Lebensraum Badezimmer: die 50plus-Generation
Das Wellness-Badezimmer | Finanzpartner BHW/verdiJunge Bauherren schauen vor allem auf den Preis, wenn’s um die Einrichtung eines neuen Bades geht. Anders die über 50-jährigen Modernisierer...
Den Luxus gönn’ ich mir: Das Wellness-Bad
Für sie stehen Design, Qualität und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Bade-Oasen sind „in“, so das Ergebnis einer BHW-Befragung unter führenden Herstellern der Sanitärbranche. „Kunden über 50 Jahre wollen keine speziellen Senioren-Konzepte“, erklärt Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. „Nachgefragt wird funktionelles Design.“ Dennoch sollten Modernisierer auch ihr Wohnen im Alter fest im Blick haben. Also: Langfristig planen und genügend Bewegungsfreiheit schaffen, auch für den Fall einer Krankheit.
Ziel: Raumgewinn
Jeder vierte Deutsche zwischen 50 und 69 Jahren hält eine Badmodernisierung für eine der dringendsten Baumaßnahmen in seiner Wohnung, so eine aktuelle Emnid-Studie für BHW. In deutschen Bädern mangelt es oft am Platz: Rund 80 Prozent der deutschen „Nasszellen“ sind gerade einmal acht Quadratmeter groß. Hier empfiehlt sich eine Badezimmer-erweiterung, die je nach räumlichen Gegebenheiten etwa 15.000 Euro kostet. Wichtige Ziele für einen Umbau mit Langfristperspektive: Rund um das WC sollte eine Bewegungsfläche von mindestens 95 Zentimetern in der Breite und 70 Zentimetern in der Tiefe eingerichtet sein. Ein stufenlos begehbarer Duschplatz nimmt in jeder Richtung etwa 1,20 Meter ein. Zusätzliche Sitzgelegenheiten, leicht erreichbare Schrän-ke und Ablagen sowie ein höhenverstellbarer Waschtisch schaffen mehr Komfort in jeder Lebenslage. Die Kosten für eine derartige Badausstattung richten sich nach den individuellen Ansprüchen des Bewohners. „Die Preise für altersgerechte Badmöbel liegen derzeit noch deutlich über denen für ein Standardbad“, erklärt Sabine Niemeyer vom Finanzpartner BHW. „Aber Besserung ist in Sicht, die Preise dürften sinken.“ Der Grund ist ein demo-grafischer: Immer mehr Menschen werden künftig über 50 Jahre alt sein und großen Wert auf ein hochwertiges Badezimmer legen.
Neue Badwelt für neuen Lebensabschnitt
Beste Qualität für Best Ager
Für junge Menschen ist ein schönes Bad ganz selbstverständlich ein Gradmesser ihrer Lebensqualität. Die 50plus-Generation hingegen hat sich eigene Ansprüche lange Zeit zugunsten einer falsch verstandenen Bescheidenheit versagt. Erst seit es gesellschaftsfähig ist, auch jenseits der Fünfzig noch Wünsche und Bedürfnisse auszuleben, wird immer mehr antiquierten Badezimmern rigoros ein neuer Look verpasst. Was angehende Renovierer mittels sorgfältiger und cleverer Planung selbst bei komplizierten Raumverhältnissen erreichen können, demonstriert die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) am Beispiel eines betagten Dachbades. 
Vor allem mehr Bequemlichkeit und modernen Komfort wünschten sich die Besitzer für das mittlerweile 25 Jahre alte „Schätzchen“, als sie eine der bundesweit knapp 2.000 Fach-ausstellungen von Handel und Handwerk aufsuchten. Dem dunklen Raum sah man die vielen Kompromisse, die das extrem flache Dach der Einrichtung abverlangte, an jeder Ecke an. Zudem mutete er dem Ehepaar bereits seit geraumer Zeit entschieden zu altmodisch und angestaubt an.
Im Zuge der Umgestaltung ersetzten die Bad-Profis den gesamten Schick der 80er-Baujahre durch helle Farben und pfiffige Ausstattungselemente. Dank einer gewitzten Aufteilung lassen sich nun Whirlwanne, Dusche, zwei Einzel-Waschplätze, Vorwandinstallation als Raumteiler sowie WC und Bidet in einem Raum unterbringen, der zwar 18 Quadratmeter Grundfläche aufweist, netto jedoch aufgrund der Dachschrägen nur 7 Quadratmeter Nutzfläche bietet.
Selbst Waschmaschine und Trockner mussten nur auf den ersten Blick weichen; tatsächlich finden sie ihren Platz in einer Abseite hinter maßgeschreinerten Teleskop-Schiebetüren. So entstand nicht nur in den Augen der Hausbewohner eine kleine feine private Wellness-Farm, die jeden Tag aufs Neue Wohlgefühl vermittelt, freut sich auch die VDS.
Hell und bequem statt dunkel und altmodisch
Raus mit dem Muff: Was Anfang der 80er-Jahre als schick galt, wirkt heute eher trostlos. Gemusterte Fliesen, Holztür und dunkler Fußboden mussten zugunsten heller, freundlicher Töne weichen, um dem Bad einen neuen und großzügigen Charakter zu verleihen.
Profis verhelfen zu aktuellem Look
Aktuelle Technik: Das moderne Whirlwannenoval weiß nicht nur durch weiche Konturen zu gefallen. Es beeindruckt auch mit einem ausfahrbaren Terminal, das, mit LED-Display, Timer und Temperaturanzeige ausgestattet, die Düsen im Pool reguliert.
Clevere Planung für komplizierte Raumfälle
Intelligente Aufteilung: Die geschickte Platzierung der Objekte lässt das Bad weiträumig erscheinen. Eines der beiden Waschbecken hängt an einer in den Raum ragenden Installationswand. Dahinter verbirgt sich das Bidet.
Betagtes Dachbad in neuem Kleid dank pfiffiger Einrichtungsideen
Freundliche Ausstrahlung: Unifarbene Wände, weiß-hellgrau marmorierter Boden, Halogenspots an der Decke und die „gläserne“ Dusche schenken dem Raum eine lichterfüllte Atmosphäre.





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