Treppen:
Bequem und sicher auf und ab

Artikel vom 23. Januar 2008

Eine Treppenanlage wie diese bietet in jeder Hinsicht Sicherheit und Komfort.

(Foto: Kenngott)

Holztreppen gehören zu den am meisten eingesetzen Treppenvarianten.

(Foto: Ilshofener Treppenbau)

Für Kinder gilt grundsätzlich, dass die Abstände bei senkrechten Geländer­stäben nicht größer als 12 cm aus­fallen.

(Foto: Gräpel Geländerfüllungen)

Dass eine wirkungsvolle Optik nicht alles ist, wissen Hausbesitzer spätestens, wenn der Umzug ansteht, Nachwuchs ins Haus kommt, wird oder ältere Mitbewohner sich beim Treppensteigen schwer tun.

Ein eventuell später notwen­diger Umbau der Treppen­anlage kann mit durchdachter Planung von vornherein ver- ­mieden werden. Um eine Treppe gleich so sicher und bequem wie möglich zu gestalten, genügt nicht nur die Einhaltung aller DIN-Normen und Vorschriften der Landesbauordnungen, jede Treppe sollte darüber hinaus auch nach den ganz persönlichen Aspekten ge­plant werden.

Die wichtigsten Punkte

Von maßgebender Bedeutung ist die Treppenart – gerade oder gewendelt? Am bequemsten ist eine geradläufige Treppe, die allerdings auch am meisten Platz benötigt. Meistens fällt aber die Wahl auf eine gewendelte Treppe. Zu beachten ist dabei, dass die Stufen gleichmäßig verzogen sind – erreichbar durch gefällige Grund­risse. Für Podesttreppen gilt, dass die Stufenanzahl bei der ersten und zweiten Hälfte gleichbleibend sein sollte. Für Spindeltreppen sollte das Deckenloch mindestens 200 cm, besser 220 cm Durchmesser aufweisen.

Grundsätzlich gilt:

Auf ein bequemes Steigungsverhältnis achten! Bei einer normalen Geschosshöhe von 260 bis 285 cm würde eine bequem zu be­gehende Treppe meist 15 bis 16 Steigungen haben. Die einzelnen Stufenhöhen sollten etwa 18 cm betragen und die Auftrittsbreite der Stufen 25 bis 27 cm.

Die Sicherheit

Für die Sicherheit in technischer Hinsicht sorgt bei modernen Holztreppen eine so genannte Bauart-Zulassung. Für viele Bauprodukte sind inzwischen die Beurteilungsverfahren europaweit vereinheitlicht worden, aktuell nun auch für Wohnungstreppen. Denn mit der „Europäischen Bauprodukten-Richtlinie“ hat die EU ein Verfahren ermöglicht, mit dem Verbraucher noch besser Sicherheit und Qualität kontrollieren können. Ist Nachwuchs geplant oder bereits da, so müssen die Kleinsten daran gehindert werden, dass sie unbeaufsichtigt die Treppe benutzen können. Die einfachste und sicherste Lösung dazu ist eine Gitter­türe, die je nach Bedarf schnell nachgerüstet ist und später wieder ausgehängt werden kann. Bei geh­behinderten Menschen sorgen rutsch­hemmende Treppenbeläge oder Teppiche für ein sicheres Begehen und die schallmindernde Wirkung dürfte zudem allen Hausbewohnern willkommen sein. Ein stabiler Handlauf mit Griffmulde gibt den sicheren Halt. Und wenn es gar nicht mehr geht, dann hilft ein Treppenlift weiter. Hersteller bieten hier gute Nachrüstsysteme an. Doch für die Planung ist wichtig, dass der Treppenlauf dann mindestens einen Meter breit sein sollte. Einen weiteren Risikofaktor für Jung und Alt in punkto Treppe stellen Farbe und Lichtverhältnisse dar. Um optische Fehlleistungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, für ausreichende Beleuchtung der Treppenstufen zu sorgen. Zu den neuesten Entwicklungen zählen interessante Lösungen mit sparsamen LED-Leuchten. Verwechslungen der Treppenstufen mit der Fußbodenebene sollten weitestgehend ausgeschlossen werden, erreichbar durch verschiedene Farbtöne und/oder Materialien – zum Beispiel Holztreppe und Keramik, bei Holztreppen und -fußboden der gleichen Holzart genügt schon ein unterschiedlicher Farbton. www.treppenmeister.com

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