Raumkühlung: Cool durch den Sommer

Artikel vom 16. Juli 2010

Im Sommer nutzt die Erdwärmepumpe die niedrigeren Bodentemperaturen als Kältequelle zur Raumkühlung. Gemeinsam mit einem so genannten Kühlkonvektor sorgen Wärmepumpen so das ganze Jahr über für ein prima Klima im Haus.

Grafik: Junkers

Die neue Sole/Wasser-Wärmepumpe SI 22TU zeichnet sich durch eine erhöhte Energie­effizienz und eine kompakte Bauweise aus. Sie kann zur Kühlung eingesetzt werden, wenn sie mit Erd­sonden als Wärmequelle be­trieben wird. Hierfür ist eine passive Kühlstation als Zubehör erhältlich.

Informationen: www.dimplex.de

Junkers hat ihre Sole/Wasser-Wärmepumpen überarbeitet und bietet nun die neue

Klimaforscher prophezeien: Die Sommer werden heißer - und bei dieser Vorstellung kann schon mal der Schweiß ausbrechen. Denn das typische deutsche Haus ist zwar auf harte Winter ausge­richtet, nicht aber auf sommerliche Hitzewellen.

So sehr wir uns über ideales Badewetter und laue Nächte im Biergarten freuen – in den eigenen vier Wänden macht den meisten die Hitze doch ziemlich zu schaffen. Wenn das Thermometer über 30°C klettert und nachts kaum noch Schlaf möglich ist, leiden auch gesunde Menschen an Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall. Ventilatoren und Klimageräte sind in diesem Fall nicht das allein Seligmachende.  

Umweltfreundliche zentrale Lüftungsanlage

Wer ein neues Haus baut oder ein altes saniert, kann das Hitzeproblem mit einer zentralen Lüftungsanlage umweltfreundlicher und langfristig kostengünstiger lösen als mit Einzelgeräten. Das Prinzip ist einfach: Ein zentraler Ventilator saugt verbrauchte Luft aus Feuchträumen wie Küche, Bad und WC ab; über Außenluftdurchlässe strömt wieder Frischluft in die Wohn- und Schlafräume zurück. Deutlich wirkungsvoller wird eine solche Anlage durch einen Erdwärmetauscher. Dabei wird die Außenluft durch ein 20 – 30 m langes Kunststoffrohr durchs Erdreich geführt, bevor sie ins Lüftungsgerät strömt.

Zusatzbox Mit der Zusatzbox „natural cooling“
werden die niedrigeren Erdreich- oder Grundwassertemperaturen zum natür­lichen Kühlen genutzt. Der Verdichter der Wärmepumpe bleibt dabei energiesparend ausgeschaltet.

 

 


Claus Händel „Neue Richtlinie fordert Prüfung eines Lüftungs­kon­zeptes im Neubau
und der Altbausanierung“

EXXPOSE: Seit letztem Jahr gibt es eine neue Richtlinie, die so ge­nannte DIN Norm 1946-6, welche im Neubau und bei vielen Sanierungsprojekten die Anfer­tigung eines Lüftungskonzepts fordert. Was ist der Hintergrund dieser neuen Vorschrift?
Claus Händel: Moderne Neubauten und energetisch sanierte Altbauten sind üblicherweise luftdicht ausgeführt, ein ausreichender Luftwechsel über Ritzen und Fugen ist nicht mehr möglich. Dies ist energetisch absolut richtig, denn man verhindert so unnötige Wärme­verluste.     
Verzichtet man in solch einem Gebäude aber auf den Einbau eines Lüftungs­systems (die DIN Norm spricht hier von einer lüftungs-technischen Maßnahme), verursacht man fast zwangsläufig eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen inklusive über­höhtem CO2-Anteil.    
Und das ist nicht nur schädlich für die Bausubstanz, sondern auch für die Gesundheit der Bewohner.    
EXXPOSE: Wann muss denn zwingend ein Lüftungskonzept erstellt werden?  
Claus Händel: Die Vorgaben für die Überprüfung eines ausreichenden Luftwechsels im Haus sind genau geregelt: Bei einem Neubau ist die Überprüfung zwingende Vorgabe. Ebenso im Altbau, falls bei Mehr- oder Einfamilienhäusern mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht wird oder bei Einfamilienhäusern, wenn mehr als ein Drittel des Dach­stuhls abgedichtet wird.    
In all diesen Fällen hat der Fachmann zu überprüfen, ob eine
lüftungstechnische Maßnahme durchgeführt werden muss. Falls dem so ist, muss er eine Planung vorlegen, wie das Lüftungskonzept in der Umsetzung aussehen soll. In diesen Fällen ist der Fachplaner oder Fachhandwerker übrigens verpflichtet, den Endkunden zum Thema Lüftung zu beraten. Andernfalls könnte er vom Bauherrn im Nachtrag sogar in Re­gress genommen werden.       
EXXPOSE: Welche Möglichkeiten bzw. Systemvarianten stehen für die Installation einer Wohnungslüftung denn zur Verfügung?
Claus Händel: Die Industrie bietet heute die verschiedensten Lösungen in unterschiedlichsten Preisklassen an. Von bedarfsgerecht geführten reinen Abluftanlagen, die für einen hygienischen Luftaustausch sorgen, bis hin zu
zentralen Lüftungssys­temen mit Wärme­rückgewinnung, die der Abluft die Wärme entziehen und damit Heizkosten minimieren.
Welches System am sinnvollsten ist, hängt immer auch von den bau
lichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Objekts ab. Im Detail müssen diese Punkte in einer persönlichen Beratung durch den Fachmann geklärt werden.    
EXXPOSE: Vielen Dank für diese wichtigen Informationen, Herr Händel.      

Mehr zum Thema Wohnungs­lüftung erfahren Sie unter:     
www.wohnungs-lueftung.de
Informationsportal des Bundes-industrieverbandes  Deutschland
Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) e.V. www.bdh-koeln.de
und des Fachinstituts Gebäude-Klima (FGK) e.V.  www.fgk.de


Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreiben Sie einen Kommentar!

blog comments powered by Disqus

Top Themen

Exklusiv


Bitte aktivieren Sie Javascript in Ihrem Browser um diese Seite voll nutzen zu können