Blick in die Zukunft: Wie heizen wir morgen?
Wie sieht die Zukunft des heizen aus? | Foto: BHW BausparkasseImmer mehr Haus- und Wohnungseigentümer stehen vor der Notwendigkeit, ihre alte Heizanlage zu ersetzen.
Bei steigenden Heizöl- und Erdgaspreisen wollen viele eine Anlage, die wirklich spart und zukunftssicher ist. Doch die Auswahl ist groß und die Entwicklung rasant. Die Forschung befasst sich zurzeit zum Beispiel mit Solarheizungen durch die Hausfassade oder Brennstoffzellen und zeigt damit auf, was in der Zukunft möglich sein könnte.
Es muss nicht immer die Neueste Technik sein
So begrüßenswert die ständige Verbesserung der Technik ist, sie verunsichert auch die Verbraucher: Viele scheuen sich vor einer dringend notwendigen Modernisierung, weil sie nicht wissen, ob sie etwa mit dem Einbau einer neuen Heizung vielleicht doch noch warten sollten. „Dazu gibt es keinen Grund“, erklärt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse, „denn moderne Heizanlagen sind heute schon sehr viel spar-samer als die noch immer weit verbreiteten, oft 15 bis 20 Jahre alten Heizkessel. Bis zu 70 Prozent der Heizkosten lassen sich mit ihnen reduzieren.“ Zusammen mit einer zusätzlichen Investition in die Wärmedämmung des Hauses kann das wesentlich effektiver sein, als sich das modernste Produkt einer Solaranlage auf dem Dach zu installieren. Ähnlich wie bei der Autoindustrie sind völlig neue, revolutionäre Schritte eher die Ausnahme.
Brennstoffzelle in weiter Ferne
Die gleichermaßen von Autoherstellern und Heizungsfirmen angekündigte Brennstoffzelle, die verbrauchsgünstig und umweltfreundlich unsere Energieprobleme lösen soll, wird wohl auch in den nächsten Jahren nicht auf den Markt kommen. Selbst wenn sie kommt, wird sie nicht schlagartig alle anderen Heizsysteme alt aussehen lassen. Rüdiger Grimmert: „Die technischen Neuerungen vollziehen sich auch auf diesem Gebiet in kleinen Schritten. Die Heizung zum Nulltarif ist weit und breit nicht zu sehen.“ Vieles, über das Wissenschaftler heute diskutieren, ist noch Zukunftsmusik. Aber Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen und Solaranlagen, vor allem aber moderne Gas- und Ölheizgeräte mit bewährter Technik sparen schon heute beachtliche Energiemengen ein.
Energiesparen finanzieren
Grimmert empfiehlt deshalb, nicht auf die allerneueste Technik zu warten, sondern beherzt veraltete Anlagen durch bewährte energiesparende Systeme zu ersetzen und dabei bestehende Fördermöglichkeiten zu nutzen.




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