Jeden schrägen Winkel nutzen

Artikel vom 26. November 2010
Ausgebaute Dach­geschosse bieten zusätzlichen Wohnraum mit viel Licht und Weitblick. Um diesen Raum unter der Schräge aber auch optimal nutzen zu können, sollten bei der Einrichtung einige Details be­achtet werden. | Foto : VeluxAusgebaute Dach­geschosse bieten zusätzlichen Wohnraum mit viel Licht und Weitblick. Um diesen Raum unter der Schräge aber auch optimal nutzen zu können, sollten bei der Einrichtung einige Details be­achtet werden. | Foto : Velux

Der Kniestock und sein Einfluss auf den Dachwohnraum: Je höher dieser ist, desto mehr Wohnraum und Stellwände entstehen.

Ein möglichst hoher Kniestock ist ideal für eine Nutzung des Dach­raums als Wohnraum. Je höher der Kniestock ist, umso größer ist der Raumgewinn. In der Praxis liegt die Kniestock-Höhe in vielen Neubaugebieten zwischen 40 und 80 Zentimetern bei einer Dachneigung von 45 Grad. Je höher jedoch der Kniestock ist, desto mehr Stellfläche unter dem Dach sowie begehbare Wohnfläche entsteht. Trifft die Dachschräge allerdings direkt auf die Obergeschossdecke oder ist der Kniestock niedriger als 40 Zentimeter, kann auch eine zusätzliche Wand zur Dachseite hin einge­zogen werden. Dadurch entsteht eine zweck-mäßige senkrechte Stellwand - unter Umständen sogar mit einem integrierten Stauraum, der über eine Seitentür erreichbar ist. Eine sehr gute Form der Nutzung sind Dachwohnfenster. Sie lassen sich nicht nur bei durchgehender Dachschräge, sondern auch im Kniestock mit senkrechten Untenelementen einbauen. Sie erhalten die ideale Kombination von frischer Luft und viel Licht, da mit Dachfenster mehr Licht in den Wohnraum gelangt, als bei gleichgroßen Senkrechtfenstern.Durch gute Lüftungsmöglichkeiten tragen sie zu einem optimalen Innenklima bei.

Küche im Licht | Foto : Velux

Möbel für den Dachraum

Schönes Wohnen unter der Schräge bedarf einer Einrichtungsplanung. Von einer Wohnung ganz oben träumen viele. Die tolle Aussicht, Licht und Luft, die behag­liche Atmosphäre unter der Schräge werden als Vorzüge genannt. Doch gerade die Schräge hat auch ihre Nachteile: Möbel aufzustellen ist sehr schwierig. Wo können die Schränke hin? Welche Lampen werden wo benötigt? Wo sollen Schränke, das Sofa und das Bett stehen? Eine Maßanfertigung ist nicht notwendig – vorausgesetzt, der Bauherr oder der Renovierer plant seine Einrichtung richtig und rechtzeitig. Bei Wohn-Essräumen in einer Dachwohnung bietet es sich an, niedrige Schränke, wie etwa ein Sideboard, unter die Schräge zu stellen. So ist dieser sonst verschenkte Platz optimal genutzt.Auch eine Chaise-Longe ist dort ideal untergebracht. Das Sofa direkt unter dem Fenster ist eine gute Idee – wer viel liest hat immer bestes Licht. Wichtig ist es dabei allerdings, die Fenster stets zu schließen, wenn man die Wohnung verlässt: Bei Regen gibt es sonst Wasserflecken auf dem Sitzmöbel. Der Esstisch sollte so platziert werden, dass eine ausreichende Kopffreiheit von etwa 1,90 Metern zur Verfügung steht. Ob das Bett im Schlafzimmer ganz oben direkt unter dem Fenster stehen sollte, ist Ge­schmackssache: Die einen können nicht schlafen, wenn Regentropfen auf die Scheibe prasseln. Die anderen lieben dieser Geräusch, und genießen es bei besserem Wetter nachts Sterne gucken zu können sowie am Morgen die Sonne im Gesicht zu spüren. Um hohe Kleider-schränke unterbringen zu können, sollten ausreichend Wände mit voller Raumhöheeingeplant werden. Mit Spiegeln und einem hellen Wandanstrich lassen sich kleine Räume unter der Schräge, wie beispielsweise die Diele, optisch vergrößern und aufwerten. Wichtig ist ein guter Sonnenschutz: Rollos, Jalousetten und Faltstores halten einen Teil der Strahlen zurück, diesonst ungebremst auf die Möbel, Böden und Wände treffen und die Materialien ausbleichen können. Über dies verhindern Verschattungselemente, dass sich der Raum zu sehr aufheizt.

 

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