Anbauen und Aufstocken:
Mehr Raum zum Wohnen

Artikel vom 01. März 2007
Bauder Dach Ausbau Anbau Raum|(Foto. Bauder)

Baugrund ist Mangelware, besonders in den attraktiven innerstädtischen Lagen mit ihrer gewachsenen Infrastruktur. Die Dachauf­stockung ist eine preisgünstige Alternative.

Können die neuen Räume an die vorhandene Haustechnik angeschlossen werden, er­geben sich weitere Einsparungs­potenziale. Für alle, die Schwierigkeiten mit einem undichten Flachdach haben: Mit einem ge­neigten Dach lösen Sie das Problem ein für alle Mal. Vielleicht haben Sie aber auch einfach Lust auf Veränderung. Mit einer Dachaufstockung frischen Sie das Erscheinungsbild Ihres Hauses auf. Sie schaffen individuellen Wohnraum oder eine Dachterrasse mit attraktiver Aussicht! Dachaufstockungen in Holzbauweise können meist ohne größere Eingriffe in die vorhandene Substanz ausgeführt werden. In der Bauphase können Sie die vorhandenen Räumlichkeiten ohne größere Einschränkungen nutzen. Bei der An­lieferung und der Montage der leichten Holzbauteile bleiben Ihre gewachsenen Baumbestände und Außenanlagen weitgehend unbe­rührt. Schöpfen Sie auf jeden Fall die Möglichkeiten öffentlicher Förderung aus: Dachaufstockungen werden vielerseits mit günstigen Darlehen unterstützt.

Geringe Last fürs Haus

Der Baustoff Holz hat eine hohe Festigkeit bei niedrigem Eigen­gewicht. Da die Tragfähigkeit der vorhandenen Bauteile meist ausgereizt und das Gebäude nicht für größere Lasten ausgelegt ist, sind leichte Aufstockungen in Holz-
bauweise besonders vorteilhaft.    
Sie ersparen sich teure Verstärkungen am vorhandenen Gebäude. Ist das vorhandene Flachdach oder die Decke zum Dachbereich nicht ausreichend tragfähig, so kann eine hölzerne Decke oberhalb der vorhandenen Decke eingebaut werden. Durch die Möglichkeit, auch größere Abstände stützfrei zu überspannen, sind Sie relativ flexibel in der Gestaltung Ihres Grundrisses und Ihrer Fensteröffnungen. Dach-, Wand- und Deckenbauteile können weitgehend im Holzbaubetrieb vorgefertigt werden. Das sichert einen hohen Standard in der Aus­führungsqualität. Denn die Produktion erfolgt wettergeschützt und kontrolliert unter optimalenBedingungen.

Schnell alles unter Dach und Fach

Der hohe Vorfertigungsgrad verkürzt die Bauzeit. Das führt zu einer hohen Terminsicherheit, re­duziert die Finanzierungskosten und die eventuell notwendigen Kosten für die Verkehrssicherung oder die Lagerung von Baustoffen. Aufstockungen sind üb­licher­weise in nur einem Tag regendicht. Vorhandene Räume können während der Mon­tage weitgehend ungestört genutzt werden. Trocken bauen, schneller ein­ziehen Holzbau können Sie als reinen Trockenbau ausführen. Dadurch, dass keine Feuchtigkeit in die bestehenden und neuen Bauteile eingebracht wird, ver­zögert die Austrocknung den Bauablauf nicht.

Auch Eigenleistungen sind möglich

Holz ist aufgrund seiner guten Bearbeitbarkeit besonders gut
für Arbeiten in Eigenleistung ge­eignet. Die Tragkonstruktion in­klusive der luftdichten Außen­hülle sollten Sie allerdings durch einen Fachbetrieb errichten lassen. Da­nach eröffnen sich Ihnen als Bauherrn vielfäl­tige Möglich­keiten, ­selber Hand an­zulegen – von der Innenwand bis zum Holzfußboden. Viele Firmen bieten Ihnen die Dachaufstockung als Komplett­leistung an. Sie erhalten vom Dachstuhl über die Dachdeckung bis zum tapezierfähigen Ausbau alles aus einer Hand, haben einen Ansprechpartner und reduzieren so Ihren Organisationsaufwand.    

Gute Wärmedämmung

Mit gut gedämmten Holzkonstruktionen erfüllen Sie bei der Dachaufstockung sehr einfach die Anforderungen der Energieein­sparverordnung. Da im Holzbau die Dämmung üblicherweise zwischen den Holzständern angeordnet wird, haben Holzbauteile ausgesprochen geringe Wanddicken.

Angenehmes Raumklima

Holz schafft ein unvergleichliches Wohnklima. Durch die inzwischen üblichen luftdichten und dennoch sehr diffusionsoffenen und gut gedämmten Konstruktionen ist einhohes Maß an Behaglichkeit ge­währleistet. Weiterführende Infos und  Broschüren sind erhältlich unter: www.holzabsatzfonds.de   


Holzabsatzfond Anbau Büro
 
Dieser Holzanbau dient als Büro und ist durch ein überdachtes Zwischenstück mit dem Haupthaus verbunden, so dass man diesem bei jedem Wetter trockenen Fußes erreichen kann.

Die baurechtlichen Voraussetzungen

In den einzelnen Landesbauordnungen und in den zuge­hörigen Ausführungsverordnungen sind die baurecht­lichen Grundlagen geregelt. Eine Baugenehmigung ist grundsätzlich dann notwendig, wenn wesentliche Änderungen am Erscheinungsbild des Gebäudes oder bei der Nutzung geplant sind. Im Bebauungsplan Ihres Wohngebietes ist eine Vielzahl von Be­stimmungen, z.B. zur Gebäude­höhe, Dachform etc. enthalten. Wenn für ein Wohngebiet kein qualifizierter Bebauungsplan vorliegt, entscheidet die zuständige Baurechtsbehörde im Einzelfall über die Genehmigungsfähigkeit einer Dachaufstockung.

Die Planungsphase

Die Zusammenarbeit mit einem Architekten oder Planungsvorlageberechtigten ist bei einer Aufstockung immer notwendig. Er klärt die Zulässigkeit sowie die Brand- und Schallschutzanforderungen, sorgt für eine an­sprechende Gestaltung und für die Baugenehmigung und ist Partner (Vertreter) des Bauherrn.

Die Statik muss stimmen

Bevor Sie eine Dachaufstockung vornehmen, muss überprüft werden, ob das Gebäude die zusätzlichen Lasten aufnehmen kann. Für eine Aufstockung ist immer ein statischer Nachweis erforderlich. Installationen mit be­denken Vorab sollten Sie klären, ob ein Anschluss an die bestehenden Installationseinrichtungen (Strom, Wasser, Ab­wasser,  Gas) sowie an die Heizungs­anlage möglich ist. Bei Bedarf können Sie mit einer Verbesserung der Wärmedämmung des Gesamt­gebäudes die für die neuen Flächen benötigte Heizenergie einsparen.

Schallschutz bringt Ruhe

Wird die bestehende Decke nach einer Dachaufstockung zur Wohnungstrenndecke, so hat sie höhere Schallschutzanforderungen als zuvor zu erfüllen und muss unter Umständen nachgerüstet werden. So entschied der BGH (AZ.VIII ZR 355/03), dass Mieter Anrecht auf einen aus­reichenden Trittschallschutz von 53 dB haben, wenn über Ihnen liegende Räumlichkeiten zu einer Wohnung ausgebaut werden. Wand-, Dach- und Deckenbauteile müssen auch vor dem Verkehrslärm der Innenstädte oder dem Lärm nahe ge­legener Bahntrassen oder Flug­­häfen schützen. Für diese unter­schiedlichen schalltechnischen Anforderungen liegen ge­prüfte Aufbauten für Holzbauteile vor.

Brandschutz nach Vorschrift

Welche Maßnahmen Sie zum vorbeugenden baulichen Brandschutz ergreifen müssen, hängt im Wesentlichen von der Höhe des Gebäudes (Gebäudeklasse) und seiner Nutzung ab. Wohngebäude bis zu drei Vollgeschossen (Gebäude geringer Höhe) müssen meist nur die Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten erfüllen (F 30-B, feuerhemmend). Dies ist mit allen Holzbauweisen ohne großen Mehraufwand leicht zu erfüllen. Auch die Fassade kann problemlos in Holz ausgeführt werden. Höhere Anforderungen, wie z.B.eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten (F 90-B), lassen sich mit einem vertret­baren Aufwand umsetzen. Weitere Infos zum Thema „Bauen mit Holz“ www.holzabsatzfonds.de


Holzabsatzfond Anbau Loggia

Eine sogenannte Loggia kann auch nachträglich in ein Dach ­integriert werden. Der Baustoff Holz ermöglicht dabei individuelle Ausbauvarianten.

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