Wohnraumlüftung:
Kein Raum für dicke Luft

Artikel vom 01. November 2007
Wohnraumlüftung AEG

Lüftungssysteme mit Wärmerückge­winnung ver­bessern die Raumhygiene. Wer leben will, muss atmen. Doch gerade in geschlossenen Räumen birgt die Atemluft oftmals gesundheitliche Risiken.

 

Innenraumbelastungen lösen immer häufiger Allergien und Asthma aus, vor allem bei Kleinkindern, alten und immunschwachen Menschen. Verschärft wird diese Situation durch die hohen Wärmeschutzanforderungen an Gebäude als Folge der Energieeinsparverordnung (EnEV): Damit Niedrigenenergiehäuser ihren energetischen Vorteil ausspielen können, müssen sie nahezu luftdicht ausgeführt sein. Unterbleibt aber der für ein gesundes Raumklima notwendige Luftwechsel, entstehen ideale Bedingungen für das Gedeihen von Milbe, Schimmelpilz & Co. „Abhilfe schaffen stromgeführte Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung“, so der Initiativkreis [Wärme+], der im Internet und in Broschüren über den Einsatz von Lüftungsanlagen als wichtiges Element moderner Hauswärmetechnik informiert. Kontinuierlich übernehmen diese den Wechsel der Luft, entfeuchten sie und verwerten bis zu 90 Prozent der Abluftwärme. Insbesondere im Systemverbund mit Wärmepumpen, dezentralen Warmwasserbereitern und Solarkollektoren ergeben sich laut Wärme+ eine Menge Vorteile für Eigenheimbesitzer wie z.B. niedrigere Verbrauchskosten, ein gutes Raumklima und hoher Wohnkomfort.

Platzverweis für Aller­gene und Schimmelpilze

Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung eignen sich für Neubauten wie auch für die wärmetechnische Modernisierung und Sanierung von Altbauten – sei es im Rahmen des Dachgeschoss­ausbaus, der Umwandlung von Keller- in Wohnraum, zur Be- und Entlüftung von Bad und Küche oder für mehr Wärme und damit Wohnkomfort in kalten Räumen. Untersuchungen belegen, dass sich der Befall mit Schimmelpilzen durch den Einsatz von Lüftungssystemen signifikant reduzieren lässt. Überdies nimmt die Belastung der Raumluft mit Allergenen ab, so dass Betroffene wieder befreit aufatmen können. Wer es bequem liebt, dem bietet der Markt Anlagen mit Feuchtigkeits- und Schadstoffsensoren, die die Lüftungskapazität automatisch steuern. In jedem Fall empfehlen Ex­­perten Luftwechselraten, die ge­währleisten, dass die gesamte Raum­luft alle ein bis zwei Stunden einmal komplett ausgetauscht wird. Ein weiterer Vorteil von Wohnungs­lüftungssystemen: Anders als bei Klimaanlagen sind Zu- und Abluft vollständig voneinander getrennt. Die Übertragung von unangenehmen Ge­rüchen auf die Zuluft wird dadurch wirkungsvoll verhindert. Und auch der Lärm bleibt außen vor.    

Geniales Prinzip

Und so funktioniert es: Das zentral installierte System ist über Zu- und Abluftrohre mit den zu belüftenden Räumen verbunden. Die Luft selbst wird den Räumen über leistungsstarke, regelbare Ventilatoren zugeführt beziehungsweise wieder abgesaugt. Der Clou dabei: Ein Wärmetauscher entzieht der Abluft die darin enthaltene Heizwärme und speist sie mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent in die gefilterte Zuluft ein. Verbrauchte Luft und lästige Feuchtigkeit entweichen, während Wärme energie- und kostensparend wiederverwendet werden kann. Für die Be- und Entlüftung einzelner Räume eignen sich Einzelgeräte, die insbesondere den nachträglichen Einbau leicht ermöglichen und die gleichen Vorteile wie zentrale Systeme aufweisen.

Foto: Stiebel EltronDas Integral­system LWA 203/303 SOL kann drei Wünsche auf einmal erfüllen: es heizt, lüftet und sorgt für warmes Wasser. Das zentrale Lüftungsgerät ist die kom­pakte Lösung für gut gedämmte Einfamilien­häuser.

RecoVAIR nutzt bis zu 95% der Wärme aus der Abluft. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern macht sich auch durch wesentlich nied­rigere Heizkosten bemerkbar.

Vaillant RecoVair Heizen

Das Ende von Schimmel, Mief und komplizierten Lüftungsregeln: AirCom zentral liefert 24 Stunden kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung durch Lüftungsheizkörper.

  

» Geräuscharmer Fensterantrieb «

Roto Frank Fensterantriep E-Tex

Roto bietet einen „extrem leisen“ elektronischen Fensterantrieb, der das harmonische Gesamtbild von Fenster und Wand nicht stört, da er unsichtbar im Fensterrahmen inergriert wird. Der „E-Tex Drive“ sorgt auf elegante und komfortable Art für einen natürlichen Luftaustausch, beispielsweise in
Räumen mit stark schwankender Luftfeuchte und Temperatur. Nach der Installation furch den Fachbetrieb ist die Bedienung „ein Kinderspiel“. Die Lüftung kann auf bestimmte, frei programmierbare Zeiten festgelegt werden. Ein zusätzlicher Feuchte­sensor ermöglicht die bedarfsgerechte Lüftung. Sobald die relative Luftfeuche einen bestimmten Wert überschreitet, öffnet das System das Fenster automatisch. Ist der Raum entfeuchtet, schließt das Fenster wieder und hilft dadurch aktiv bei der Energie-
einsparung.

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