Kontrollierte Wohnraumlüftung: Gesundes Wohnklima zum Spartarif

Artikel vom 02. Juni 2008
Eine Wohnungslüftung sorgt für das richtige Klima und trägt darüber hinaus zur Reduzierung der Heizkosten bei. | Foto: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., KölnEine Wohnungslüftung sorgt für das richtige Klima und trägt darüber hinaus zur Reduzierung der Heizkosten bei. | Foto: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., Köln

Unser wichtigstes Lebenselixier ist die Luft, die wir täglich ein- und ausatmen. Und gerade zuhause sollte ein gutes Raumklima eigentlich selbstverständlich sein.

Denn frische Luft im Haus ist unerlässlich für Wohlbefinden, Gesundheit und Konzentration der Bewohner. Deshalb lüften wir auch regelmäßig unsere Räume, um Feuchtigkeit, Gerüche und Schadstoffe abzuführen. Allerdings hat das manuelle Lüften einen großen Nachteil: Bei jedem Lüftungsvorgang entweicht viel wertvolle und teure Heizungswärme. Dabei ist schon ohne unsere „Mithilfe“ die Raumheizung der größte „Energiefresser“ in einem Haushalt. Nach Angaben des BDH macht die Heizungswärme über 75% des Energieverbrauchs eines Privathaushaltes aus. Das liegt unter anderem daran, dass über undichte Fenster, Türen oder andere „Luftbrücken“  ein Großteil der Wärme wieder verloren geht. Um diese Wärmeverluste zu minimieren und die Heizkosten entsprechend zu senken, werden nun zunehmend mehr Häuser luftdichter als früher gebaut. Daraus ergibt sich allerdings ein neues Problem: Dicke Luft. Denn je besser ein Gebäude gedämmt ist, umso weniger natürlichen Luftaustausch gibt es. Bei einer energetisch dichten Gebäudehülle sitzt man quasi in einem Marmeladenglas. Und in einem solch modernen „Marmeladenglas“ müsste man in den Wohnräumen alle zwei Stunden - und das 24 Stunden am Tag – für ca. fünf Minuten die Fenster aufreißen, um einen ausreichenden Luftaustausch zu erhalten. Spätestens jetzt ist man wieder bei dem bereits beschriebenen Problem der Energieverluste angelan

Foto: BIV Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., Köln
Aufgrund ihrer sehr flache Bauweise sind moderne, dezentrale Lüftungsgeräte speziell für den Sanierungseinsatz geeignet. Zudem gibt es auch dezentrale Geräte in der Version mit Wärmerückgewinnung (bis zu ca. 80%) zur Anhebung der Außenlufttemperatur.
Foto: BIV Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., KölnFoto: BIV Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., Köln
Moderne Abluftventilatoren mit Feuchteregelung sorgen für ein gesundes Klima im Badezimmer, sparen Energie und lassen sich bei einer Modernisierung leicht nachrüsten. Außenwandluftdurchlässe sorgen bei Abluftanlagen für ein leises und zugfreies Nachströmen der Außenluft. Verkehrslärm und Schwebstoffe gelangen nicht in den Wohnraum. 

Lüftung kombiniert mit Wärmerückgewinnung

Die einzige sinnvolle Lösung, um aus diesem Kreislauf von Energieverlust und schlechter Raumluftqualität „auszubrechen“, ist die kontrollierte Wohnungslüftung, insbesondere mit Wärmerückgewinnung. Im Gegensatz zur freien Fensterlüftung ermöglicht die Wohnungslüftung über Ventilatoren einen definierten Luftwechsel und damit die Gewährleistung des notwendigen Luftaustausches im Raum. Und dieser notwendige Luftaustausch liegt lt. Empfehlung des BDH bei einer Luftwechsel-rate von ca. 0,5/h. Das bedeutet, dass ungefähr alle zwei Stunden die gesamte Raumluft einmal erneuert werden sollte.

Das Grundprinzip der Wohnungslüftung:

Die verbrauchte, feuchte Luft wird aus dem Gebäude abgeführt und gegen ausreichend frische Luft ausgetauscht. Dabei wird die Frischluft in Wohn-, Schlaf- und Aufenthaltszimmer geleitet, während das davon unabhängige Abluftsystem aus Küche und Bad die verbrauchte Luft wiederum absaugt. Für die zugfreie Luftverteilung -stehen dabei unterschiedliche Systeme zur Verfügung.

Einbau eines Wärmetauschers

Steigern lässt sich die Energieeinsparung durch den Einbau eines Wärmetauschers. Dieser sitzt an der Schnittstelle zwischen Ansaug- und Fortluftöffnung und entzieht der Abluft die Wärme, um sie an die einströmende Frischluft zu übertragen. Dadurch können bis zu 90% der Abluftwärme zurück gewonnen werden. Grundsätzlich können mit einer Wohnungslüftung die Lüftungswärmeverluste bis zu 80% gesenkt werden bei gleichzeitigem Gewinn an Komfort und Lebensqualität durch die permanente Frischluftzufuhr. Und noch einen interessanten Aspekt sollte man nicht vergessen: Die Energieeinsparungen der Wohnungslüftung führen auch zu einer besseren Bewertung des Gebäudes und heben somit den Wiederverkaufswert der Immobilie. Dies wird -insbesondere relevant vor dem -Hintergrund des ab 1. Januar 2008 eingeführten Energiepasses.
    
Mehr zum Thema erfahren Sie unter www.wohnungslueftung-info.de

Quelle: BIV Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., Köln
Neben dem Gewinn an Komfort und Lebensqualität spart man mit der Wohnungslüftung auch ganz konkret Energiekosten ein. So lassen sich Lüftungswärmeverluste bis zu 80% senken. 
Grafik: BIV Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., Köln

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