Treppen:
Die richtigen Stufen für ihr Heim

Artikel vom 23. Januar 2008
hestermann Treppe WendelAls filigranes Architekturelement verleiht eine Wendeltreppe Ihrem Zuhause das Flair moderner Wohnkultur.|(Foto: Hestermann)

Eigentlich sind Treppen auf den ersten Blick nur ein kleines Detail beim Bau eines Hauses, aber nichts desto trotz von enormer Wichtigkeit und deshalb nicht zu unterschätzen.

Vom rein baulichen Element rücken Treppen verstärkt in die Welt des Wohn­ambientes. Sie werden immer schöner und kunst­voller. Von der schlichten Holztreppe bis zu Designer- Glastreppe findet sich für jedes Haus die richtige Verbindung zwischen zwei Stockwerken. Für diese Verbindung zählt vor allem eins: sie muss strapazierfähig sein, denn trotz vieler Tritte hat sie sich dauerhaft zu bewähren.  Deshalb erfreuen sich Treppen aus Hartholz auch nach wie vor großer Beliebtheit.  Eiche und Buche gehören dabei zu den bevorzugten Holzarten, wenn es um eine strapazierfähige Treppe geht. Wird die Verbindung zwischen oben und unten hingegen weniger stark beansprucht, können auch Weichhölzer wie Kiefer, Lärche, Fichte und Tanne eingesetzt werden. Dabei gilt natürlich: je aufwendiger die Gestaltung und je kostbarer der Werkstoff, desto teurer auch die Treppe.

Die Materialfrage

Neben Holz bietet sich als Treppenmaterial Beton, Naturstein, Stahl und Aluminium an oder auch ein Mix aus diesem verschiedenen Materialien.Bunte  ­Lasuren oder Lackierungen sind geeignet, das „Objekt“ Treppe farblich in die entsprechende Wohnlandschaft zu integrieren. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile. Treppen aus Beton, Naturstein- und Stahl sind brandsicher und sehr strapazierfähig.

Gewendelt oder gerade

Ist die Materialfrage geklärt, gilt es, als nächstes die Platzfrage zu lösen. Die Zeiten  für große Treppenaufgänge sind bei steigenden Quadratmeterpreisen vorbei. Ge­fragt sind Lösungen für Treppen, die jeden Meter ausnutzen. Dabei nehmen die verschiedenen Konstruktionsformen  unterschied­lich viel Raum ein. Viel Platz be­ansprucht eine gerade Treppe, wohingegen sich gewendelte Treppen  platzsparend konstruieren ­lassen und dennoch groß­zügig wirken. Der Kompromiss: einviertel- oder halbgewendelte Treppen. Platzsparender Vorreiter ist immer noch die Spindeltreppe. Sie schafft eine direkte und schwungvolle Verbindung und wirkt bei enstprechender Ma­terialwahl wie zum Beispiel schmalen Eisenstäben weniger dominant.

Checkliste für rechtlich einwandfreie Treppen

1) Sichere Begehbarkeit mit richtigen Maßen:

  • Mindestmaß für Laufbreite: 80 Zentimeter
  • Stufenhöhe: zwischen 14 und 20 Zentimeter
  • Stufentiefe: zwischen 23 und 37 Zentimeter

 

2) Stabilität der Treppe

  • sind die statischen Nachweise zutreffend und von autorisierten Prüfämtern?
  • verfügt der Treppenhersteller über eine bauaufsichtliche Zu­lassung und/ oder eine typenstatische Berechnung? (gilt für moderne Holztreppen­systeme, die herkömmliche Holztreppe ist ohne gesonderten Nachweis erlaubt

 

3) Bei Eigenmontage:

  • tragende Verankerung von Treppenteilen müssen sicher sein.

 

Die Häufigsten Treppenarten und ihr Platzbedarf


Treppen Meister Partnergemeinschaft Holztreppenhersteller Treppenarten

Halb- bzw. dreiviertel
gewendelte Treppen   
Bogentreppen
Spindeltreppen

Treppen Meister Partnergemeinschaft Holztreppenhersteller Treppenarten

Geradläufige Treppen    Podest-Treppen    Viertelgewendelte
Treppen

 

 

WICHTIGE TREPPEN-DETAILS

Auf das sollten Sie achten:

  • gleichmäßige Handlaufübergänge
  • fester Handlauf
  • gleichmäßige Wendelung
  • stabile An- und Austritts­pfosten
  • strapazierfähige Lackqualität
  • gleiche Steigungen, auch bei der ersten und letzten Stufe
  • guter Schallschutz
  • gütegesicherte Konstruktion bzw. Konstruktionselemente
  • ein gut konstruierter Stufenverlauf
  • rutschfeste Treppenstufen
  • gut beleuchtetes Treppenhaus und Kellertreppe
  • Mindestabstand zwischen Gitter­stäben nicht zu klein wählen (Kinder!)

Treppen Meister Partnergemeinschaft Holztreppenhersteller Norm DIN Bauteile Treppe

















Die einzelnen Bauteile und Begriffe: Häufige Mißverständnisse durch ­regional unterschiedliche Bezeichnungen
können durch Angabe ­der ge­normten ­Begriffe nach DIN 18064 ausgeräumt werden.

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