Treppen:
Die richtigen Stufen für ihr Heim
Als filigranes Architekturelement verleiht eine Wendeltreppe Ihrem Zuhause das Flair moderner Wohnkultur.|(Foto: Hestermann)Eigentlich sind Treppen auf den ersten Blick nur ein kleines Detail beim Bau eines Hauses, aber nichts desto trotz von enormer Wichtigkeit und deshalb nicht zu unterschätzen.
Vom rein baulichen Element rücken Treppen verstärkt in die Welt des Wohnambientes. Sie werden immer schöner und kunstvoller. Von der schlichten Holztreppe bis zu Designer- Glastreppe findet sich für jedes Haus die richtige Verbindung zwischen zwei Stockwerken. Für diese Verbindung zählt vor allem eins: sie muss strapazierfähig sein, denn trotz vieler Tritte hat sie sich dauerhaft zu bewähren. Deshalb erfreuen sich Treppen aus Hartholz auch nach wie vor großer Beliebtheit. Eiche und Buche gehören dabei zu den bevorzugten Holzarten, wenn es um eine strapazierfähige Treppe geht. Wird die Verbindung zwischen oben und unten hingegen weniger stark beansprucht, können auch Weichhölzer wie Kiefer, Lärche, Fichte und Tanne eingesetzt werden. Dabei gilt natürlich: je aufwendiger die Gestaltung und je kostbarer der Werkstoff, desto teurer auch die Treppe.
Die Materialfrage
Neben Holz bietet sich als Treppenmaterial Beton, Naturstein, Stahl und Aluminium an oder auch ein Mix aus diesem verschiedenen Materialien.Bunte Lasuren oder Lackierungen sind geeignet, das „Objekt“ Treppe farblich in die entsprechende Wohnlandschaft zu integrieren. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile. Treppen aus Beton, Naturstein- und Stahl sind brandsicher und sehr strapazierfähig.
Gewendelt oder gerade
Ist die Materialfrage geklärt, gilt es, als nächstes die Platzfrage zu lösen. Die Zeiten für große Treppenaufgänge sind bei steigenden Quadratmeterpreisen vorbei. Gefragt sind Lösungen für Treppen, die jeden Meter ausnutzen. Dabei nehmen die verschiedenen Konstruktionsformen unterschiedlich viel Raum ein. Viel Platz beansprucht eine gerade Treppe, wohingegen sich gewendelte Treppen platzsparend konstruieren lassen und dennoch großzügig wirken. Der Kompromiss: einviertel- oder halbgewendelte Treppen. Platzsparender Vorreiter ist immer noch die Spindeltreppe. Sie schafft eine direkte und schwungvolle Verbindung und wirkt bei enstprechender Materialwahl wie zum Beispiel schmalen Eisenstäben weniger dominant.
Checkliste für rechtlich einwandfreie Treppen
1) Sichere Begehbarkeit mit richtigen Maßen:
- Mindestmaß für Laufbreite: 80 Zentimeter
- Stufenhöhe: zwischen 14 und 20 Zentimeter
- Stufentiefe: zwischen 23 und 37 Zentimeter
2) Stabilität der Treppe
- sind die statischen Nachweise zutreffend und von autorisierten Prüfämtern?
- verfügt der Treppenhersteller über eine bauaufsichtliche Zulassung und/ oder eine typenstatische Berechnung? (gilt für moderne Holztreppensysteme, die herkömmliche Holztreppe ist ohne gesonderten Nachweis erlaubt
3) Bei Eigenmontage:
- tragende Verankerung von Treppenteilen müssen sicher sein.
Die Häufigsten Treppenarten und ihr Platzbedarf
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| Halb- bzw. dreiviertel gewendelte Treppen | Bogentreppen | Spindeltreppen |
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| Geradläufige Treppen | Podest-Treppen | Viertelgewendelte Treppen |
WICHTIGE TREPPEN-DETAILS
Auf das sollten Sie achten:
- gleichmäßige Handlaufübergänge
- fester Handlauf
- gleichmäßige Wendelung
- stabile An- und Austrittspfosten
- strapazierfähige Lackqualität
- gleiche Steigungen, auch bei der ersten und letzten Stufe
- guter Schallschutz
- gütegesicherte Konstruktion bzw. Konstruktionselemente
- ein gut konstruierter Stufenverlauf
- rutschfeste Treppenstufen
- gut beleuchtetes Treppenhaus und Kellertreppe
- Mindestabstand zwischen Gitterstäben nicht zu klein wählen (Kinder!)

Die einzelnen Bauteile und Begriffe: Häufige Mißverständnisse durch regional unterschiedliche Bezeichnungen
können durch Angabe der genormten Begriffe nach DIN 18064 ausgeräumt werden.






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