukoppeln.

Für den Einsatz einer Wärmepumpe sollte man einige Voraussetzungen beachten. Wärmepumpen eignen sich besonders für Gebäude mit einer aus­geprägten Wärmedämmung und einer Wärmeverteilung mit niedrigen Temperaturen wie etwa einer Fußbodenheizung.

Wasser, Erde oder Luft

Die mit der Wärmepumpe gewonnene Heizenergie ist ein Mix aus drei Viertel Umweltenergie und einem Viertel Strom.
Ob als Wärmequelle die Umgebungsluft, das Erdreich oder das Grundwasser genutzt wird, hängt von den Gegebenheiten vor Ort und vom Budget ab.

Kosten und Nutzen abwägen

Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden oder Erdkollektoren erreichen durch die gleichmäßige Temperierung des Erdreichs eine hohe Effizienz. Noch effizienter sind nur Wasser/Wasser-Wärmepumpen, die das Grundwasser
mit seinen geringen Temperaturschwankungen (7 bis 12 Grad Celsius) als Energiequelle nutzen. Beiden Techniken gemeinsam ist eine relativ hohe Anfangsinvesti­tion, die jedoch in der Regel durch niedrigere Betriebskosten ausge­glichen wird. Die günstigste Variante, um in die brennstoffunabhängige Heizung einzusteigen, sind Luft/Wasser-Wärmepumpen. Sie können komplett im Haus eingebaut werden. Wer den Platz im Keller anderweitig nutzen möchte, dem bieten die Hersteller auch hier die passende Alternative: die Luft/Wasser-Wärmepumpe zur Außenaufstellung. Bei der Planung einer Heizungs­erneuerung empfiehlt es sich in jedem Fall, vom Heizungsfach­betrieb Wirtschaftlichkeits-berechnungen für verschiedene Techniken erstellen zu lassen.

Leistungsstarke Hoch­effizienz-Wärmepumpen

Durch den Einsatz spezieller Hochleistungsverdampfer erreichenmoderne Luft/Wasser-Wärmepumpen sehr hohe Jahresarbeitszahlen, die Voraussetzung für die finanzielle Förderung durch das Marktanreizprogramm sind.
Mit Leistungsstufen von neun bis zu 40 Kilowatt eignen sich Hocheffizienz-Luft/Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz in Einfami­lienhäusern ebenso wie für Mehr­familienhäuser, Industrie- und Gewerbeanwendungen. Selbst in den kältesten Regionen Deutschlands zeigt sich, dass mit der kostengünstig zu installierenden Technologie die Luft als eine attraktive Wärmequelle genutzt werden kann.

Energiefresser im Heizungskeller

Modelle der neuesten Bauart verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als ungeregelte Pumpen. Der Austausch lohnt sich somit bereits nach rund drei Jahren und addiert sich zu einem Einspareffekt von rund 1.000 Euro in zehn Jahren.

Link-Tipps

Hinweise für Antragsteller:
www.erdwaerme.baden-wuerttemberg.de
www.geothermie.de/schnelle
_tipps_f_hauslebauer.htm

Förderung von Erdwärmesondenanlagen in Baden-Württemberg:
www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de

Umrüstungs-Zuschuss der KfW-Förderbank:
www.pumpenpraemie.de

Die Wärmequelle Grundwasser ist
für den monovalenten Wärmepumpen­betrieb, durch die geringen Tem- peraturschwankungen ( mindestens
7 - 12 Grad ) vom Grundwasser bestens ge­eignet. Ein bivalenter Betrieb ist jedoch auch möglich. Diese Anlagen sind grundsätzlich durch die Wasserbehörden genehmigungs-pflichtig. Für den Betrieb werden ein Förderbrunnen sowie ein Schluck-brunnen benötigt.
Als Wärmequellen können zum Beispiel die Außenluft ( uneinge-schränkte Verfügbarkeit), Wärme-rückgewinnung aus Abluft oder Abwärme sowie Ab­sorbersysteme
(z.B. Energiezäune) ge­nutzt werden. Der Erschließungsaufwand für eine Luftwärmepumpe hält sich in Grenzen. (z.B. Fundamente, Erdarbeiten, Luftführung, Kanäle). Beim Aufstellungsort sind die Schall- und Kondensatentwicklung zu beachten.
Luft/Wasser-Wärmepumpen werden
für Heizungen in Wohnhäusern
überwiegend als monoenergetische Anlagen betrieben. Die Wärmepumpe sollte hier bis zu einer Außen- temperatur von ca. -5 Grad (Bivalenzpunkt) den Wärmebedarf vollständig decken. Erst bei tieferen Tempera­turen oder erhöhtem Wärmebedarf wird ein elektrisch betriebener  Wärmeerzeuger zugeschaltet.
Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden oder Erdkollektoren erreichen durch die gleichmäßige Temperierung des Erdreichs eine hohe Effizienz. Die relativ hohe Anfangs- investition wird in der Regel schnell durch niedrige Betriebskosten ausgeglichen. Es besteht die Möglichkeit mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe zu kom­binieren.
Meisten wird dies mit einer Warm- wasserbereitung praktiziert.


Damit die Nebenkosten nicht zur Hauptsache werden

Zentrale Regelsysteme ermög ­lichen es heute, von einer Steuereinheit aus alle Räume einzeln und nach individuellen Vorgaben zu beheizen. Die Nachrüstung ist denkbar einfach. Da die Steuerung mittels Funk erfolgt, brauchen keine Leitungen verlegt zu werden. Dank der exakten Temperaturregelung und der Zeitsteuerung ist eine Energieeinsparung um bis zu 30 Prozent möglich, hat etwa Honeywell für sein System „evohome“ berechnet. Weitere Informationen unter: www.honeywell.de/haustechnikTemperaturregelung per Funk | Foto: www.honeywell.de

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