Rund ums Dach
Dächer sind Visitenkarten

Es gibt Giebel und Gauben, flach geneigte oder versetzte Flächen, glatte oder bunte Eindeckung. Doch all zu individuelle Dachformen können die einheitliche Struktur bestehender Siedlungen stören.
Daher ist schon im Bebauungsplan festgehalten, welche Dachformen für das jeweilige Baugebiet vorgeschrieben sind.
In Neubausiedlungen sind außergewöhnliche Lösungen stark im Kommen.
Die Industrie stellt sich mit veränderten Ziegel- und Dachstein-Modellen,
neuen Farbvarianten und Sonderausführungen auf den schnelleren Geschmackswechsel der Baufamilien ein.
Besondere Wünsche werden auch bei Sanierungen geäußert - diesen stehen jedoch oft Vorgaben der Gemeinden entgegen. Etwa jedes zehnte Dach in Deutschland weicht mittlerweile vom klassischen Satteldach ab. Neuerdings bevorzugen viele Baufamilien mediterrane Dachformen mit warmen Farbnuancen. Heutzutage erwarten Eigenheimbesitzer vom Dach mehr als nur den Schutz vor Wind und Wetter. Baufamilien sollten jedoch auf jeden Fall bereits in der Planungsphase den Fachmann -
z. B. Architekten oder versierten Dachdeckermeister - zu Rate ziehen.
Richtlinien für die Dachdämmung
Mit der neuen Energiesparverordnung hat der Gesetzgeber klare Richtlinien für die Dachdämmung erstellt. Danach ist das Dach dann zu dämmen, wenn der Wärmedurchgangskoeffizient, der so genannte U-Wert, mehr als 0,3 W/(m2K) beträgt und die Decke zugänglich ist. Empfohlen wird sogar ein U-Wert von mindestens 0,2. Mit einer Faustformel lässt sich leicht ermitteln, ob man der neuen Anforderung gerecht wird: Liegt eine 12 cm dicke Wärmedämmung auf ungedämmtem Boden (z.B. Rohbetondecke oder Kehlbalkenlage), wird in der Regel der vorgeschriebene Wert erreicht. Ist die Dämmung geringer, muss nachgerüstet werden.
Ziegelartige Solardacheindeckungen
Die Solarelemente sind so in ziegelartig geformte Unterkonstruktionen z.B. aus Kunststoff eingefügt, daß sie den gleichen Randabschluss wie die normalen Ziegel aufweisen und die gleichen Einbaucharakteristika haben.
Schluss mit Hitzestau und Kälteschock
Warum sollte man bei schönstem Sommerwetter über Wärmedämm-Maßnahmen am Dach nachdenken? Ganz einfach:
Weil nicht nur die Kälte, sondern auch die Hitze ein Wohnen unter dem Dach oft schier unmöglich machen. Und weil die warme Jahreszeit geradezu dazu einlädt, das Haus für einige wenige Tage „oben ohne" zu lassen.
Die gesamte Dachsanierung dauert nur wenige Tage. Das Ergebnis bringt dem Hausherren über viele Jahre Gewinn. Nicht nur, dass das einzig wirksame Mittel, ohne Temperatureinbußen
den ständig steigenden Energie-
kosten entgegenzuwirken, eine leistungsfähige Dämmung ist. Ein gut gedämmtes Dachgeschoss bietet auch Raum, um lang gehegte Wohnträume Wirklichkeit werden zu lassen. Und so lässt sich an kalten Wintertagen der neu geschaffene Wohnraum ebenso genießen wie an heißen Sommertagen. Eine teure Klimaanlage ist jedenfalls nicht mehr erforderlich, um unter dem Dach vor Sauna- bzw. Kühlraumtemperaturen geschützt zu sein.
Temperaturdifferenz zwischen
Innen und Außen oft 50° und mehr
Wenn andere Urlaub machen, leistet das Dach Schwerstarbeit. In keiner anderen Jahreszeit
wird das Dach auf eine so harte Probe gestellt
wie im Sommer. Es muss enorme Temperatur-
unterschiede verkraften sowie Stürmen und heftigen Regengüssen trotzen. Temperaturen
die durchaus über 70° C betragen können, werden bei einem Gewitterregen nicht selten binnen weniger Minuten drastisch herabgekühlt. Auch diesen Temperaturschock muss ein gutes Dach verkraften können.




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