Rund ums Dach:
Es muss nicht immer Ziegel sein!
Neben hervorragenden Verlegemerkmalen und einer leichten Verarbeitbarkeit besticht der N 91 in seiner Funktionalität durch eine ausgeprägte Verfalzung.
Foto: Coramic A
Dächer haben in erster Linie die Aufgabe, Bauwerke vor äußeren Einwirkungen wie Sonne, Wind, Regen oder Schnee zu schützen. Für die Dacheindeckung von Steildächern (Neigung ab 22° werden vorwiegend Dachziegel und Betondachsteine, etwas seltener auch Schieferplatten verwendet.
Schon bei der Wahl zwischen Ton und Beton sind Plus- und Minuspunkte nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Für den Tondachziegel spricht, dass er seit Jahrtausenden eingesetzt wird. Heutige Dachziegel sind High-Tech-
Produkte, die mit größter technischer Präzision hergestellt werden. Dabei gilt unverändert: Der Ziegel ist ein Naturprodukt, der aus Ton und Wasser gebrannt wird. Er nimmt durch kapillare Poren Feuchtigkeit auf und gibt sie relativ schnell wieder ab. Diese Atmungsaktivität ist weit höher als beim Betondachstein.
![]() | Der neue Großflächenziegel Nibra MS 5 greift mit seinen drei Mulden die klassische Form des Doppelmulden- falzziegels auf. |
Endlich ist Schluss mit dem „Dacheinerlei“
Farbige Engoben oder Glasuren, machen den Stein noch resistenter gegen alle Arten von Umwelteinflüssen und bringen zugleich Farbe auf das Dach. Erst vor 150 Jahren wurden die ersten Betondachsteine, damals noch manuell, gefertigt. Seit etwa 40 Jahren wird der Stein industriell produziert. Betondachsteine werden aus Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser hergestellt. Bei 60 Grad wird die Mischung für ca. sechs bis acht Stunden spezialgetrocknet. Die Aushärtung erfolgt an der freien Luft.
Absolut regendicht
Betondachsteine sind wie Ziegel absolut regendicht. Auch Betondachsteine sind in verschiedenen Farben erhältlich. Das Problem bei Betondachsteinen ist ihr Alterungsverhalten: Während Ziegel Patina ansetzen, kommt es beim Stein leichter zu Kalkausblühungen und Bemoosung. Betondachsteine sind jedoch günstiger als Tondachsteine.
![]() Wahl der DacheindeckungEine Villa aus den 20er Jahren, auf dem Dach - schwarze S-Pfannen„Longlife“ in Kombination mit grauer Schiefer-Verkleidung an Giebelwänden und Erkern. Es ist auf den ersten Blick kaum erkennbar, dass hier Dachsteine der „neuen“ Generation eingesetzt wurden bei der die Pfannen extrem glatt und farbbeständig sind. Mit dieser speziellen Mikrobeton-Oberfläche bleiben sie besonders lange sauber und behalten ihren ursprünglichen Farbton. | ![]() Gauben, Verblendungen und VordächerÖkologisches Bauen muss nicht auf moderne Baustoffe verzichten. Titanzink beispielsweise erhielt schon vor Jahren das von der Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauen e.V. herausgegebene und europaweit einzigartige Öko-Label. Dabei wurde der gesamte Lebenszyklus von Titanzink bewertet. Für Familien, die werthaltige Bauweise mit ökologischer Verantwortung kombinieren möchten, ist das Öko-Label eine zuverlässige Orientierungshilfe. |
![]() Dachrinnen mit SystemDachrinnen und Regenfallrohre sollten nicht nur optisch zum Gesamtbild des Hauses passen, sondern durch ausgereifte Funktionalität und Passgenauigkeit. |









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