Langfinger halten keinen Winterschlaf
Richtiges Verhalten und Sicherheitstechnik machen Langfingern das Leben schwer: „Bei mir doch nicht“ scheint immer noch das Motto vieler Haus- und Wohnungsbesitzer zu sein...
...wenn es um die Gefahr eines Einbruchs geht. Tatsächlich findet in Deutschland aber alle zwei Minuten ein Einbruch statt. Schuld daran sind oft genug fahrlässiges Verhalten und fehlende Sicherheitstechnik. Herumstehende Leitern, Gartenmöbel und Werkzeuge, gekippte Fenster und Türen, die nur zugezogen sind, stellen für Langfinger eine regelrechte Einladung dar.
Lückenlose Sicherheit
Gute Schließtechnik an allen Fenstern und Türen ist Voraussetzung für lückenlose Sicherheit. Wer Angst vor einer Vielzahl verschiedener Schlüssel hat, kann sich das Leben mit einer „kleinen Schließanlage“ für private Wohnhäuser erleichtern. Ein einziger Schlüssel genügt für alle Anwendungen: von der Haustür über alle anderen Türen zu Garage, Keller und Nebenräumen bis hin zu Fenstergriffen, Briefkasten und Vorhängeschlössern. Wer sich nachhaltig schützen möchte, muss sich bewusst machen, dass Sicherungstechnik kein Schnäppchen-Markt ist. Effektiven Schutz garantieren nur Produkte mit einem Zertifikat der VdS Schadenverhütung, des Deutschen Instituts für Normung (DIN) oder des Prüfinstituts Schlösser und Beschläge Velbert (PIV). Und sie sollten von qualifizierten Errichterfirmen montiert werden.
![]() | Sichere Schließtechnik |
Wenn sich die Spuren nicht nachweisen lassen
Denn die Methoden der Ganoven werden immer raffinierter. Mit der Schlagschlüsseltechnik etwa lassen sich Schlösser im unteren Preissegment relativ leicht und sehr schnell öffnen. Besonders unangenehm dabei: Das Schloss wird nicht zerstört, die Spuren des Einbruchs lassen sich nur unter einem Mikroskop nachweisen. Hier beginnt das Problem: Kann der Einbruchdiebstahl nicht bewiesen werden, zahlt die Hausratversicherung meist nicht.
Einbrecher geben meist nach fünf Minuten auf
Mindestens Widerstandsklasse 2 (nach DIN V ENV 1627) empfiehlt die Kripo für Fenster und Fenstertüren und rät, zur Planung beim Neu- oder Umbau einen Fachbetrieb hinzuzuziehen. Der kann am besten beurteilen, welche Sicherheitsstandards sinnvoll sind, und ein schlüssiges Sicherheitskonzept erarbeiten. So sollten zugängliche Fenster im Erdgeschoss, Fenster- und Balkontüren grundsätzlich mechanisch besser gesichert sein, als schwer erreichbare Fenster in höheren Stockwerken. Wirkungsvollen Schutz bieten etwa einbruchhemmende Beschläge, abschließbare Fenstergriffe und geringe Spaltmaße, die den Ansatz von Einbruchwerkzeugen zwischen Rahmen und Fenster erschweren.
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Gefahrenwarnanlagen können zusätzlich bei Rauch und Feuer, Problemen mit Heizung, Wasser oder Gas Alarm schlagen. Das geht heute auch per Handy oder E-Mail wie mit dem „Sectra Asa“. |
Mehr Sicherheit mit Funküberwachung
Die beste Technik nutzt allerdings nur, wenn auch die Bewohner ein paar Grundregeln beachten: Gekippte oder gar geöffnete Fenster etwa sind eine Einladung an Langfinger und müssen auch bei kurzer Abwesenheit verschlossen werden. Das fällt leichter, wenn elektronische Systeme den Überblick über alle Hausöffnungen behalten. Patentierte Meldeeinheiten in den Fenstergriffen oder Universalmelder senden den Zustand der Fenster und Türen per Funk an eine vorzugsweise im Bereich der Haustür platzierte Empfangszentrale. Zusätzlich kann die Anlage bei aktiviertem Alarm jedes unberechtigte Öffnen mit abschreckenden akustischen oder optischen Warnsignalen melden. Auch eine Überwachung oder automatische Hilfeanforderung übers Telefonnetz lässt sich integrieren. Informationen zu den Schutzklassen und den Systemen gibt es unter: www.nicht-bei-mir.de und unter: www.polizei-beratung.de






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