Dächer müssen funktionieren

Artikel vom 17. September 2010

Doppelpultdach vom klassischen Satteldach bis hin zum designorientierten Doppelpultdach, Jetzt oder im nächsten Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt für einen Dach-Check.

Foto: tdx/dach.de

Zeltdach mediterran mit besonderen Ton-Dachziegeln lässt sich eine unverkannbare Optik zaubern.

Fotos www.laesceramica.de

Umwelt-aktives Dach - ClimaLife-Dachsteine in der Oberfläche der S-Pfannen ist Titandioxid enthalten, das u. a. Stickoxide aus der Luft in ungefährliches Nitrat umwandelt.

Foto: www.nelskamp.de

Flachdach mit Großflächenziegel der Koramic-Großflächenziegel Alegra 8 überzeugt durch seine elegant geschwungene Linien­führung nach dem goldenen Schnitt. Durch eine optimierte Falztechnik erreicht der Dachziegel eine Regeldach­neigung von exzellenten 16°

Foto: Koramic. Der Ziegel­bedarf beläuft sich pro Quadratmeter auf 8,7 bis 9,5 Stück. www.koramic.de

Bei der Wahl der passenden Dachform sieht sich der Bauherr einer großen Auswahl gegenüber.

Vom Satteldach, bis hin zum Pultdach, Zeltdach oder historischen Walmdach:

Die Urform des Dachs ist das Walmdach

Charakteristisch sind die an allen Seiten heruntergezogenen Dachflächen, die die Schutzfunktion des Daches besonders unterstreichen und für erhöhte Stabilität sorgen. Heutzutage werden die Giebel der Front- und Rückseite oft nur noch teilweise abgewalmt, diese Dachform nennt man Krüppelwalmdach. Sie wird vor allem dann verwendet, wenn der Steilgiebel vor rauer Witterung geschützt werden muss.    

Vier Dachflächen weist das Zeltdach auf

Es unterscheidet sich zu Walmdächern darin, dass es keinen Dachfirst sondern lediglich einen einzigen Firstpunkt gibt, an dem die vier gleich geneigten Dachflächen zusammenlaufen. Das Zeltdach ist daher ausschließlich bei quadra­tischen und rechteckigen Hausgrundrissen möglich, hierzulande aber immer beliebter angesichts der mediterranen Anmutung

Klassisch und zeitlos ist das Satteldach

Aufgrund der Geradlinigkeit und dem soliden Eindruck, der vermittelt wird, hat sich das Satteldach zur beliebtesten und häufigsten Dachform in Deutschland etabliert. Langweilig ist diese Variante aber keineswegs: Kombiniert mit anderen Dachformen können beispielsweise markante T- und L-Formen entstehen.

Viel Wohnfläche Mansard- oder Zwerchdach

Beim Mansarddach wird die Nutzung des Dachraumes durch die unterschiedlichen, teilweise sehr kurzen Dachschrägen optimiert und es entsteht ein vollwertiges Ge­schoss. Das Mansarddach entstand in der Barockzeit und ist heute meist nur noch bei Altbauten zu sehen. Durch das Zwerchdach entsteht ebenfalls eine größere Wohnfläche unter dem Dach. Es weist einen Giebel auf, der quer zum Hauptdach verläuft, allerdings nicht bis zum First hinaufgezogen wird.

Das Pultdach mit nur einer geneigten Dachfläche

Auf der einen Seite gegen Wind und Wetter geschützt, auf der anderen Seite maximale Helligkeit. Versetzte- bzw. Doppelpultdächer sind dagegen immer häufiger auf sog. Designerhäusern zu sehen. Sie lassen viel Spielraum für individuelle Lösungen, insbesondere bei zwei versetzten Wohnebenen in einem Gebäude. Der entstehende waagrechte Giebelstreifen kann dank großer Fensterflächen außerdem zur nötigen Versorgung
mit Tageslicht genutzt werden.

Sanfte Rundung - das Bogendach   

Ein Bogendach ist eine Dachform, die ähnlich dem Tonnendach ist, jedoch im Gegensatz zu diesem weniger gewölbt ist. Es wird meistens aus einem bombierten, ge­bogenen Blech hergestellt. An­sprechend wirkt ein elliptischer Querschnitt. Ein Bogendach wird meistens verwendet, wenn ein Flachdach nicht gewünscht ist und ein Tonnendach auf Grund der Höhe nicht gebaut werden kann.

Die Auswahl ist groß, doch das Gute ist…

…egal für welche Dachform man sich entscheidet – bis auf gewölbte Dächer wie das Tonnen- oder Bogendach, die nur mit Metall oder Schiefer realisiert werden können – können alle Formen mit den gängigen Dachbaustoffen wie Dachziegel, Dachstein, Schiefer oder Zink eingedeckt werden. Weitere Informationen auch unter www.dach.de.

 

Mediterran, sturm- und witterungs­beständig
Ein Dachziegel-modell mit einer ausgeprägten hohen Krempe ist der „Karthago 14“. Der Dachziegel erhält seine mediterrane Note mit Hilfe spezieller Engoben. Das Farbspektrum erstreckt sich von lebhaftem Ziegelrot (toskana) über braune und sandige Töne (sahara) bis hin zu hellen Ziegel­- farben mit Kohlebrandeffekten (mediterrano). | Fotos: Wienerberger /Koramic

 

 

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